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Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Maackia amurensis var. buergeri gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eine aus Japan beschriebene Form der Amur-Maackie.
Ihre taxonomische Stellung wird heute unterschiedlich bewertet. In dendrologischer Literatur wird sie weiterhin als Maackia amurensis var. buergeri (Maxim.) C.K.Schneid. geführt. Royal Botanic Gardens, Kew erkennt die Varietät dagegen nicht mehr als eigenständiges Taxon an und stellt sie vollständig zu Maackia amurensis Rupr.
Auch der zeitweise verwendete Name Maackia buergeri (Maxim.) Tatew. wird von Kew als Synonym von Maackia amurensis behandelt.
Das Gesamtareal von Maackia amurensis reicht vom russischen Fernen Osten über Nordchina und Korea bis nach Japan. Die traditionell als var. buergeri bezeichneten Pflanzen stammen dagegen aus Japan.
Der Gattungsname Maackia erinnert an den russischen Naturforscher und Forschungsreisenden Richard Maack (1825–1886), der im 19. Jahrhundert Sibirien und den russischen Fernen Osten erforschte.
Der Name buergeri ehrt den deutschen Naturforscher Heinrich Bürger, der im 19. Jahrhundert in Japan lebte und umfangreiche naturkundliche Sammlungen zusammentrug.
Ein eigener deutscher Name für var. buergeri ist nicht etabliert. Die Bezeichnung Amur-Maackie wird üblicherweise für Maackia amurensis insgesamt verwendet.
Wuchs und Blätter
Die Pflanze entwickelt sich zu einem sommergrünen kleinen bis mittelgroßen Baum, gelegentlich auch zu einem mehrstämmigen Großstrauch.
Für die japanische var. buergeri liegen nur wenige gesonderte Angaben zur endgültigen Größe in europäischer Kultur vor. Sie sollte deshalb nicht mit einer scheinbar exakten Endhöhe von 6 bis 10 m beschrieben werden. Maackia amurensis insgesamt kann sich langfristig zu einem stattlichen kleinen bis mittelgroßen Baum entwickeln.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind unpaarig gefiedert. Die einzelnen Fiederblättchen stehen überwiegend gegenständig und ergeben zusammen ein fein gegliedertes, lockeres Laubbild.
Ein klassisches Unterscheidungsmerkmal der var. buergeri liegt weniger in der Größe oder Wuchsform als in der Behaarung: Trees and Shrubs Online beschreibt die Unterseite der Fiederblättchen als mit anliegenden Haaren besetzt. Auch Merkmale des Kelches wurden zur Abgrenzung von der typischen Form herangezogen.
Der junge Austrieb von Maackia amurensis kann zunächst auffallend hell und silbrig wirken, bevor die Blätter ihre sommerliche grüne Färbung entwickeln.
Blüte und Früchte
Die Blüte erfolgt vergleichsweise spät im Jahr. Maackia amurensis blüht gewöhnlich im Juli und August.
Die einzelnen Schmetterlingsblüten sind klein und weißlich bis cremeweiß. Sie stehen dicht gedrängt in steifen, aufrechten Trauben, die etwa 10 bis 15 cm Länge erreichen können und teilweise an der Basis verzweigt sind.
Gerade der Zeitpunkt der Blüte unterscheidet die Maackie von vielen anderen sommergrünen Gehölzen, deren Hauptblüte bereits im Frühjahr abgeschlossen ist.
Nach der Blüte entwickeln sich flache Hülsen. Bei Maackia amurensis werden diese ungefähr 5 bis 8 cm lang und enthalten mehrere Samen.
Ein Fruchtansatz ist in Kultur möglich, tritt jedoch nicht in jedem Jahr gleichermaßen auf.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die botanische Geschichte von var. buergeri spiegelt die lange Erforschung der japanischen Pflanzenwelt im 19. Jahrhundert wider.
