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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Fuchsia ‘Margaret’ ist eine historische Gartenfuchsie aus der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae).
Die Sorte wurde um 1940 vom britischen Fuchsienzüchter W. P. Wood aus einer Kreuzung der Fuchsie ‘Heritage’ mit einer weiß blühenden Form von Fuchsia magellanica gezüchtet.
Sie gehört zu den kräftig wachsenden Gartenfuchsien, die sich bei geeigneten Standortbedingungen auch für die Freilandkultur eignen.
Die Gattung Fuchsia wurde nach dem deutschen Arzt und Botaniker Leonhart Fuchs (1501–1566) benannt. Die ursprünglichen Wildarten stammen überwiegend aus Mittel- und Südamerika sowie aus Neuseeland und einigen weiteren Regionen des südlichen Pazifiks.
Wuchs und Blätter
‘Margaret’ entwickelt sich zu einem kräftigen, aufrechten und reich verzweigten Strauch mit einer leicht vasenförmigen Wuchsform.
Unter günstigen Bedingungen erreicht sie etwa 1–1,5 m Höhe und kann im Alter eine ähnliche Breite entwickeln.
Die Triebe wachsen zunächst aufrecht und verzweigen sich mit zunehmender Entwicklung zu einem buschigen Strauch.
Die gegenständig oder teilweise quirlig angeordneten Blätter sind elliptisch bis lanzettlich, zugespitzt und besitzen einen fein gesägten Rand.
Sie zeigen eine grüne bis dunkelgrüne Färbung und bilden einen ruhigen Hintergrund für die auffälligen Blüten.
In Regionen mit winterlichen Frösten verliert die Pflanze ihr Laub. Je nach Temperatur können auch die oberirdischen Triebe teilweise oder vollständig zurückfrieren.
Blüte und Früchte
Die Blütezeit beginnt gewöhnlich im Frühsommer und reicht bei günstiger Witterung bis weit in den Herbst hinein.
Die zahlreichen, herabhängenden Blüten besitzen eine besonders auffällige Farbkombination.
Die Blütenröhre und die vier Kelchblätter sind leuchtend scharlachrot bis karminrot gefärbt. Die Kelchblätter biegen sich während der Blütenentwicklung deutlich nach außen und schließlich zurück.
Die halbgefüllte Blütenkrone ist kräftig violett bis purpurviolett und zeigt rötliche Adern sowie hellere Farbtöne an der Basis.
Aus der Blüte ragen lange, rötlich purpurfarbene Staubfäden und der Griffel hervor.
Durch die kräftigen Farbkontraste wirken die Blüten besonders ausdrucksvoll.
Nach erfolgreicher Bestäubung können sich kleine, fleischige Beerenfrüchte entwickeln.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Fuchsia ‘Margaret’ gehört zu den historischen Fuchsiensorten, deren Herkunft vergleichsweise gut dokumentiert ist.
Sie wurde um 1940 vom britischen Züchter W. P. Wood geschaffen.
Als Elternsorten werden ‘Heritage’ und eine weiß blühende Form von Fuchsia magellanica genannt.
Diese Abstammung erklärt die Zugehörigkeit zu den kräftig wachsenden Gartenfuchsien mit einer gewissen Frosttoleranz.
In der britischen Gehölzliteratur wurde ‘Margaret’ bereits als besonders wüchsige, reich verzweigte Sorte mit auffallend gefärbten Blüten beschrieben.
Auch in den Prüfungen der Royal Horticultural Society wurde die Sorte berücksichtigt.
Dort erreichten die Pflanzen etwa 150 cm Höhe und 160 cm Breite. Besonders hervorgehoben wurden die kräftige Wuchsform und die klare, kontrastreiche Blütenfärbung.
Allerdings zeigte die Sorte während der Prüfung keine gleichmäßig zuverlässige Blüte in jedem Jahr.
Diese Beobachtung ist interessant, da die Blütenfülle von Fuchsien neben der genetischen Veranlagung auch stark von Temperatur, Wasserversorgung und Überwinterung beeinflusst wird.
Die Sorte eignet sich sowohl für die Kultur im Gartenboden als auch für größere Pflanzgefäße.
Standort und Pflege
Fuchsia ‘Margaret’ bevorzugt sonnige bis halbschattige, möglichst geschützte Standorte.
Besonders günstig sind humose, nährstoffreiche und gleichmäßig frische Böden mit guter Durchlässigkeit.
An sonnigen Standorten ist eine ausreichende Wasserversorgung wichtig. In sehr heißen, trockenen Lagen ist leichter Halbschatten vorteilhaft.
Während der Vegetationsperiode benötigt die Pflanze regelmäßig Wasser. Längere Trockenperioden können zu Wachstumsstörungen und einem Rückgang der Blütenbildung führen.
Eine mäßige, regelmäßige Nährstoffversorgung unterstützt das Wachstum und die Entwicklung neuer Blüten.
Für die Freilandkultur empfiehlt sich eine etwas tiefere Pflanzung, bei der die Stängelbasis etwa 5 cm unter der Bodenoberfläche liegt.
Im Winter kann eine ausreichend dicke Mulchschicht aus Laub oder anderem lockerem organischem Material den Wurzelbereich schützen.
Stärkere Rückschnitte sollten vorzugsweise im Frühjahr erfolgen, wenn erkennbar ist, welche Triebe den Winter überstanden haben.
Klimatische Aspekte
Die Royal Horticultural Society stuft Fuchsia ‘Margaret’ in die Winterhärtekategorie H4 ein. Dies entspricht ungefähr einem Temperaturbereich von −10 bis −5 °C.
Die Sorte besitzt damit also eine gewisse Frosttoleranz, ist jedoch nicht mit den winterhärtesten Gartenfuchsien gleichzusetzen. Auf unserem Gelände ist sie bereits seit Jahren ausgepflanzt, mittlerweile auch ohne Winterschutz.
In kälteren Regionen ist es möglich, dass die oberirdischen Triebe vollständig zurückfrieren und die Pflanze im Frühjahr aus dem geschützten Wurzelbereich erneut austreibt.
Für die Entwicklung während der Vegetationsperiode sind eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und ein vor austrocknenden Winden geschützter Standort günstig.
Praxistipp
Fuchsia ‘Margaret’ eignet sich besonders für geschützte Staudenbeete, halbschattige Gehölzränder und größere Pflanzgefäße.
Ihre kräftige, aufrechte Wuchsform und die auffälligen rotvioletten Blüten kommen besonders vor einem ruhigen, grünen Hintergrund zur Geltung.
Im Gartenboden sollte der Wurzelbereich vor dem Winter mit einer lockeren Mulchschicht geschützt werden.
In Regionen mit stärkeren Frösten ist eine Überwinterung im frostfreien, kühlen Quartier die sicherere Möglichkeit, die Sorte dauerhaft zu erhalten.
Ein Rückschnitt im Frühjahr fördert die Bildung neuer Triebe und ermöglicht es, wintergeschädigte Pflanzenteile gezielt zu entfernen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
karminrot
Blütezeit
-
Juli
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
humos
-
frisch
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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