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Idesia polycarpa - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Orangenkirsche

Idesia polycarpa

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
Produktdetails: bitte klicken

Wesentliches Merkmal
    Baum bis 15m
Vermehrungshinweis
    Vermehrung geplant

4.8 (50 reviews)

€ 12,00

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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.

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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.



Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Herkunft und Einordnung

Idesia polycarpa, die Orangenkirsche, stammt aus China, Taiwan, Japan, Korea und dem äußersten Osten Russlands. Dort wächst sie in sommergrünen Wäldern und Mischwäldern bis in Höhenlagen von etwa 3.000 Metern.

Trotz ihres deutschen Namens ist sie nicht mit den Kirschen verwandt. Sie gehört zur Familie der Weidengewächse und steht damit Weiden und Pappeln botanisch näher.

Der Gattungsname erinnert an Eberhard Isbrand Ides, einen niederländischen Kaufmann und Diplomaten, der von 1692 bis 1694 im Auftrag des russischen Zaren nach China reiste. Das Artepitheton polycarpa bedeutet „viel- oder reichfrüchtig“ und beschreibt die üppigen Fruchtstände weiblicher Bäume.

Wuchs und Blätter

Die Orangenkirsche entwickelt sich zu einem schnell wachsenden, locker aufgebauten Baum mit waagerecht ausgebreiteten Ästen. Nach zehn Jahren erreicht sie häufig etwa 4–6 m Höhe. Langfristig sind in mitteleuropäischen Gärten 8–15 m möglich; alte Exemplare können an ausgesprochen günstigen Standorten noch größer werden.

Die herzförmigen Blätter werden gewöhnlich 8–20 cm lang. Ihre Oberseite ist frisch- bis dunkelgrün, während die Unterseite heller und häufig bläulich bereift erscheint. Besonders auffällig sind die langen, meist rötlich gefärbten Blattstiele.

Im Herbst kann sich das Laub gelb färben. Eine kräftige Herbstfärbung tritt jedoch nicht jedes Jahr auf; häufig fallen die Blätter erst spät und eher blassgelb bis grünlich ab.

Blüte

Im Mai und Juni erscheinen die kleinen, gelblich grünen Blüten in langen, locker herabhängenden Rispen. Die Einzelblüten besitzen keine Kronblätter, wirken in ihrer Gesamtheit jedoch elegant und verströmen einen deutlich wahrnehmbaren Duft.

Idesia polycarpa ist zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten wachsen normalerweise auf getrennten Bäumen. Die männlichen Blüten sind etwas größer und meist stärker duftend, während aus den weiblichen Blüten später die auffälligen Fruchtstände entstehen.

Früchte

Die kugeligen, etwa erbsengroßen Früchte reifen im Herbst von Grün über Gelbbraun zu Orange- oder Purpurrot. Sie hängen in langen Trauben unter den Zweigen und können nach dem Laubfall bis weit in den Winter sichtbar bleiben.

Für einen reichen Fruchtansatz werden eine männliche und eine weibliche Pflanze benötigt. Einzelne weibliche Bäume können gelegentlich auch ohne männlichen Partner wenige Früchte ansetzen, darauf ist jedoch kein zuverlässiger Verlass. Das Geschlecht lässt sich bei jungen Sämlingen noch nicht erkennen.

Die Früchte werden in älterer Literatur als roh oder gekocht essbar beschrieben, sind aber klein, samenreich und keine gebräuchliche Gartenfrucht. Neuere Forschungen beschäftigen sich vor allem mit dem ölreichen Samen als möglicher Quelle für Speiseöl. Für den Garten steht eindeutig der Fruchtschmuck im Vordergrund.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die Orangenkirsche wurde 1860 oder 1861 vom russischen Botaniker Karl Maximowicz in Japan gesammelt und 1866 wissenschaftlich beschrieben. Bereits wenige Jahre später gelangte Saatgut in europäische Pflanzensammlungen. Trotz dieser frühen Einführung ist der Baum bis heute eine ausgesprochene Rarität geblieben.

In Japan trägt die Art den Namen „Iigiri“, während sie im englischen Sprachraum gelegentlich als „Chinese Wonder Tree“ bezeichnet wird. Besonders nach dem Laubfall erklärt sich dieser etwas überschwängliche Name: Ein weiblicher Baum kann dann mit langen roten Fruchtgirlanden behangen sein, als hätte jemand beim Dekorieren beschlossen, Zurückhaltung sei völlig überbewertet.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger, möglichst windgeschützter Standort. Viel Licht und ein warmer Sommer fördern das Ausreifen der Triebe und Früchte.

Der Boden sollte tiefgründig, humos und frisch, zugleich aber gut durchlässig sein. Schwach saure bis neutrale Lehmböden sind besonders günstig. Kalk wird vertragen, wenn ausreichend tiefgründiger, nährstoffreicher Oberboden vorhanden ist. Dauerhafte Staunässe und stark verdichtete Standorte sind ungeeignet.

Junge Pflanzen benötigen während längerer Trockenperioden ausreichend Wasser. Eine Mulchschicht aus Laubkompost hält den Boden gleichmäßig feucht. Eine jährliche starke Düngung ist nicht erforderlich; sie würde vor allem weiche, frostempfindlichere Triebe fördern.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig. Bei jungen Bäumen sollte frühzeitig ein stabiler Kronenaufbau gefördert werden. Später beschränkt sich der Schnitt auf beschädigte, sich kreuzende oder ungünstig stehende Äste.

Klimatische Aspekte

WHZ: 6–8

Gut eingewurzelte Bäume sind ausreichend winterhart und können kurzzeitig Temperaturen um −20 °C überstehen. Junge Pflanzen und noch nicht vollständig ausgereifte Triebe reagieren empfindlicher. Besonders gefährdet ist der frühe Austrieb durch Spätfröste.

Ein warmer Sommer und Herbst verbessern die Ausreifung des Holzes und die Winterfestigkeit. In rauen Lagen empfiehlt sich daher ein geschützter Standort ohne kalte Ostwinde oder Spätfrostsenke. In WHZ 5 ist die Kultur eher ein Versuch für besonders günstige Mikroklimata.

Praxistipp

Die Orangenkirsche benötigt langfristig reichlich Platz und kommt als freistehender Solitär am besten zur Geltung. Ihre waagerechten Äste, die großen Blätter und die hängenden Fruchtstände sollten nicht zwischen anderen Gehölzen verschwinden.

Wer sicher Früchte erhalten möchte, pflanzt mehrere Sämlinge oder beschafft nachweislich eine männliche und eine weibliche Pflanze. Ein männlicher Baum genügt für mehrere weibliche Exemplare. Bei einer einzelnen jungen Pflanze lässt sich eine spätere Fruchtbildung dagegen nicht versprechen – die Orangenkirsche beantwortet die Geschlechterfrage leider erst, wenn sie zum ersten Mal blüht.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    gelb

Blütezeit

Blütezeit
    Mai

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Vogelnahrung

Boden

Boden 1
    trocken

Standort

Standort 1
    sonnig
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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Pflanzenmarkt

Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

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Abholung

.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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