Heinrich Bürger lebte ab den 1820er-Jahren in Japan und gehörte zu den europäischen Naturforschern, die während der weitgehenden Abschließung Japans Pflanzen, Tiere und andere naturkundliche Objekte sammelten. Ein erheblicher Teil dieses Materials gelangte in europäische Sammlungen und wurde später von Botanikern wissenschaftlich bearbeitet.
Karl Johann Maximowicz beschrieb die Pflanze 1873 zunächst als Cladrastis amurensis var. buergeri. Zu dieser Zeit wurden Maackien und die nahe verwandten Gelbhölzer der Gattung Cladrastis taxonomisch noch unterschiedlich abgegrenzt.
1907 überführte Camillo Karl Schneider die Varietät unter dem Namen Maackia amurensis var. buergeri in die Gattung Maackia.
Später wurde sie zeitweise sogar als eigenständige Art Maackia buergeri behandelt. Die heutige Kew-Systematik erkennt diese Trennung nicht mehr an und fasst die japanischen Pflanzen mit Maackia amurensis zusammen.
In dendrologischen Werken findet man var. buergeri jedoch weiterhin als praktische Bezeichnung für die japanische Form.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. Für eine gute Entwicklung und Blütenbildung ist ein heller, offener Platz günstig.
Der Boden sollte durchlässig und während der Anwachsphase ausreichend mit Wasser versorgt sein. Gute Gartenböden werden vertragen, sofern keine dauerhafte Staunässe entsteht.
Junge Pflanzen sollten insbesondere während längerer sommerlicher Trockenperioden gewässert werden. Nach guter Etablierung sind ältere Exemplare wesentlich unabhängiger von zusätzlicher Bewässerung.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die Maackie entwickelt ihren charakteristischen Aufbau am schönsten, wenn sie weitgehend frei wachsen kann.
Bei jungen Exemplaren können bei Bedarf konkurrierende Leittriebe korrigiert oder störende Äste entfernt werden.
Klimatische Aspekte
Maackia amurensis gehört zu den ausgesprochen winterharten ostasiatischen Laubgehölzen. Ihr natürliches Gesamtareal reicht bis in den russischen Fernen Osten und umfasst Regionen mit kontinentalen, kalten Wintern.
Die häufig genannten niedrigen USDA-Winterhärtezonen beziehen sich jedoch überwiegend auf Maackia amurensis insgesamt und nicht speziell auf die japanische var. buergeri.
Eine identische Frosthärte beider Herkünfte sollte deshalb nicht allein aufgrund ihrer heutigen taxonomischen Zusammenfassung vorausgesetzt werden.
Für die japanische var. buergeri liegen wesentlich weniger gesonderte Kulturangaben vor. Etablierte Pflanzen können als gut winterhart gelten; junge Exemplare profitieren in den ersten Jahren dennoch von einem geschützten Standort.
Die Bezeichnung als „klimafestes Zukunftsgehölz“ sollte vermieden werden. Dafür liegen insbesondere für die japanische var. buergeri zu wenige langfristige Untersuchungen unter unterschiedlichen europäischen Klimabedingungen vor.
Praxistipp
Wer Maackia amurensis var. buergeri pflanzt, sollte ihr genügend Raum geben, um sich langfristig als kleines Baumgehölz entwickeln zu können.
Besonders interessant ist der Austrieb: Die jungen Blätter können zunächst auffallend hell bis silbrig erscheinen und verändern ihre Wirkung mit der weiteren Blattentwicklung deutlich.
Ein weiteres Erkennungsmerkmal der traditionell als var. buergeri bezeichneten japanischen Pflanzen ist die feine, anliegende Behaarung auf der Unterseite der Fiederblättchen. Bei älteren Pflanzen lässt sich damit überprüfen, ob das kultivierte Material tatsächlich dem klassischen Bild dieser Varietät entspricht.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Juli
Früchte
Besonderes
Boden
-
sandig
-
trocken
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig bis halbschattig
-
warm
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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