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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Hedera hibernica ‘Spetchley’, der Zwerg-Efeu ‘Spetchley’, ist eine ausgesprochen kleinblättrige Gartenform des Atlantischen oder Irischen Efeus. In älterer Literatur und im Handel wird sie häufig noch als Hedera helix ‘Spetchley’, ‘Gnome’ oder verkürzt ‘Gnom’ geführt.
Die Sorte wurde in den Gärten von Spetchley Park bei Worcester in England entdeckt und in den 1970er-Jahren zunächst unter dem Namen ‘Gnome’ verbreitet. Heute gilt ‘Spetchley’ als der bevorzugte Sortenname.
Der deutsche Name „Efeu“ lässt sich auf alte hochdeutsche Wortformen zurückführen und wurde bereits früh für die immergrüne, kletternde Pflanze verwendet.
Wuchs und Blätter
‘Spetchley’ wächst sehr langsam, niedrig und dicht verzweigt. Die kurzen, vergleichsweise steifen Triebe breiten sich flach über den Boden aus. Mit der Zeit kann die Pflanze etwa 10–30 cm Höhe und bis ungefähr 50 cm Breite erreichen. An geeigneten niedrigen Unterlagen kann sie auch vorsichtig emporklettern.
Die nur etwa 2 cm langen Blätter sind meist tief in drei schmale Lappen geteilt und erinnern in ihrer Form an einen kleinen Vogelfuß. Einzelne Blätter können schwächer gelappt oder beinahe ungelappt sein. Das Laub ist dunkelgrün und nimmt bei niedrigen Temperaturen häufig bronzene, purpurfarbene bis violette Töne an.
Blüte und Früchte
Die Sorte bleibt normalerweise in ihrer juvenilen, kriechenden Wuchsform und bildet unter üblichen Gartenbedingungen keine Blüten. Entsprechend entstehen auch keine Früchte.
Für die Gartenwirkung sind ausschließlich der gedrungene Wuchs und das feine, ganzjährig erhaltene Laub von Bedeutung.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Sorte wurde zunächst unter dem Namen ‘Gnome’ verbreitet. Später setzte sich der Name ‘Spetchley’ durch, der an ihren Fundort erinnert. Die Royal Horticultural Society verlieh ihr 1993 den Award of Garden Merit.
Auch die Artzuordnung wechselte mehrfach. Manche Quellen führen die Sorte weiterhin unter Hedera helix, während die RHS sie heute Hedera hibernica zuordnet. Diese Einordnung erklärt zugleich, warum ältere Pflanzennamen und Etiketten voneinander abweichen können.
Der gelegentlich verwendete Name ‘Minima’ sollte nicht übernommen werden. Er wurde im Laufe der Gartengeschichte für mehrere unterschiedliche Efeuformen benutzt und bezeichnet unter anderem Pflanzen, die heute ‘Congesta’ oder ‘Donerailensis’ zugeordnet werden. Beim Efeu ist selbst ein Zwergname offenbar groß genug für mehrere Pflanzen.
Standort und Pflege
Geeignet sind halbschattige bis schattige Standorte. Auch sonnige Plätze werden vertragen, sofern der Boden während längerer Trockenperioden nicht vollständig austrocknet. Im lichten Schatten bleibt das Laub meist besonders gleichmäßig gefärbt.
Der Boden darf humos, lehmig oder sandig sein, sollte aber gut durchlässig bleiben. Die Sorte verträgt saure, neutrale und kalkhaltige Substrate. Dauerhafte Staunässe ist ungünstig.
Ein Rückschnitt ist wegen des langsamen Wachstums selten erforderlich. Zu lange oder aus der gewünschten Form wachsende Triebe können jederzeit moderat eingekürzt werden. Bei Arbeiten mit Efeu empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen, da der Pflanzensaft empfindliche Haut reizen kann.
Klimatische Aspekte
WHZ: etwa 6–8
Die Angaben zur Winterhärte schwanken je nach Artzuordnung und Quelle. Die RHS bewertet ‘Spetchley’ mit H5, entsprechend ungefähr −10 bis −15 °C. Andere Kulturerfahrungen sprechen für eine etwas höhere Frosttoleranz eingewurzelter Pflanzen.
Kritischer als kurzer Frost sind austrocknender Winterwind, intensive Wintersonne und gefrorener Boden. In Schalen und kleinen Gefäßen benötigt der Wurzelballen zusätzlichen Schutz, da er deutlich schneller durchfriert als im Gartenboden.
Praxistipp
‘Spetchley’ eignet sich für kleine Pflanzflächen, Steingärten, Grabbepflanzungen, Schalen und die Unterpflanzung von Gehölzen. Auch bei Bonsai-Gestaltungen kann der feine Efeu als maßstäblich passender Begleiter verwendet werden.
Für größere Flächen ist Geduld erforderlich. Diese Sorte wuchert nicht.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelbgrün
Blütezeit
Früchte
Besonderes
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
Schatten
-
Halbschatten
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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