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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Hydrangea petiolaris ‘Mirranda’ ist eine gelb panaschierte Auslese der Kletterhortensie. Die Wildart stammt aus Japan, Korea, von den Kurilen und von Sachalin. Dort wächst sie als verholzende Kletterpflanze an Baumstämmen und Felsen empor.
Nach heutiger Kew-Systematik ist Hydrangea petiolaris ein eigenständiger Artname. Die weiterhin häufig verwendete Bezeichnung Hydrangea anomala subsp. petiolaris gilt als Synonym. Beide Namen können daher im Handel auftauchen.
Der Gattungsname Hydrangea wird gewöhnlich aus den griechischen Wörtern für „Wasser“ und „Gefäß“ erklärt und auf die urnenförmigen Fruchtkapseln bezogen.
Wuchs und Blätter
‘Mirranda’ ist eine sommergrüne, selbstklimmende Kletterpflanze. Ihre jungen Triebe wachsen zunächst eher gemächlich. Nach einigen Standjahren entwickelt die Pflanze jedoch kräftige verholzte Triebe und kann etwa 6–10 m Höhe erreichen. Sehr alte, ungeschnittene Exemplare können an entsprechend hohen Unterlagen noch weiter klettern.
Die Pflanze hält sich mit kleinen Haftwurzeln an Baumrinde, Naturstein und rauem Mauerwerk fest. Wo sie keinen Halt findet, wächst sie flach über den Boden und kann sich zu einem breiten, etwa 1–1,5 m hohen Bodendecker entwickeln.
Die breit eiförmigen bis herzförmigen Blätter besitzen einen unregelmäßigen goldgelben Rand um eine dunkelgrüne Mitte. Im Laufe des Sommers hellt die Zeichnung häufig zu Cremegelb auf. Im Herbst färbt sich das Laub gelb und fällt anschließend ab. An älteren Trieben löst sich die rötlich braune Rinde in dünnen Streifen und sorgt auch im Winter für Struktur.
Blüte
Im Juni und Juli erscheinen flache, bis etwa 20 cm breite Blütenstände. In ihrer Mitte stehen zahlreiche kleine cremeweiße Blüten, die von einem lockeren Kranz größerer, weißer Randblüten umgeben werden. An warmen Tagen ist ein leichter süßlicher Duft wahrnehmbar.
Bis zur ersten reichen Blüte kann etwas Geduld erforderlich sein. Junge Kletterhortensien beschäftigen sich zunächst ausgiebig mit dem Einwurzeln – sichtbarer Ehrgeiz kommt bei ihnen gern ein paar Jahre später.
Früchte
Nach der Blüte entstehen kleine, urnenförmige Kapselfrüchte mit feinen Samen. Die vertrockneten Blütenstände können bis in den Winter an der Pflanze bleiben, besitzen gegenüber dem panaschierten Laub jedoch nur einen geringen Zierwert.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
‘Mirranda’ wurde Anfang der 1990er-Jahre vom amerikanischen Baumschuler Guy Meacham in Oregon entdeckt. An einer gewöhnlichen grünen Kletterhortensie war ein einzelner Trieb mit gelb gerandeten Blättern entstanden. Meacham vermehrte diesen sogenannten Sports und führte die Sorte Ende der 1990er-Jahre in den Handel ein.
Benannt wurde sie nach seiner Tochter Mirranda. Nach Meachams eigener Erzählung entstand das ungewöhnliche doppelte „r“, weil er bereits ihren Namen auf der Geburtsurkunde versehentlich so geschrieben hatte. Der Pflanze blieb damit nichts anderes übrig, als die kleine Familiengeschichte weiterzutragen.
Im Handel wurde der Name später häufig zu ‘Miranda’ verkürzt. Die ebenfalls gelb panaschierte Sorte ‘Firefly’ wird gelegentlich als Synonym genannt, entstand jedoch unabhängig und ist nicht dieselbe Auslese.
Standort und Pflege
Ideal ist ein halbschattiger bis licht schattiger Standort. Auch eine Nord- oder Ostwand eignet sich gut. Sonne wird vertragen, sofern der Boden gleichmäßig feucht bleibt. Heiße Mittagssonne in Verbindung mit Trockenheit kann besonders an den hellen Blatträndern zu Verbrennungen führen.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich, frisch und gut durchlässig sein. Schwach saure bis neutrale Böden sind günstig. Kalkhaltige Gartenböden lassen sich durch die Zugabe von Laubhumus oder gut verrottetem Kompost verbessern.
In den ersten Standjahren benötigt die Pflanze eine gleichmäßige Wasserversorgung. Junge Triebe sollten zunächst angebunden und in die gewünschte Richtung geführt werden. Sobald sich die Haftwurzeln mit dem Untergrund verbunden haben, klettert die Pflanze selbstständig weiter.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Zu lange oder störende Seitentriebe werden unmittelbar nach der Blüte eingekürzt. Rein grüne Triebe sollten möglichst früh vollständig entfernt werden, da sie kräftiger wachsen und den panaschierten Teil überwuchern können.
Die Haftwurzeln beschädigen intaktes Mauerwerk gewöhnlich nicht. Für rissigen Putz, lockere Fugen, Holzverkleidungen und Regenrinnen ist die kräftige Kletterpflanze allerdings keine besonders rücksichtsvolle Mitbewohnerin.
Klimatische Aspekte
WHZ: 4–8
‘Mirranda’ ist gut winterhart. Junge Pflanzen profitieren in den ersten Wintern von einer Mulchschicht über dem Wurzelbereich. Spätfröste können den bereits entwickelten Blattaustrieb schädigen, gefährden die Pflanze aber normalerweise nicht dauerhaft.
Problematischer als Winterkälte sind heiße, trockene Standorte. Eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und Schutz vor intensiver Nachmittagssonne erhalten die helle Blattzeichnung und verhindern braune Blattränder.
Praxistipp
Für eine Fassadenbegrünung sollte ‘Mirranda’ etwa 30–50 cm von der Wand entfernt gepflanzt werden. Die ersten Triebe werden schräg zur Wand geführt und locker befestigt. Später übernimmt die Pflanze das Festhalten selbst.
Besonders wirkungsvoll ist das gelb gerandete Laub vor dunklem Mauerwerk, alten Baumstämmen oder schattigen Holzwänden. Der Standort sollte dennoch sorgfältig gewählt werden: Diese Kletterhortensie braucht einige Jahre, um in Gang zu kommen
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Insektenfreundlich
Boden
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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