Lieferzeiten
Je nach Versandaufkommen 2-4 Tage (vom 27.07.-einschließlich 10.08. findet KEIN Versand statt, danach Temperaturabhängig)
Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Frangula alnus ‘Ron Williams’ ist eine schmal wachsende, feinlaubige Sorte des Faulbaums aus der Familie der Kreuzdorngewächse. Der früher allgemein verwendete Name Rhamnus frangula gilt heute als Synonym von Frangula alnus.
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich von Europa und Nordwestafrika über Westasien bis nach Zentralsibirien und Xinjiang. Sie wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern, in Gebüschen, Mooren, Feuchtwiesen und an Gewässerrändern. Dabei ist sie nicht ausschließlich an nasse Böden gebunden, sondern kommt ebenso auf mäßig frischen und zeitweise trockeneren Standorten vor.
‘Ron Williams’ entstand 1989 in Green Bay im US-Bundesstaat Wisconsin aus einer zufälligen Kreuzbestäubung. Als Mutterpflanze diente die säulenförmige Sorte ‘Columnaris’, als Pollenspender die feinlaubige ‘Asplenifolia’. Die daraus hervorgegangene Pflanze wurde von Ronald Williams ausgelesen und trägt seinen Namen. Als deutsche Bezeichnung eignet sich Farnblättriger Säulen-Faulbaum.
Wuchs und Blätter
‘Ron Williams’ entwickelt einen aufrechten, dicht verzweigten und ausgesprochen schmalen Wuchs. Junge Pflanzen wirken häufig wie ein schmales, nach oben leicht zulaufendes Bündel aus feinen Zweigen. Mit zunehmendem Alter wird der Strauch voller, behält jedoch seine säulenartige Form.
Gewöhnlich werden etwa 1,5 bis 2,1 Meter Höhe und 60 bis 90 Zentimeter Breite erreicht. Die Royal Horticultural Society nennt eine mögliche Höhe bis 2,5 Meter; auf geeigneten Standorten können ältere Exemplare langfristig auch annähernd drei Meter hoch werden. Eine Breite von zwei bis drei Metern, wie sie im Ausgangstext genannt wurde, ist für sortenechte Pflanzen dagegen nicht zu erwarten.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind ungewöhnlich schmal, linear bis schmal lanzettlich und meist etwa fünf bis zehn Zentimeter lang. Der Blattrand ist unregelmäßig gewellt bis fein gekerbt. Die Blätter sind nicht tief geschlitzt; ihre schmale Form und dichte Anordnung an den feinen Zweigen erzeugen dennoch einen farnartigen, beinahe federartigen Eindruck.
Der Austrieb ist frischgrün. Während des Sommers entwickelt das glatte Laub ein mittleres bis dunkles, leicht glänzendes Grün. Im Herbst verfärbt es sich gewöhnlich kräftig gelb bis goldgelb. Eine deutliche orangefarbene oder rote Herbstfärbung ist bei dieser Sorte nicht typisch.
Blüte
Die kleinen Blüten erscheinen überwiegend im Mai und Juni. In kühleren Regionen kann sich die Blüte bis in den Juli verschieben. Sie stehen in kleinen Gruppen in den Blattachseln der vorjährigen Zweige.
Die einzelnen Blüten erreichen nur ungefähr vier Millimeter Durchmesser und sind cremeweiß bis grünlich weiß gefärbt. Sie bleiben im feinen Laub nahezu unsichtbar und besitzen keinen auffälligen Duft.
Im Vergleich zu anderen Formen des Faulbaums blüht ‘Ron Williams’ eher spärlich. Die Sorte wird deshalb ausschließlich wegen ihrer schmalen Wuchsform und ihrer besonderen Belaubung gepflanzt.
Früchte
Nur aus einem kleinen Teil der Blüten entwickeln sich Früchte. Diese sind zunächst grün, färben sich während der Reife rot und schließlich dunkelviolett bis schwarz. Die rundlichen, beerenartig wirkenden Steinfrüchte erreichen ungefähr sechs bis acht Millimeter Durchmesser.
