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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Fitzroya cupressoides, bekannt als Patagonische Zypresse oder „Alerce“, ist die einzige Art der monotypischen Gattung Fitzroya innerhalb der Familie der Cupressaceae (Zypressengewächse). Sie ist endemisch in den südlichen Anden Chiles und Argentiniens und wächst dort vor allem in feuchten Bergwäldern auf 500 bis 1200 m Höhe. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist klein und durch Abholzung, Klimawandel und Habitatverlust stark gefährdet. In ihrer Heimat zählt sie zu den eindrucksvollsten Baumarten Südamerikas und ist zugleich ein Symbol für Langlebigkeit und Widerstandskraft.
Wuchs & Blätter / Blüte
In den ursprünglichen Regenwäldern Patagoniens kann Fitzroya cupressoides bis zu 50 m Höhe erreichen und Stammdurchmesser von 3 m ausbilden. Damit gehört sie zu den größten Baumarten der südlichen Hemisphäre. In Mitteleuropa bleibt die Art deutlich kleiner und wächst nur langsam; nach etwa zehn Jahren erreichen Jungpflanzen meist eine Höhe von rund 2 m.
Der Wuchs ist zunächst strauchig, später entwickelt sich eine schlanke, aufrechte Krone mit leicht überhängenden, fein verzweigten Zweigen. Die Nadeln sind schuppenförmig, graublau bis grün, und stehen in quirliger Anordnung zu dritt am Trieb. Auf der Unterseite zeigen sie zwei helle Stomatalinien – ein typisches Kennzeichen der Art.
Die Pflanze ist zweihäusig (diözisch), d. h. männliche und weibliche Blüten sitzen auf getrennten Individuen. Die Blütezeit liegt im Frühjahr, die Zapfen sind klein, rundlich und enthalten wenige, geflügelte Samen.
Besonderheit / Verwendung in der Heimat / Kulturgeschichte
In Südchile gilt die Patagonische Zypresse als heiliger Baum und ist fester Bestandteil der Kultur der Mapuche und anderer indigener Völker. Ihr Holz, das als „Alerce-Holz“ bekannt ist, ist extrem haltbar, fein gemasert und resistent gegen Fäulnis – es wurde früher für Dachschindeln, Boote und Kirchen verwendet. Aufgrund der jahrhundertelangen Nutzung sind alte Bestände stark dezimiert; seit 1976 steht die Art unter strengem Schutz.
Ökologisch spielt Fitzroya cupressoides eine zentrale Rolle in den temperierten Regenwäldern Patagoniens, wo sie in feuchten, kühlen Klimazonen mit hohen Niederschlägen wächst. Sie kann über 3500 Jahre alt werden und zählt damit zu den ältesten lebenden Baumarten der Erde.
Standort & Pflege
In Mitteleuropa bevorzugt Fitzroya cupressoides geschützte, halbschattige bis sonnige Standorte mit gleichmäßig feuchtem, humosem und saurem Boden. Der Boden sollte nährstoffarm, aber gut drainiert sein – Staunässe wird schlecht vertragen, Trockenheit ebenfalls. Ideal sind torfig-humose Substrate mit leicht saurer Reaktion (pH 5–6).
Die Pflanze wächst hierzulande langsam und sollte in den ersten Jahren vor Wintersonne und austrocknenden Winden geschützt werden. Ein leichter Winterschutz mit Reisig oder Laubmulch ist für junge Exemplare empfehlenswert. Schnittmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Klimatische Aspekte
Die Patagonische Zypresse ist an ein kühles, feuchtes Klima angepasst. Sie verträgt Temperaturen bis etwa –15 °C bis –18 °C und gilt somit als mäßig winterhart (WHZ 7–9). Wichtig ist ein Standort, der weder zu heiß noch zu trocken ist. In niederschlagsreichen Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit wächst die Art besser als in kontinentalen, trockenen Gebieten. Im Sommer sollte auf ausreichende Bodenfeuchte geachtet werden.
Praxistipp
Fitzroya cupressoides ist eine botanische Rarität und sollte vorzugsweise an geschützten, luftfeuchten Standorten gepflanzt werden – beispielsweise in der Nähe von Teichen, Bachläufen oder im Halbschatten größerer Bäume. Eine humose Mulchschicht hilft, die Bodenfeuchtigkeit konstant zu halten.
Die Art eignet sich hervorragend für Sammlungen seltener Gehölze, botanische Gärten und Liebhaberpflanzungen, wo ihr ungewöhnlicher Wuchs und das feine Laub gut zur Geltung kommen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
Blütezeit
Früchte
Besonderes
Boden
-
leicht sauer
Standort
-
halbschattig
-
nicht austrocknend
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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