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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Jasminum beesianum, der Rosa Jasmin, gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen Tibet bis in das südliche Zentralchina. In China ist die Art aus Sichuan, Yunnan und Guizhou bekannt.
Sie wächst dort in Höhenlagen von etwa 1.000 bis 3.600 Metern an Hängen, in Grasfluren, Gebüschen und lichten Wäldern. George Forrest fand die später nach Europa eingeführte Pflanze 1906 auf steinigem, offenem Gelände in ungefähr 2.500 Metern Höhe.
Wuchs und Blätter
Der Rosa Jasmin ist ein lockerer Kletterstrauch mit langen, dünnen und teilweise windenden Trieben. Ohne geeignete Kletterhilfe wächst er breit überhängend, kann über Mauern fallen oder sich zwischen anderen Gehölzen ausbreiten. An Spalieren, Drähten und Gittern sollte er anfangs angebunden und geführt werden.
Je nach Klima und Standort erreicht die Pflanze meist etwa 2,5 bis 4 Meter Höhe. In milden, geschützten Lagen kann sie langfristig größer werden. Die Triebe bilden gern ein dichtes, etwas eigenwilliges Geflecht – ein Jasmin mit ausgesprochenem Talent zur freien Interpretation einer Rankhilfe.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind einfach, eiförmig bis lanzettlich und meist nur etwa 1 bis 4,5 cm lang. Sie erscheinen dunkel- bis graugrün und können besonders im jungen Zustand leicht behaart sein. In kalten Regionen ist die Pflanze sommergrün, in milden Wintern bleibt ein Teil des Laubes erhalten.
Blüte
Von Mai oder Juni bis in den Juli erscheinen die kleinen, röhrenförmigen Blüten einzeln oder in kleinen Gruppen in den oberen Blattachseln. Ihre Farbe reicht von kräftigem Rosa über Karminrot bis zu einem dunklen Purpurrot. Vollständig rötliche Blüten sind innerhalb der Gattung Jasminum ungewöhnlich und das wichtigste Erkennungsmerkmal dieser Art.
Die einzelnen Blüten werden nur etwa 1 bis 1,5 cm groß. Sie sind daher eher für die Betrachtung aus der Nähe als für eine überwältigende Fernwirkung gemacht. In der Literatur werden sie häufig als duftend beschrieben. Der Duft fällt jedoch wesentlich schwächer aus als bei vielen weiß blühenden Jasmin-Arten und ist nicht bei jeder Pflanze oder Witterung deutlich wahrnehmbar.
Früchte
Nach der Blüte können rundliche bis leicht längliche, glänzend schwarze Beeren entstehen. Sie werden ungefähr 5 bis 12 mm groß und bleiben unter günstigen Bedingungen bis weit in den Winter an den Trieben haften. Der Fruchtansatz kann in Kultur unterschiedlich stark ausfallen.
Besonderheit und Kulturgeschichte
Jasminum beesianum gehört zu den zahlreichen Pflanzen, die der schottische Pflanzenjäger George Forrest zu Beginn des 20. Jahrhunderts in China sammelte. Seine erste Expedition wurde von dem englischen Kaufmann und Pflanzenliebhaber Arthur Kilpin Bulley finanziert. Bulley betrieb in Ness die Gärtnerei Bees Ltd. und bat Forrest, einige seiner Entdeckungen nach dem Unternehmen zu benennen.
Das Artepitheton beesianum erinnert daher nicht an eine Person namens Beeson, sondern an Bees Ltd. Forrest und der deutsche Botaniker Ludwig Diels veröffentlichten die wissenschaftliche Beschreibung 1912.
Trotz seiner ungewöhnlichen Blütenfarbe ist der Rosa Jasmin in europäischen Gärten wesentlich seltener geblieben als die weiß blühenden Jasmin-Arten.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger, warmer und vor kalten Winden geschützter Standort. Besonders günstig ist ein Platz vor einer nach Süden oder Westen ausgerichteten Mauer.
Der Boden sollte nährstoffreich und vor allem gut durchlässig sein. Die Art verträgt saure, neutrale und kalkhaltige Substrate sowie unterschiedliche Bodenarten, solange keine anhaltende Staunässe entsteht. Während der Anwachsphase und in längeren sommerlichen Trockenperioden sollte regelmäßig gewässert werden.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Zu dicht gewordene, alte oder ungünstig verlaufende Triebe können unmittelbar nach der Blüte ausgelichtet werden. So bleibt genügend Zeit, damit sich neue Blütentriebe für das folgende Jahr entwickeln.
Klimatische Aspekte
WHZ: 7–9
Die Royal Horticultural Society bewertet Jasminum beesianum mit H5, entsprechend etwa −15 bis −10 °C. Diese Angabe gilt jedoch für einen geschützten Standort und einen gut entwässerten Boden. Kalter Wind, länger anhaltender Frost und winterliche Bodennässe können die Triebe stärker schädigen.
In wintermilden Gebieten lässt sich die Art dauerhaft auspflanzen. In raueren Regionen empfiehlt sich ein geschützter Mauerplatz mit einer Mulchschicht über dem Wurzelbereich. Eine Kübelkultur ist ebenfalls möglich; das Gefäß sollte dann vor starkem Durchfrieren geschützt werden.
Praxistipp
Der Rosa Jasmin kommt am besten an einem Spalier, einem Drahtgerüst oder einer Pergola zur Geltung. Da seine Blüten klein sind, empfiehlt sich ein Platz in der Nähe eines Weges, Sitzplatzes oder Eingangs, an dem ihre ungewöhnliche Farbe aus kurzer Entfernung wahrgenommen werden kann.
Graulaubige Stauden, weiß blühende Pflanzen oder eine helle Mauer bilden einen ruhigen Hintergrund für die karminroten Blüten. Beim Pflanzen sollte genügend Platz eingeplant werden: Die Triebe sind ausgesprochen gesellig und lernen benachbarte Gehölze gern etwas näher kennen, als diesen möglicherweise lieb ist.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rosa
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
trocken
Standort
-
sonnig
-
warm
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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