Das ursprüngliche US-Pflanzenpatent beschreibt einen sehr geringen Fruchtansatz sowie während der Entwicklung abfallende Früchte und nicht keimfähige Samen. Spätere Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Sorte nicht vollkommen steril ist. In einem zweijährigen nordamerikanischen Versuch entstanden im Durchschnitt wesentlich weniger Früchte und Samen als bei der Sorte ‘Columnaris’. Aus sämtlichen geprüften Samen von ‘Ron Williams’ entwickelte sich nur ein einziger Sämling.
Die Sorte bildet damit zwar ausgesprochen wenige keimfähige Samen, eine vollständige Sterilität sollte jedoch nicht zugesichert werden. Ebenso wenig ist mit einem regelmäßig auffälligen Fruchtschmuck zu rechnen.
Früchte und andere Pflanzenteile sind nicht zum Verzehr geeignet. Die Royal Horticultural Society stuft die Pflanze für Menschen und Hunde als gesundheitsschädlich beim Verzehr ein.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Ronald Williams wählte die neue Pflanze aus einer größeren Sämlingsgruppe aus. Ihre Kombination aus dem schmalen Wuchs von ‘Columnaris’ und dem feinen Laub von ‘Asplenifolia’ unterschied sie deutlich von beiden Elternsorten. Die erste vegetative Vermehrung durch Stecklinge erfolgte 1999. Im Jahr 2004 wurde die Sorte in den USA unter der Patentnummer PP14,791 geschützt.
Der Handelsname Fine Line nimmt sowohl auf die ungewöhnlich schmalen Blätter als auch auf die klare, säulenartige Wuchsform Bezug. Dadurch eignet sich die Sorte für Pflanzplätze, an denen ein gewöhnlicher Faulbaum auf Dauer zu breit würde.
Der deutsche Name Faulbaum wird traditionell mit dem unangenehmen Geruch der frisch angeschnittenen Rinde und des Holzes erklärt. Der Gattungsname Frangula leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen frangere beziehungsweise frango für „brechen“ ab und verweist auf die vergleichsweise leicht brechenden Zweige. Das Artepitheton alnus bedeutet Erle und erinnert an das häufig gemeinsame Vorkommen beider Gehölze auf feuchten Standorten.
Das Holz der Wildart wurde früher zu einer besonders gleichmäßig abbrennenden Holzkohle verarbeitet. Diese war für die Herstellung von Schwarzpulver gefragt, weshalb der Faulbaum auch als Pulverholz bezeichnet wurde. Diese historische Nutzung betrifft vor allem die Wildart und nicht die moderne, langsam und schmal wachsende Sorte.
Standort und Pflege
Geeignet sind sonnige bis halbschattige Standorte. An einem hellen Platz entwickelt sich der Strauch gewöhnlich dichter und zeigt im Herbst eine kräftigere Gelbfärbung. Lichter Halbschatten wird gut vertragen. In sehr warmen Regionen kann ein Platz mit Schutz vor intensiver Nachmittagssonne günstiger sein.
‘Ron Williams’ ist hinsichtlich der Bodenart anpassungsfähig. Sandige, lehmige und mäßig tonige Gartenböden kommen infrage, sofern überschüssiges Wasser ausreichend ablaufen kann. Besonders günstig sind frische bis mäßig feuchte, humose und gut durchlässige Böden.
Obwohl die Wildart häufig in Feuchtgebieten wächst, sollte die Sorte nicht pauschal für dauerhaft staunasse Plätze empfohlen werden. Verdichtete, sauerstoffarme Böden und länger anhaltende Vernässung können die Wurzelentwicklung beeinträchtigen. Nach guter Einwurzelung übersteht der Strauch vorübergehend trockenere Phasen, ist jedoch kein ausgesprochenes Trockengehölz.
