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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Grevillea ‘Canberra Gem’ ist eine immergrüne Gartenhybride aus der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae). Sie entstand aus einer Kreuzung von Grevillea juniperina und Grevillea rosmarinifolia, zwei australischen Arten mit schmalem, nadelartigem Laub.
Die Gattung Grevillea wurde nach Charles Francis Greville benannt. Er war ein britischer Politiker, Sammler und Förderer der Botanik sowie 1804 einer der Mitbegründer der Horticultural Society of London, aus der später die Royal Horticultural Society hervorging.
Wuchs und Blätter
‘Canberra Gem’ entwickelt sich zu einem aufrechten, dicht verzweigten Strauch mit zahlreichen schlanken, schräg aufwärts wachsenden Ästen. Junge Pflanzen wirken zunächst kompakt, werden mit zunehmendem Alter jedoch deutlich breiter und kräftiger.
Ausgepflanzt erreicht der Strauch unter günstigen Bedingungen etwa 2 bis 3 m Höhe und eine ähnliche Breite. Die Royal Horticultural Society nennt für alte Exemplare sogar bis zu 4 m. Durch regelmäßigen Rückschnitt oder eine Kultur im Kübel lässt sich die Pflanze wesentlich kleiner halten.
Die immergrünen Blätter sind starr, schmal linealisch bis beinahe nadelförmig und etwa 1,5 bis 3 cm lang. Ihre dunkelgrüne Farbe und die dichte Anordnung verleihen dem Strauch auch außerhalb der Blütezeit ein markantes, fast an einen kleinen Nadelstrauch erinnerndes Aussehen.
Blüte und Früchte
Die Blütezeit kann bereits im späten Winter oder zeitigen Frühjahr beginnen und sich mit Unterbrechungen bis in den Sommer erstrecken. In kühleren europäischen Regionen liegt der Schwerpunkt gewöhnlich im Frühjahr und Frühsommer.
Die einzelnen Blüten stehen in kurzen, dichten Büscheln. Ihre Farbe reicht von kräftigem Rosa bis zu leuchtendem Rosarot. Besonders auffällig sind die langen, gebogenen Griffel, die den Blüten das für viele Grevilleen typische spinnenartige Aussehen verleihen. Gewöhnliche Kronblätter besitzt die Pflanze nicht – hier erledigen andere Blütenteile die ganze Schau.
Gelegentlich entwickeln sich kleine, trockene Balgfrüchte, die sich bei der Reife öffnen und wenige Samen freigeben. Im Vergleich zu den Blüten bleiben sie unauffällig.
Besonderheit und Kulturgeschichte
‘Canberra Gem’ wurde Anfang der 1960er-Jahre von P. Moore gezüchtet, der damals als leitender Gärtner der staatlichen Yarralumla-Gärtnerei in Canberra tätig war. Bereits 1963 wurde die Sorte zur Registrierung eingereicht; die offizielle Anerkennung durch die Australian Cultivar Registration Authority erfolgte 1976.
Der Name ‘Canberra Gem’ – auf Deutsch etwa „Juwel von Canberra“ – erinnert damit unmittelbar an ihren Entstehungsort. In Australien wird die Sorte als Solitär, frei wachsender Blütenstrauch, Sichtschutz und für lockere Hecken verwendet.
Auch die Royal Horticultural Society zeichnete ‘Canberra Gem’ mit dem Award of Garden Merit aus.
Standort und Pflege
Ideal ist ein vollsonniger, warmer und vor kalten Winden geschützter Standort. Der Boden sollte leicht, kalkarm und ausgesprochen gut durchlässig sein. Geeignet sind sandige bis lehmig-sandige, eher magere Böden mit saurer bis neutraler Reaktion.
Schwere, verdichtete oder im Winter nasse Böden sind ungeeignet. Auf solchen Standorten ist eine erhöhte Pflanzung mit einem hohen mineralischen Anteil im Substrat günstiger. Kalkhaltige Böden können zu gelben Blättern und schwachem Wachstum führen.
Grevilleen besitzen besonders fein verzweigte Wurzeln, mit denen sie Nährstoffe sehr effektiv aufnehmen. Herkömmliche phosphorreiche Garten- und Blühdünger können daher Schäden verursachen. Wenn überhaupt gedüngt wird, sollte ausschließlich ein schwach dosierter, phosphorarmer Dünger für australische Pflanzen beziehungsweise Proteaceen verwendet werden.
Während der Anwachszeit benötigt die Pflanze regelmäßig Wasser. Gut eingewurzelte Exemplare vertragen vorübergehende Trockenheit, sollten im Kübel jedoch nicht vollständig austrocknen.
Ein leichter Rückschnitt nach der Hauptblüte fördert einen dichten Aufbau. Bei empfindlichen Personen kann der Kontakt mit dem Laub Hautreizungen auslösen; beim Schneiden sind daher Handschuhe sinnvoll.
Klimatische Aspekte
WHZ: 8b–10
‘Canberra Gem’ gehört zu den frostverträglicheren Grevilleen. Die Royal Horticultural Society bewertet sie mit H4, entsprechend ungefähr −10 bis −5 °C. Diese Werte gelten jedoch nur für gut eingewurzelte Pflanzen an einem geschützten Standort mit sehr durchlässigem Boden.
Kritischer als ein kurzer leichter Frost ist häufig die Verbindung aus Kälte, Wind und nassem Boden. Für eine dauerhafte Freilandkultur kommen daher nur wintermilde Regionen und besonders geschützte Gartenplätze infrage.
Im Kübel ist der Wurzelballen wesentlich frostempfindlicher. Die Pflanze sollte dann hell, kühl und möglichst frostfrei überwintert werden. Ein warmes Wohnzimmer ist dafür weniger geeignet als ein ungeheizter Wintergarten oder ein helles Kalthaus.
Praxistipp
‘Canberra Gem’ eignet sich gut für einen großen Kübel auf einer sonnigen Terrasse. Wegen ihres langfristig kräftigen Wuchses sollte sie jedoch nicht dauerhaft als kleiner Topfstrauch eingeplant werden. Regelmäßiges leichtes Einkürzen hält die Pflanze dicht und verhindert, dass sie im Laufe der Jahre etwas aus der Form gerät.
In sehr milden Gärten kann sie vor einer warmen Süd- oder Westwand ausgepflanzt werden. Eine erhöhte, mineralische Pflanzstelle ist dabei meist wichtiger als eine dicke Winterverpackung.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rot
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
Boden
-
durchlässig
Standort
-
sonnig
-
windgeschützt
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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