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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Maackia amurensis, die Amur-Maackie oder das Asiatische Gelbholz, stammt aus dem Fernen Osten Russlands, dem nördlichen China, Korea und Japan. Sie wächst dort in lichten Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und auf offenen Berghängen.
Die Gattung erinnert an den russischen Naturforscher Richard Karlowitsch Maack. Er bereiste Mitte des 19. Jahrhunderts das Amur- und Ussurigebiet und brachte umfangreiche Pflanzenaufsammlungen nach Sankt Petersburg. Maackia amurensis wurde 1856 wissenschaftlich beschrieben und gelangte 1864 in europäische Kultur.
Der Artname amurensis bedeutet „aus dem Amurgebiet stammend“ und verweist auf den großen Grenzfluss zwischen Russland und China.
Wuchs und Blätter
Die Amur-Maackie wächst langsam zu einem kleinen bis mittelgroßen Baum heran. In Kultur erreicht sie gewöhnlich etwa 6–10 m Höhe und kann im Alter ähnlich breit werden. In ihrer ostasiatischen Heimat sind auch deutlich größere Exemplare bekannt.
Junge Bäume besitzen eine aufrechte, häufig mehrstämmige Form. Später entwickelt sich eine rundliche bis breit schirmförmige Krone mit kräftigen, locker angeordneten Ästen. Soll ein einstämmiger Baum entstehen, muss der Aufbau bereits in jungen Jahren gelenkt werden.
Besonders auffällig ist der Austrieb. Die jungen gefiederten Blätter sind dicht silbergrau behaart und sehen aus, als seien sie mit feinem Metallstaub überzogen. Später verschwindet dieser Effekt weitgehend und das Laub nimmt ein sattes Mittel- bis Dunkelgrün an.
Eine kräftige Herbstfärbung ist nicht zuverlässig zu erwarten. Die Blätter werden meist gelbgrün bis gelblich braun und fallen vergleichsweise unspektakulär ab. Dafür gewinnt bei älteren Bäumen die Rinde an Bedeutung: Sie zeigt olivgrüne, graue, kupferbraune und bernsteinfarbene Töne und beginnt sich stellenweise abzulösen.
Blüte
Je nach Standort und Witterung erscheinen die Blüten von Ende Juni bis August. Sie stehen in steifen, aufrechten, etwa 10–15 cm langen Trauben über dem Laub.
Die einzelnen Schmetterlingsblüten sind cremeweiß bis mattweiß und besitzen einen leichten, bisweilen an Vanille erinnernden Duft. Durch die späte Blütezeit hebt sich die Amur-Maackie von den meisten anderen kleinen Gartenbäumen ab.
Besonders reich fällt die Blüte an einem sonnigen Standort aus. Junge Pflanzen benötigen allerdings einige Jahre, bevor sie sich zum ersten Mal mit Blüten beschäftigen – die Maackie ist kein Baum für botanische Ungeduld.
Früchte
Nach der Blüte bilden sich flache, längliche Hülsenfrüchte. Sie werden etwa 5–8 cm lang, verfärben sich bei der Reife braun und enthalten mehrere flache Samen.
Die Hülsen können bis in den Herbst am Baum bleiben. Sie besitzen einen gewissen Zierwert, stehen optisch aber hinter Austrieb, Blüte und Rinde zurück.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Amur-Maackie verbindet mehrere ungewöhnliche Eigenschaften: silbrigen Frühjahrsaustrieb, eine Blüte im Hochsommer und eine mit zunehmendem Alter interessanter werdende Rinde. Gerade weil keine dieser Eigenschaften besonders laut auftritt, wirkt der Baum angenehm ruhig und natürlich.
Die Fähigkeit zur Stickstoffbindung ist bei dieser Art tatsächlich wissenschaftlich nachgewiesen. An den Wurzeln können sich Knöllchen bilden, in denen geeignete Bakterien aus der Verwandtschaft von Bradyrhizobium leben. Dadurch kann die Pflanze einen Teil ihres Stickstoffbedarfs selbst decken.
Das erklärt ihre Anpassungsfähigkeit an weniger nährstoffreiche Böden. Es bedeutet jedoch nicht, dass sie in verdichtetem Bauschutt oder dauerhaft vernässter Erde begeistert Purzelbäume schlägt – gute Bodenstruktur bleibt auch bei Hülsenfrüchtlern eine feine Sache.
Standort und Pflege
Ideal ist ein sonniger Standort. Halbschatten wird vertragen, führt jedoch meist zu einer lockereren Krone und einem geringeren Blütenansatz.
Die Art wächst auf sauren, neutralen und kalkhaltigen Böden. Geeignet sind sandige, lehmige und selbst mäßig schwere Substrate, sofern überschüssiges Wasser ablaufen kann. Am besten entwickelt sich der Baum in einem lockeren, mäßig nährstoffreichen und frischen bis mäßig feuchten Boden.
Während der ersten Standjahre sollte bei längerer Trockenheit gewässert werden. Gut eingewurzelte Bäume zeigen sich später recht trockenheitsverträglich. Extreme Trockenheit und dauerhaft nasse Böden sind dennoch ungeeignet.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Soll ein gerader Stamm aufgebaut werden, werden konkurrierende Leittriebe frühzeitig entfernt. Größere Schnittmaßnahmen an alten Bäumen verheilen nur langsam und sollten vermieden werden. Notwendige Korrekturen können nach der Blüte im Sommer erfolgen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 3–7
Maackia amurensis ist ausgesprochen winterhart und eignet sich auch für Regionen mit kalten Wintern. Gut eingewurzelte Pflanzen vertragen Temperaturen deutlich unter −25 °C.
Der Austrieb erfolgt nicht übermäßig früh, sodass Spätfröste gewöhnlich keine größeren Schäden verursachen. In kühlen Sommerregionen kann sich der Blühbeginn bis in den August verschieben. Für eine reiche Blüte und eine gute Ausreifung der jungen Triebe ist ein sonniger Platz von Vorteil.
Auch sommerliche Wärme und zeitweise Trockenheit werden von älteren Bäumen gut vertragen. Kritischer sind dauerhaft vernässte oder stark verdichtete Böden.
Praxistipp
Die Amur-Maackie eignet sich als Solitär für Vorgärten, Innenhöfe und kleinere bis mittelgroße Grundstücke. Trotz ihres langsamen Wachstums sollte genügend Raum für die später breite Krone eingeplant werden.
Besonders schön wirkt der silbrige Austrieb vor dunklen immergrünen Gehölzen oder einer ruhigen Hauswand. Wird der Baum mehrstämmig erzogen, kommt später auch die gefleckte, leicht abblätternde Rinde besser zur Geltung. Für einen klassischen kleinen Hausbaum empfiehlt sich dagegen eine frühzeitige Erziehung mit einem durchgehenden Hauptstamm.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Juli
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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