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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Koelreuteria paniculata, der Blasenbaum oder Lampionbaum, gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über große Teile Chinas bis nach Korea. Dort wächst die Art unter anderem in trockenen Gebirgstälern, offenen Wäldern, an felsigen Hängen und auf gut durchlässigen Böden entlang von Flüssen.
Die deutschen Namen Blasenbaum und Lampionbaum beziehen sich auf die auffallend aufgeblasenen Fruchtkapseln. Das Artepitheton paniculata bedeutet „rispig“ und beschreibt die großen, verzweigten Blütenstände.
Wuchs und Blätter
Der Blasenbaum entwickelt sich zu einem kleinen bis mittelgroßen, sommergrünen Baum mit kurzem Stamm und einer breiten, locker verzweigten bis unregelmäßig rundlichen Krone. In mitteleuropäischen Gärten erreicht er häufig 6 bis 10 Meter Höhe. Ältere Exemplare können jedoch 8 bis 12 Meter hoch und ähnlich breit werden. Für einen kleinen Vorgarten ist er damit nur so lange klein, bis er beschlossen hat, erwachsen zu werden.
Die wechselständig angeordneten Blätter werden etwa 20 bis 40 cm lang. Sie sind einfach gefiedert, gelegentlich teilweise doppelt gefiedert, und bestehen aus sieben bis fünfzehn grob gezähnten oder gelappten Fiederblättchen.
Der Austrieb ist häufig rosa- bis bronzefarben und wird später mittel- bis dunkelgrün. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelb bis gelborange. Die Intensität schwankt allerdings je nach Witterung und Standort und ist nicht in jedem Jahr gleichermaßen auffällig.
Blüte
Von Juli bis August erscheinen zahlreiche kleine gelbe Blüten in großen, lockeren und aufrechten Rispen. Die Blütenstände können etwa 20 bis 40 cm lang werden und stehen deutlich über dem Laub.
Der Blasenbaum gehört damit zu den vergleichsweise wenigen Gehölzen mit einer auffälligen Hochsommerblüte. Ein warmer, sonniger Standort fördert die Blütenbildung; in kühlen Sommern kann sie schwächer ausfallen oder später beginnen.
Früchte
Nach der Blüte entwickeln sich die charakteristischen, dreiteiligen Fruchtkapseln. Sie werden etwa 3 bis 6 cm lang und erinnern an kleine Papierlampions. Anfangs sind sie grün, später nehmen sie gelbliche, bronzerosa bis rötliche Farbtöne an und trocknen schließlich hellbraun ein.
Die papierartigen Kapseln bleiben häufig bis in den Winter an den Zweigen. In ihrem Inneren liegen gewöhnlich drei harte, rundliche und dunkelbraune bis schwarze Samen. Getrocknete Fruchtstände lassen sich für floristische Dekorationen verwenden.
An warmen Standorten kann der Baum reichlich keimfähige Samen bilden. Sämlinge lassen sich leicht entfernen, sollten aber nicht erst zu kleinen Bäumen heranwachsen, bevor man sich mit ihnen bekannt macht.
Besonderheit und Kulturgeschichte
Der französische Jesuit und Missionar Pierre Nicolas Le Chéron d’Incarville sandte 1747 Samen des damals in Europa noch unbekannten Baumes aus China nach Sankt Petersburg und wahrscheinlich auch nach Paris. In Sankt Petersburg blühte die Pflanze erstmals 1771.
Der Naturforscher Erich Laxmann beschrieb die Art 1772 und benannte die neue Gattung zu Ehren von Joseph Gottlieb Kölreuter. Der deutsche Botaniker gehörte zu den frühen Forschern, die Pflanzenbestäubung und gezielte Kreuzungen experimentell untersuchten.
In China besitzt der Baum eine lange Kulturgeschichte. Er wurde traditionell an Tempeln, Palästen und an den Gräbern hochrangiger Beamter gepflanzt. Die harten schwarzen Samen dienten zur Herstellung von Gebetsketten. Aus den Blüten wurde ein gelber, aus den Blättern ein dunkler Farbstoff gewonnen.
Standort und Pflege
Ideal ist ein vollsonniger, warmer Standort mit ausreichend Platz für die spätere Krone. Der Boden sollte gut durchlässig sein. Sandige, lehmige, kalkhaltige und mäßig nährstoffarme Böden werden vertragen, solange keine anhaltende Staunässe entsteht.
Junge Bäume benötigen während der Anwachsphase eine gleichmäßige Wasserversorgung. Gut eingewurzelte Exemplare kommen anschließend auch mit längeren trockenen und heißen Perioden zurecht.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Bei jungen Bäumen sollte jedoch frühzeitig auf einen stabilen Haupttrieb und günstig angesetzte Seitenäste geachtet werden. Konkurrierende Leittriebe und schlecht angesetzte Äste können im Spätwinter entfernt werden. Starke spätere Schnittmaßnahmen sind möglichst zu vermeiden, da das Holz vergleichsweise bruchempfindlich sein kann.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–8, in Zone 5 mit Einschränkungen
Nordamerikanische Quellen führen den Blasenbaum überwiegend für die Winterhärtezonen 5 bis 8. Die Royal Horticultural Society bewertet ihn mit H5 und damit vorsichtiger für Temperaturen von ungefähr −15 bis −10 °C.
In Dresden stehen bereits seit vielen Jahren sehr schöne, alte Exemplare.
Entscheidend sind neben der Tiefsttemperatur auch ausreichende Sommerwärme und ein gut ausgereifter Jahrestrieb. Junge Pflanzen und spät gebildete Triebe reagieren empfindlicher auf frühen Frost. Ein warmer Standort und ein nicht zu nährstoffreicher Boden fördern die rechtzeitige Ausreifung des Holzes.
Praxistipp
Der Blasenbaum ist ein ausdrucksvoller Solitär für größere Vorgärten, Innenhöfe, Rasenflächen und parkartige Anlagen. Wegen seiner später breiten Krone sollten mindestens sechs bis acht Meter seitlicher Raum eingeplant werden.
Unter der lichten Krone wirken trockenheitsverträgliche Gräser und graulaubige Stauden besonders passend. Direkt neben Dachrinnen, engen Pflasterflächen oder kleinen Wasserbecken sollte der Baum nicht stehen, da Blütenblätter, Kapseln und Samen im Jahresverlauf einiges fallen lassen. Drei Jahreszeiten Schmuck gibt es schließlich selten völlig ohne Krümel.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
Juli
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
sonnig
-
windgeschützt
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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