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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Lindera angustifolia, der Schmalblättrige Gewürzstrauch, ist ein außergewöhnliches Gehölz aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae).
Seine Heimat liegt in den Bergregionen Zentral- und Ostchinas sowie auf der Koreanischen Halbinsel. Dort wächst er in lichten Wäldern, Gebüschen und an bewaldeten Berghängen.
Der Gattungsname Lindera erinnert an den schwedischen Botaniker und Arzt Johann Linder (1676–1724). Der Artname angustifolia bedeutet „schmalblättrig“ und beschreibt die charakteristische Form der Blätter.
Besonders bemerkenswert ist das außergewöhnliche Farbenspiel des Laubes: Vom frischen Grün des Sommers über leuchtendes Orange und Rot im Herbst bis zu warmen Brauntönen im Winter verändert der Strauch immer wieder sein Erscheinungsbild.
Wuchs und Blätter
Lindera angustifolia wächst als mehrstämmiger, aufrechter und locker verzweigter Strauch. In der Gartenkultur erreicht er gewöhnlich etwa 2–3 m Höhe und entwickelt eine elegante, leicht ausladende Krone. In seiner natürlichen Heimat können ältere Exemplare deutlich größer werden.
Die schmalen, lanzettlichen Blätter erinnern an Weidenlaub. Sie sind etwa 6–14 cm lang, glänzend grün und besitzen eine feine, deutlich erkennbare Nervatur.
Seinen großen Auftritt hat der Schmalblättrige Gewürzstrauch im Herbst. Dann färben sich die Blätter in eindrucksvollen Orange-, Rot- und Purpurtönen, die den gesamten Strauch zum Leuchten bringen können.
Eine weitere Besonderheit zeigt sich nach dem Laubfall anderer Gehölze: Die Blätter von Lindera angustifolia verfärben sich allmählich braun und bleiben häufig noch lange an den Zweigen haften.
So entsteht auch während der Wintermonate ein ungewöhnlich dekoratives Erscheinungsbild, bevor das alte Laub schließlich vom frischen Austrieb abgelöst wird.
Blüte und Früchte
Bereits im zeitigen Frühjahr, meist zwischen März und April, erscheinen die kleinen, gelblich grünen Blüten noch vor dem Laubaustrieb.
Sie stehen in kleinen, rundlichen Dolden an den Zweigen und verleihen dem Strauch einen feinen, zurückhaltenden Blütenschmuck.
Lindera angustifolia ist zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich gewöhnlich auf unterschiedlichen Pflanzen.
An weiblichen Exemplaren können sich nach erfolgreicher Bestäubung kleine, kugelige Früchte entwickeln, die im Herbst glänzend schwarz ausreifen.
Die etwa 8 mm großen Früchte bilden einen reizvollen Kontrast zur intensiven Herbstfärbung des Laubes. Für eine zuverlässige Fruchtbildung werden normalerweise männliche und weibliche Pflanzen benötigt.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Obwohl Lindera angustifolia in europäischen Gärten noch vergleichsweise selten anzutreffen ist, besitzt sie zahlreiche Eigenschaften, die sie zu einem besonderen Ziergehölz machen.
Vor allem ihre Herbstfärbung gilt unter Gehölzliebhabern als außergewöhnlich schön. Die Kombination aus Orange, Rot und Purpur gehört zu den eindrucksvollsten Farbspielen innerhalb der Gattung Lindera.
Ungewöhnlich ist außerdem, dass die abgestorbenen Blätter häufig über den Winter an den Zweigen verbleiben. Diese als Marzeszenz bezeichnete Eigenschaft verleiht dem Strauch auch in der kalten Jahreszeit eine besondere Struktur.
In China werden die aromatischen Blätter traditionell zur Gewinnung von Duftölen verarbeitet. Aus den Samen lässt sich zudem ein Öl gewinnen, das unter anderem zur Herstellung von Seife verwendet wurde.
In älterer Gartenliteratur begegnet man der Art gelegentlich unter dem Namen Lindera salicifolia. Dieser Name wird heute als Synonym von Lindera angustifolia behandelt.
Standort und Pflege
Der Schmalblättrige Gewürzstrauch bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Besonders günstig sind humose, mäßig nährstoffreiche und gut durchlässige Gartenböden. Auch leicht sandige oder lehmige Böden eignen sich, sofern sie nicht dauerhaft vernässen.
Während der Anwachsphase sollte auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit geachtet werden. Gut eingewachsene Pflanzen vertragen vorübergehend trockenere Bedingungen, entwickeln sich jedoch besonders schön auf mäßig frischen Böden.
Ein sonniger Standort begünstigt häufig eine intensive Herbstfärbung. In halbschattigen Lagen kommt vor allem die elegante Blattform gut zur Geltung.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Falls notwendig, können einzelne störende oder beschädigte Zweige nach der Blüte entfernt werden.
Klimatische Aspekte
Lindera angustifolia gilt als gut winterhart und wird in der internationalen Gartenliteratur den USDA-Winterhärtezonen 5–9 zugeordnet.
Damit eignet sich die Art grundsätzlich auch für Regionen mit kalten Wintern. Junge Pflanzen profitieren in den ersten Standjahren von einem etwas geschützten Platz.
Besonders wichtig ist eine ausreichende Wasserversorgung während des Anwachsens. Längere Trockenperioden sollten in dieser Zeit vermieden werden.
Die intensive Herbstfärbung kann je nach Standort, Temperaturverlauf und Sonneneinstrahlung unterschiedlich ausfallen.
Die im Winter an den Zweigen verbleibenden braunen Blätter sind eine natürliche Eigenschaft der Art und kein Hinweis auf eine Schädigung.
Praxistipp
Lindera angustifolia ist ein besonders schöner Solitärstrauch für Gärten, in denen auch die Herbst- und Winterwirkung eine wichtige Rolle spielt.
Am besten erhält die Pflanze einen Platz, an dem ihre ungewöhnliche Laubfärbung gut zur Geltung kommt, beispielsweise vor immergrünen Gehölzen oder am Rand einer größeren Rasenfläche.
Sehr reizvoll ist auch die Kombination mit früh blühenden Zwiebelpflanzen, Farnen oder anderen ostasiatischen Gehölzen.
Wer sich besonders für die schwarzen Früchte interessiert, sollte beachten, dass die Art zweihäusig ist und nicht jede Pflanze Früchte trägt.
Für eine möglichst eindrucksvolle Herbstfärbung empfiehlt sich ein heller, sonniger Standort mit ausreichend Bodenfeuchtigkeit.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb-grün
Blütezeit
-
Januar, Februar, März
Früchte
Besonderes
-
leuchtende Herbstfärbung
-
Vogelnährgehölz
Boden
-
humos
-
kiesig
Standort
-
sonnig
-
halbschattig
-
trockentolerant
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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