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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Lonicera elisae ist eine seltene, sommergrüne Heckenkirsche aus Zentralchina. Dort wächst sie in Wäldern und Gebüschen, an bewaldeten Hängen und in geschützten Tälern bis in Höhenlagen von etwa 2.300 Metern.
Der Artname erinnert an Elisa de Vilmorin, die Frau des französischen Pflanzenzüchters und Botanikers Louis de Vilmorin. Einen fest etablierten deutschen Namen besitzt die Art nicht; gelegentlich wird sie als Elisas Heckenkirsche bezeichnet.
Wuchs und Blätter
Der Strauch wächst aufrecht, locker und etwas sparrig verzweigt. Er erreicht mit den Jahren etwa 2–2,5 m Höhe und eine ähnliche Breite; unter günstigen Bedingungen sind bis zu 3 m möglich. Bis zur ausgewachsenen Größe können zehn bis zwanzig Jahre vergehen.
Besonders hübsch ist der junge Austrieb: Die zunächst dunkel rötlich bis purpurfarben überhauchten Blätter vergrünen erst im Laufe des Frühjahrs. Die Blattunterseiten wirken leicht bläulich und sind ebenso wie die jungen Triebe fein behaart.
Blüte
Die Blüten erscheinen mitten im Winter an den noch unbelaubten Zweigen. In milden Jahren können sich die ersten bereits im Januar öffnen, gewöhnlich liegt die Hauptblüte zwischen Februar und März.
Jeweils zwei schlanke, nickende Blüten sitzen gemeinsam an kurzen, behaarten Seitentrieben. Ihre Farbe reicht von hellem Cremegelb bis zu blassem Primelgelb; außen sind sie häufig rosa, pfirsichfarben oder zart purpurn überhaucht. Der Duft ist angenehm, aber eher fein – ein Geißblatt, das nicht durch den Garten ruft, sondern zu einem näheren Blick einlädt.
Früchte
Aus den Blüten können im späten Frühjahr kleine orangefarbene bis rote Beeren entstehen. Sie besitzen einen gewissen Schmuckwert, stehen aber deutlich im Schatten der Winterblüte. Die Früchte sind nicht zum Verzehr geeignet.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Adrien René Franchet beschrieb Lonicera elisae bereits 1883. Lebende Pflanzen gelangten jedoch erst ein Jahrhundert später in größerem Umfang in europäische Gärten.
Während einer Chinareise im Jahr 1983 sammelte der britische Pflanzenkenner Roy Lancaster Saatgut der Art und brachte sie in Kultur. Aus seiner Sammlung stammen viele der heute in europäischen Gärten wachsenden Pflanzen. Damit gehört Lonicera elisae zu jenen seltenen Gehölzen, die botanisch längst bekannt waren, im Garten aber erst sehr viel später entdeckt wurden.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger, möglichst windgeschützter Platz. Der Boden darf humos und nährstoffreich sein, sollte aber gut durchlässig bleiben. Frische Gartenerde ist ideal; ein außergewöhnlich hoher Wasserbedarf besteht nicht.
Während der Anwachszeit sollte der Wurzelballen nicht austrocknen. Später genügt eine gleichmäßige Versorgung während längerer Trockenperioden. Eine Mulchschicht hält den Boden frisch und schützt die flacheren Wurzeln.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Soll der Strauch ausgelichtet oder verkleinert werden, geschieht dies direkt nach der Blüte. Dabei werden vorzugsweise einzelne ältere Zweige bodennah entfernt, anstatt die gesamte Pflanze gleichmäßig einzukürzen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 6–8
Der Strauch selbst ist gut winterhart und verträgt ungefähr −20 °C. Empfindlicher sind die bereits geöffneten Blüten. Starker Frost kann einzelne Blüten beschädigen, ohne die Pflanze dauerhaft zu beeinträchtigen.
Ein Platz vor kalten Ostwinden geschützt verlängert die Blüte und erhält die zarten Farbzeichnungen. Eine warme Hauswand ist nicht zwingend notwendig – eine ruhige Gartenecke genügt meist schon.
Praxistipp
Am besten steht Lonicera elisae dort, wo man auch im Winter regelmäßig vorbeikommt: an einem Hauseingang, Gartenweg oder vor einem gut einsehbaren Fenster. Aus größerer Entfernung wirkt der locker aufgebaute Strauch eher zurückhaltend. Aus der Nähe zeigen sich dagegen die rosig überhauchten Blüten, der feine Duft und später der purpurfarbene Austrieb – eine kleine Wintergeschichte, für die man nicht erst bis zum Frühling warten muss.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Januar
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide, Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
durchlässig, mäßig feucht, nahrhaft
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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