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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Lonicera japonica ‘Halliana’, das Japanische Geißblatt ‘Halliana’, gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist eine besonders reich und lange blühende Auslese des Japanischen Geißblatts.
Die ursprüngliche Art stammt aus Ostasien und ist in Japan, Korea, China und weiteren angrenzenden Regionen verbreitet. Dort wächst sie an Waldrändern, in Gebüschen und entlang von Gehölzbeständen.
Der Gattungsname Lonicera erinnert an den deutschen Botaniker Adam Lonitzer (1528–1586). Der Artname japonica verweist auf Japan, während der Sortenname ‘Halliana’ auf die historische Einführung und Verbreitung dieser Gartenform zurückgeht.
Mit ihren duftenden, weiß-gelben Blüten und dem kräftigen Kletterwuchs gehört ‘Halliana’ zu den bekanntesten Duft-Geißblättern.
Wuchs und Blätter
Lonicera japonica ‘Halliana’ ist eine kräftig wachsende, rechtswindende Schlingpflanze, die sich mit ihren langen, biegsamen Trieben um geeignete Kletterhilfen windet.
Sie erreicht gewöhnlich etwa 4–6 m Höhe und kann sich bei günstigen Bedingungen auch darüber hinaus entwickeln.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind elliptisch bis eiförmig, mittel- bis dunkelgrün und besitzen eine glatte bis leicht behaarte Oberfläche.
In milden Wintern bleibt ein großer Teil des Laubes erhalten, während die Pflanze in kälteren Regionen teilweise oder vollständig ihre Blätter verliert.
Durch ihren dichten Wuchs eignet sich die Sorte gut zur Begrünung von Pergolen, stabilen Rankgerüsten und Zäunen.
Da die Triebe keine Haftwurzeln ausbilden, benötigt sie eine geeignete Kletterhilfe, an der sie sich emporwinden kann.
Blüte und Früchte
Die Blütezeit beginnt gewöhnlich Ende Mai oder im Juni und kann sich bis weit in den September hinein erstrecken.
An den langen Trieben erscheinen zahlreiche schlanke, röhrenförmige Blüten, die paarweise in den Blattachseln stehen.
Frisch geöffnete Blüten sind zunächst weiß bis cremeweiß und verfärben sich mit zunehmendem Alter in ein warmes Gelb.
Dadurch stehen häufig weiße und gelbe Blüten gleichzeitig an der Pflanze und verleihen ihr ein lebendiges, zweifarbiges Erscheinungsbild.
Besonders bemerkenswert ist der intensive, süßliche Blütenduft, der vor allem in den Abendstunden deutlich wahrnehmbar sein kann.
Nach der Blüte entwickeln sich gelegentlich kleine, rundliche Beeren, die sich während der Reife dunkelviolett bis schwarz verfärben.
Die Beeren sind nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
‘Halliana’ gehört zu den traditionsreichen Gartenformen des Japanischen Geißblatts und wird seit dem 19. Jahrhundert in europäischen und nordamerikanischen Gärten kultiviert.
Besonders geschätzt werden die lange Blütezeit und der ausgeprägte Duft, der an warmen Sommerabenden besonders gut zur Geltung kommt.
Die weiß-gelben Blüten verleihen der Pflanze ein charakteristisches Erscheinungsbild und machen sie zu einem klassischen Klettergehölz für romantisch gestaltete Gartenbereiche.
Die Sorte wird gelegentlich auch unter der Bezeichnung Lonicera japonica ‘Hall’s Prolific’ geführt. Die historische Namensverwendung ist allerdings nicht in allen Quellen einheitlich.
In verschiedenen Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes hat sich die Grundart Lonicera japonica stark ausgebreitet und wird dort als invasive Pflanze eingestuft.
Auch ‘Halliana’ besitzt eine erhebliche Wuchskraft und sollte deshalb an einem Standort gepflanzt werden, an dem ihre Entwicklung gut kontrolliert werden kann.
Standort und Pflege
Das Japanische Geißblatt ‘Halliana’ bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
An sonnigen Plätzen entwickelt es gewöhnlich besonders zahlreiche Blüten. Der Wurzelbereich sollte möglichst vor starker Austrocknung geschützt werden.
Geeignet sind humose, nährstoffreiche und gut durchlässige Gartenböden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit.
Gut eingewachsene Pflanzen vertragen auch vorübergehend trockenere Bedingungen, entwickeln sich auf frischen Böden jedoch besonders kräftig.
Eine stabile Rankhilfe ist erforderlich, da die langen Triebe mit zunehmendem Alter ein erhebliches Gewicht erreichen können.
Die Sorte ist gut schnittverträglich und kann bei Bedarf kräftig zurückgeschnitten werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt hilft, den Wuchs zu begrenzen, ältere Triebe zu verjüngen und ein übermäßiges Ausbreiten zu verhindern.
Auch auf Triebe, die sich außerhalb des vorgesehenen Kletterbereichs ausbreiten oder am Boden bewurzeln, sollte geachtet werden.
Klimatische Aspekte
Lonicera japonica ‘Halliana’ gilt als gut winterhart und wird in der Gartenliteratur häufig den USDA-Winterhärtezonen 5–9 zugeordnet. Für die Grundart finden sich teilweise auch Angaben bis Zone 4.
In milden Wintern bleibt die Pflanze häufig weitgehend belaubt. Bei stärkeren Frösten kann sie einen Teil ihres Laubes verlieren oder an den Triebspitzen zurückfrieren.
Gut eingewachsene Exemplare treiben im Frühjahr gewöhnlich wieder kräftig aus.
Ein geschützter Standort vermindert Schäden durch kalte Winterwinde.
Während längerer sommerlicher Trockenperioden fördert zusätzliches Wässern eine gleichmäßige Entwicklung und anhaltende Blütenbildung.
Praxistipp
Lonicera japonica ‘Halliana’ eignet sich besonders zur Begrünung stabiler Pergolen, Rankgerüste und Zäune.
Am schönsten wirkt die Sorte dort, wo ihr intensiver Blütenduft gut wahrgenommen werden kann, beispielsweise in der Nähe einer Terrasse oder eines Sitzplatzes.
Besonders reizvoll ist eine Pflanzung an einer Pergola, von deren Trieben die zahlreichen weiß-gelben Blüten locker herabhängen können.
Der Wurzelbereich kann mit niedrigen Stauden oder einer Mulchschicht vor starker Austrocknung geschützt werden.
Aufgrund des kräftigen Wuchses sollte ausreichend Platz eingeplant und die Pflanze regelmäßig kontrolliert und zurückgeschnitten werden.
Mit ihrer langen Blütezeit, dem intensiven Duft und dem teilweise wintergrünen Laub ist ‘Halliana’ ein eindrucksvolles Klettergehölz für Gartenbereiche, in denen ihre Wuchskraft gezielt genutzt werden kann.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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