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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Lonicera × purpusii, die Winter-Duft-Heckenkirsche, ist eine Kreuzung aus den beiden chinesischen Arten Lonicera fragrantissima und Lonicera standishii. Sie entstand vor 1920 vermutlich spontan im Botanischen Garten Darmstadt.
Entdeckt wurde die Pflanze vom damaligen Garteninspektor Joseph Anton Purpus. Der Dendrologe Alfred Rehder beschrieb sie 1923 und gab ihr den bis heute gebräuchlichen Namen.
Wuchs und Blätter
Die Winter-Duft-Heckenkirsche wächst dichtbuschig, rundlich und mit zunehmendem Alter recht breit. Sie erreicht meist 2–3 m Höhe und eine ähnliche Breite. Die Zweige stehen zunächst aufrecht und neigen sich später locker nach außen.
Ihre ovalen, dunkelgrünen Blätter bleiben in milden Wintern lange am Strauch. In kalten Lagen wird das Laub vollständig abgeworfen. Einen spektakulären Sommerauftritt plant dieser Strauch allerdings nicht – seine große Stunde schlägt eindeutig im Winter.
Blüte
Je nach Witterung öffnen sich die ersten Blüten bereits im Dezember. Die Hauptblüte liegt meist zwischen Januar und März; einzelne Blüten können bis in den April hinein erscheinen.
Die kleinen, cremeweißen Röhrenblüten sitzen paarweise oder in kleinen Gruppen an den kahlen Zweigen. Was ihnen an Größe fehlt, gleichen sie durch ihren kräftigen, honigartigen bis leicht zitronigen Duft mehr als aus. An milden Tagen ist er häufig schon aus einiger Entfernung wahrzunehmen.
Strenger Frost kann geöffnete Blüten beschädigen. Da sich die Knospen jedoch nach und nach öffnen, setzt die Blüte während der nächsten milden Wetterphase gewöhnlich wieder ein.
Früchte
Gelegentlich entwickeln sich bereits im späten Frühjahr rundliche rote Beeren. Der Fruchtansatz bleibt in vielen Gärten jedoch spärlich und ist für den Zierwert kaum bedeutend. Die Früchte sind nicht zum Verzehr bestimmt.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Schon Joseph Anton Purpus hob die gute Frosthärte und den reichen Blütenansatz seiner Darmstädter Hybride hervor. Seitdem hat sich der Strauch zu einem klassischen Winterduftgehölz entwickelt – auch wenn er im Sortiment wesentlich seltener geblieben ist als Schneeball oder Zaubernuss.
Nicht verwechselt werden sollte die ursprüngliche Hybride mit ‘Winter Beauty’. Diese besonders reich blühende Gartenform entstand erst wesentlich später und wird im Handel häufig ebenfalls verkürzt als Lonicera × purpusii angeboten.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. In der Sonne fällt die Blüte gewöhnlich reicher aus, leichter Halbschatten wird jedoch gut vertragen. Ein Platz in Haus- oder Wegnähe ist besonders empfehlenswert, damit der Winterduft nicht irgendwo in der hintersten Gartenecke unbemerkt verpufft.
Der Boden darf humos, lehmig oder sandig sein, sollte aber nährstoffreich und gut durchlässig bleiben. Frische bis mäßig feuchte Böden sind ideal. Dauerhafte Staunässe und extreme Sommertrockenheit sind ungünstig.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Wird der Strauch zu dicht oder zu groß, entfernt man unmittelbar nach der Blüte einzelne ältere Triebe bodennah. Ein pauschaler Formschnitt nimmt ihm seinen natürlichen, locker gerundeten Charakter.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–8
Lonicera × purpusii ist zuverlässig winterhart und benötigt ausgepflanzt gewöhnlich keinen besonderen Schutz. Junge Pflanzen profitieren in rauen Lagen von einer Mulchschicht über dem Wurzelbereich.
Empfindlicher als der Strauch selbst sind die geöffneten Blüten. Ein windgeschützter Standort verlängert deshalb die Blütezeit und sorgt dafür, dass sich der Duft an milden Wintertagen besser sammelt.
Praxistipp
Am schönsten steht die Winter-Duft-Heckenkirsche an einem häufig benutzten Weg, neben dem Hauseingang oder in der Nähe einer Terrasse. Dort wird ihr Duft gerade dann wahrgenommen, wenn sich sonst kaum jemand freiwillig länger im Garten aufhält.
Einige blühende Zweige lassen sich außerdem gut für die Vase schneiden. Im warmen Zimmer öffnen sich geschlossene Knospen rasch und bringen überraschend viel Frühlingsduft mitten in den Winter.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Januar
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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