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Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Illicium floridanum ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae; früher häufig Illiciaceae). Die Art stammt aus dem Südosten der USA und kommt dort vor allem in Florida sowie angrenzenden Regionen vor. Typische natürliche Standorte sind feuchte, humusreiche Waldgebiete, Bachränder und sumpfige Waldgesellschaften.
Der deutsche Name „Florida-Sternanis“ beschreibt die Herkunft und die sternförmigen Fruchtstände. Der botanische Gattungsname Illicium leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet sinngemäß „verlockend“ oder „reizvoll“, was sich auf den aromatischen Duft vieler Arten bezieht. Der Artname floridanum verweist direkt auf Florida.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Illicium floridanum wächst als kleiner, immergrüner Strauch und kann bei guter Entwicklung etwa 2–3 m Höhe erreichen. Die Breite bleibt in Kultur häufig schlanker, oft um etwa 1 m, wobei ältere Pflanzen auch breiter werden können, wenn sie ungeschnitten wachsen.
Die Blätter sind ledrig, dunkelgrün und ganzrandig. Sie sitzen dicht an den Trieben und geben der Pflanze eine ruhige, immergrüne Struktur. Beim Zerreiben können die Blätter aromatisch riechen, allerdings ist die Pflanze nicht als Küchengewürz geeignet.
Im Frühjahr erscheinen die sehr charakteristischen Blüten: dunkelrot bis weinrot, mit schmalen, bandartigen Blütenblättern, die strahlenförmig um ein rundes Zentrum angeordnet sind. Die Blütenform wirkt exotisch und ist eines der wichtigsten Ziermerkmale der Art. Je nach Klon kann der Duft variieren; er wird in der Literatur teils als würzig, teils als eher streng beschrieben.
Nach der Blüte bilden sich im Verlauf des Jahres ledrige, dunkelbraune Früchte, die im Herbst reifen. Sie sind sternförmig angeordnet und erinnern optisch an Sternanis. Im Unterschied zum echten Sternanis (Illicium verum) sind die Früchte von Illicium floridanum jedoch nicht als Gewürz verwendbar.
Besonderheit/Kulturgeschichte
Illicium floridanum gehört zu den wenigen wintergrünen Sträuchern, die gleichzeitig schattentolerant sind und eine auffällige, ungewöhnliche Blüte besitzen. Im Gartenbau wird die Art vor allem als Sammler- und Liebhabergehölz geschätzt, da sie in Mitteleuropa nicht überall zuverlässig ausgepflanzt werden kann.
Die häufige Verwechslung bzw. gedankliche Nähe zum echten Sternanis ist kulturgeschichtlich interessant: Mehrere Illicium-Arten tragen sternförmige Früchte, aber nur Illicium verum wird traditionell als Gewürz genutzt. Andere Arten, darunter I. floridanum, werden vor allem als Zierpflanzen kultiviert.
Standort & Pflege
Der Standort sollte im Sommer halbschattig bis schattig sein. Besonders günstig sind Plätze mit hoher Luftfeuchte, beispielsweise in Gehölzrandlagen oder in geschützten Innenhofsituationen. Ein nährstoffreicher, humoser, gleichmäßig frischer Boden ist ideal. Der Boden sollte gut drainiert sein, dabei aber nie vollständig austrocknen.
Illicium floridanum verträgt keine längeren Trockenphasen. Eine Mulchschicht aus Laubkompost oder Rindenhumus unterstützt den Feuchtehaushalt und verbessert die Bodenstruktur.
Da die Art nur bedingt winterhart ist, ist Kübelkultur in vielen Regionen eine sehr sichere Kulturform. Eine kühle, helle Überwinterung bei etwa 5–10 °C ist geeignet. In dieser Phase sollte die Pflanze nur mäßig gegossen werden, der Ballen darf aber nicht austrocknen.
Ein Schnitt ist in der Regel nicht notwendig. Bei Bedarf kann nach der Blüte leicht korrigiert werden.
Klimatische Aspekte
Die Winterhärte wird häufig im Bereich USDA Zone 7–10 angegeben. Damit ist Illicium floridanum in Mitteleuropa vor allem für milde Regionen geeignet (z. B. Weinbauklima, geschützte Stadtlagen, Küstennähe). In raueren Lagen ist Auspflanzung riskant, besonders bei Kahlfrost und kalten Winden.
Immergrüne Pflanzen sind im Winter zusätzlich durch Wintertrockenheit gefährdet: Bei Sonne und Wind verdunstet Wasser über die Blätter, während gefrorener Boden die Wasseraufnahme blockiert. Ein geschützter, schattiger Standort reduziert dieses Risiko deutlich.
Praxistipp
Für dauerhaft sichere Kultur empfiehlt sich in vielen Regionen die Haltung im Kübel. Im Sommer ist ein halbschattiger Platz im Freien ideal, im Winter eine kühle, helle Überwinterung bei 5–10 °C. In ausgepflanzter Kultur ist ein windgeschützter Standort mit humosem, gleichmäßig frischem Boden entscheidend. Eine Mulchschicht und ein leichter Winterschutz im Wurzelbereich erhöhen die Ausfallsicherheit deutlich.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rot
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
-
duftend
-
Insektenfreundlich
Boden
-
durchlässig
-
nahrhaft
Standort
-
halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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