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Halimium libanotis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Zistrose, Steinrose

Cistus calycinus (Syn: Halimium libanotis/Halimium calycinum)

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Zwergstrauch

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Cistus calycinus, häufig noch als Halimium calycinum bezeichnet, ist ein immergrüner Zwergstrauch aus der Familie der Zistrosengewächse. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Portugal, Spanien und Marokko. Vorkommen in Südfrankreich werden von den aktuellen botanischen Verbreitungsdaten nicht bestätigt.

Die Art wächst besonders auf küstennahen Dünen, in offenen Sandfluren und auf sandigen Böden des Binnenlandes. Auf der Iberischen Halbinsel steigt sie vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von etwa 650 m. Häufig gehört sie zu niedrigen, lichten Strauchgesellschaften auf nährstoffarmen Standorten.

Ein einheitlicher deutscher Name ist nicht etabliert. „Leinblättrige Sonnen-Zistrose“ wird gelegentlich im Handel verwendet; treffender ist die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung Kelch-Steinrose.

Wuchs und Blätter

Die Pflanze wächst niedrig, dicht verzweigt und breitbuschig bis leicht niederliegend. Je nach Herkunft, Standort und Alter erreicht sie etwa 20–50 cm Höhe und 40–60 cm Breite. Damit bleibt sie meist flacher und ausgebreiteter, als es die Beschreibung eines halbkugeligen Strauches vermuten lässt.

Die immergrünen Blätter sind sehr schmal, linealisch und besitzen deutlich eingerollte Ränder. Sie erscheinen grün bis dunkelgrün; die Blattunterseite kann heller wirken. Ein ausgeprägt silbriger oder metallischer Gesamteindruck ist für diese Art jedoch nicht charakteristisch.

Das kleine, feste Laub reduziert die Verdunstungsfläche und ist eine wirksame Anpassung an sonnige, trockene Sandstandorte.

Blüte

Die gelben Blüten erscheinen in mitteleuropäischen Gärten gewöhnlich von Mai oder Juni bis Juli. Unter günstigen Bedingungen können später noch einzelne Blüten folgen. Sie stehen einzeln oder in kleinen Gruppen über dem Laub.

Die schalenförmigen Blüten werden etwa 2,5–3 cm groß. Ihre fünf Blütenblätter sind hell- bis sonnengelb und besitzen keine dunklen Basalflecken. Wie bei vielen Zistrosengewächsen hält die einzelne Blüte nur kurze Zeit. Da sich über mehrere Wochen ständig neue Knospen öffnen, entsteht dennoch eine lange und häufig sehr reiche Blüte.

Ein auffälliger Blütenduft ist für die Art nicht zuverlässig belegt und sollte daher nicht als Sortenmerkmal beworben werden.

Früchte

Nach der Blüte entstehen kleine, etwa 4–7 mm große Kapselfrüchte. Sie sind mit sternförmigen Haaren besetzt und bleiben teilweise vom beständigen Kelch umschlossen. Die darin enthaltenen Samen können zur Vermehrung genutzt werden; einen besonderen Zierwert besitzen die Früchte nicht.

Besonderheiten und botanische Geschichte

Carl von Linné beschrieb die Art 1771 zunächst als Cistus calycinus. Karl Heinrich Koch stellte sie 1853 als Halimium calycinum in die Gattung Halimium. Diese Einordnung wird unter anderem weiterhin in der Flora Iberica und von vielen Zistrosenspezialisten verwendet.

Neuere weltweite Datenbanken fassen Halimium dagegen wieder mit Cistus zusammen und verwenden deshalb Cistus calycinus. Der im Handel verbreitete Name Halimium libanotis beruht auf einer alten Verwechslung und wird von der RHS ausdrücklich als falsch angewendet gekennzeichnet.

Die Art ist besonders gut an nährstoffarme Sandböden, sommerliche Trockenheit und starke Sonneneinstrahlung angepasst. Unter zu nährstoffreichen oder regelmäßig bewässerten Bedingungen wächst sie zwar zunächst kräftiger, wird jedoch lockerer und häufig kurzlebiger.

Standort und Pflege

Ideal ist ein vollsonniger, warmer und geschützter Standort. Der Boden sollte sandig, kiesig oder steinig und ausgesprochen gut durchlässig sein. Der genaue pH-Wert ist weniger entscheidend: Saure, neutrale und mäßig kalkhaltige Böden werden vertragen, sofern überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann.

Nach der Pflanzung benötigt der Strauch zunächst eine gleichmäßige, aber zurückhaltende Wasserversorgung. Gut eingewachsene Exemplare sind ausgesprochen trockenheitsverträglich. Eine Pflanzung zwischen Stauden mit hohem Wasserbedarf ist ungünstig, weil die dort übliche Sommerbewässerung zu Wurzelschäden und Triebsterben führen kann.

Gedüngt wird höchstens sehr sparsam. Organische Mulchschichten sind ungeeignet; eine Abdeckung mit Kies oder Splitt hält den Wurzelhals trockener.

Nach der Blüte können die jungen Triebspitzen leicht eingekürzt werden. Ein kräftiger Rückschnitt in altes, unbelaubtes Holz ist zu vermeiden, da die Pflanze daraus nur unzuverlässig wieder austreibt.

Klimatische Aspekte

WHZ: etwa 8–9

Die Angaben zur Winterhärte schwanken deutlich. Im Gartenhandel wird die Art häufig der Zone 8 zugeordnet, während die RHS sie vorsichtiger als H3 einstuft und damit vor allem für wintermilde, geschützte Lagen empfiehlt.

Entscheidend ist das Zusammenspiel von Frost, Wind und Bodenfeuchtigkeit. Kurze Fröste können an einem warmen, wintertrockenen Standort vertragen werden. Längere Frostperioden, kalte Ostwinde und nasse Böden führen dagegen rasch zu Schäden. Ein zuverlässiger Neuaustrieb nach starkem Zurückfrieren kann nicht versprochen werden.

In wintermilden Regionen ist eine Auspflanzung in einem erhöhten Kiesbeet, an einer sonnigen Mauer oder unter einem Dachüberstand möglich. In raueren oder niederschlagsreichen Gegenden bleibt die Kübelkultur mit heller, kühler und frostgeschützter Überwinterung die sicherere Lösung.

Praxistipp

Die Art eignet sich für Kiesgärten, Trockenmauern, sonnige Böschungen, Küstengärten und kleine mediterrane Pflanzungen. Besonders gut passt sie zu niedrigen Zistrosen, Sonnenröschen, Lavendel, Heiligenkraut und trockenheitsverträglichen Gräsern.

Im Kübel empfiehlt sich eine überwiegend mineralische Mischung aus Bims, Lava, Splitt oder grobem Sand mit einem kleinen Anteil humoser Pflanzerde. Ein freier Wasserabzug ist wichtiger als ein besonders großes Gefäß.

Nach der Blüte genügt ein vorsichtiges Entspitzen. Wer dem kleinen Strauch mit Dünger, Wasser und Schere allzu viel Aufmerksamkeit schenkt, erreicht bei ihm meist das Gegenteil des Gewünschten – ein wenig wohlwollende Vernachlässigung steht ihm ausgezeichnet.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    gelb

Blütezeit

Blütezeit
    April

Früchte

Besonderes

Boden

Boden 1
    trocken
Boden 2
    toleriert Trockenheit

Standort

Standort 1
    sonnig
Standort 2
    windgeschützt
Standort
    warm
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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