Junge Pflanzen benötigen während der Anwachszeit regelmäßig Wasser. Eine Mulchauflage hilft, die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig zu halten. Eine starke Düngung ist nicht erforderlich; auf sehr nährstoffreichen Böden können lange, weniger standfeste Triebe entstehen.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist gewöhnlich nicht notwendig. Trockene, beschädigte oder ungünstig stehende Zweige können im ausgehenden Winter entfernt werden. Soll eine junge Pflanze an der Basis dichter werden, lassen sich die noch weichen Triebspitzen vorsichtig einkürzen. Starke jährliche Schnitte in älteres Holz sind zu vermeiden, da sie den natürlichen Säulenwuchs beeinträchtigen können.
Klimatische Aspekte
WHZ: 3–7; einzelne Anbieter führen auch Zone 2
Die Angaben zur Winterhärte unterscheiden sich. Das Missouri Botanical Garden und die Oregon State University führen ‘Ron Williams’ in USDA-Zone 3, während der ursprüngliche Züchter und verschiedene nordamerikanische Baumschulen Zone 2 bis 7 nennen. Die Royal Horticultural Society bewertet die Sorte mit H7 und damit als für sehr kalte kontinentale Winter geeignet.
Im ursprünglichen Pflanzenpatent wurden Temperaturen bis ungefähr −30 °C als erprobt angegeben. Für eine vorsichtige Etikettangabe ist daher WHZ 3–7 sinnvoll. Die Einstufung in Zone 2 kann unter geeigneten Kulturbedingungen zutreffen, sollte für junge Pflanzen oder Topfkulturen jedoch nicht uneingeschränkt zugesichert werden.
Gut eingewurzelte Exemplare vertragen strenge Winter gewöhnlich zuverlässig. Bei Kübelpflanzen ist der Wurzelballen wesentlich stärker frostgefährdet als bei ausgepflanzten Sträuchern und sollte vor länger anhaltendem Durchfrieren geschützt werden.
Anhaltend hohe Nachttemperaturen können nach Angaben des Züchters zu vorzeitigem Blattfall führen. In sehr warmen Klimaregionen sind deshalb leichter Halbschatten, ein gleichmäßig frischer Boden und eine ausreichende Luftbewegung günstig.
Praxistipp
Durch den schmalen Wuchs eignet sich ‘Ron Williams’ besonders als senkrechter Akzent in kleinen Gärten, schmalen Beeten, Vorgärten und Eingangsbereichen. Auch eine Verwendung als schmale, frei wachsende Hecke ist möglich. Dafür kann ein Pflanzabstand von etwa 60 bis 75 Zentimetern gewählt werden.
Als Einzelpflanze sollten ungefähr 80 bis 100 Zentimeter seitlicher Raum eingeplant werden. Das feine Laub kommt vor dunkelgrünen, großblättrigen Gehölzen oder neben ruhig aufgebauten Stauden besonders deutlich zur Geltung. Gräser können die schmale Blattform aufnehmen, während Pflanzen mit breiten Blättern einen klaren Kontrast schaffen.
Für größere Gefäße ist die Sorte ebenfalls geeignet, benötigt dort jedoch einen guten Wasserabzug und im Winter einen geschützten Wurzelballen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
anspruchslos
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

Pflanzenmarkt
Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

Abholung
.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

Per Versand
Ganz bequem zu Hause bestellen und wir liefern per Paketdienst und gut verpackt nach Hause.
Impressionen
Ein paar Einblicke in unser Arbortum und die Gärtnerei aus dem Jahr 2024. Wenn Sie gern selbst einmal schauen möchten schreiben Sie uns eine Mail - wir nehmen uns dann gern für Sie Zeit.
Mit Sorgfalt kultiviert
Selbst erzeugt
Jedes Insekt willkommen
Sie wissen nicht, ob die Pflanze in Ihren Garten passt? Dann schauen Sie doch einmal unter dem Link nach Pflanzen.
Suche auf Basis meines Standortes nach Pflanzen






