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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Melianthus major, der Große Honigstrauch, stammt aus den Kapregionen Südafrikas. Sein Verbreitungsgebiet reicht von der Northern Cape Province über das Western Cape bis in das Eastern Cape. Dort wächst die Art auf Sandsteinhängen und häufig entlang von Wasserläufen. Sie stammt aus Regionen mit regenreichen Wintern und trockenen Sommern.
Nach aktueller botanischer Einordnung gehört Melianthus major zur Familie der Francoaceae. In älterer Literatur wird die Art häufig noch in einer eigenen Familie, den Melianthaceae, geführt.
Der Gattungsname Melianthus setzt sich aus den griechischen Wörtern meli für „Honig“ und anthos für „Blüte“ zusammen. Das lateinische major bedeutet „größer“ und verweist darauf, dass es sich um die größte Art der Gattung handelt.
Wuchs und Blätter
In frostfreien Regionen wächst der Honigstrauch als immergrüner, ausläuferbildender Strauch und kann etwa 2 bis 3 m Höhe sowie eine ähnliche oder noch größere Breite erreichen. Die kräftigen, wenig verzweigten Triebe wachsen zunächst aufrecht und neigen sich später nach außen.
In kälteren Regionen wird die Art meist wie eine Staude oder ein Halbstrauch kultiviert. Frieren die oberirdischen Triebe zurück, kann die Pflanze aus dem geschützten Wurzelbereich neu austreiben und innerhalb eines Sommers wieder 1 bis 1,5 m Höhe erreichen.
Das auffälligste Merkmal sind die bis zu 45 oder 50 cm langen, blaugrünen bis silbergrauen Fiederblätter. Die einzelnen Fiederblättchen besitzen einen scharf gezähnten Rand und verleihen der Pflanze ein beinahe tropisches Erscheinungsbild.
Beim Berühren oder Zerreiben entwickeln die Blätter einen kräftigen, eigentümlich nussigen Geruch, der gelegentlich mit Erdnussbutter verglichen wird. Der südafrikanische Name „kruidjie-roer-my-nie“ bedeutet sinngemäß „Rühr-mich-nicht-an-Kraut“ – offenbar waren auch frühere Nasen nicht restlos begeistert.
Blüte
Die dunkel rostroten bis kastanienbraunen Blüten stehen in aufrechten, bis etwa 30 cm langen Trauben über dem Laub. In milden europäischen Regionen erscheinen sie gewöhnlich im späten Frühjahr oder Frühsommer.
Die Blüten entstehen an den überwinterten Trieben des Vorjahres. Friert die Pflanze bis zum Boden zurück oder wird sie im Frühjahr vollständig zurückgeschnitten, bildet sie zwar wieder eindrucksvolles Laub, blüht in diesem Jahr jedoch meist nicht.
Die ungewöhnlich geformten Blüten produzieren große Mengen dunklen, nahezu schwarzen Nektars. Bei warmem, sonnigem Wetter kann dieser tatsächlich aus den Blüten tropfen und auf Blättern, Wegen oder Kleidung dunkle Flecken hinterlassen.
Früchte
Nach der Blüte entstehen hellgrüne, vierkammerige Kapselfrüchte. Sie wirken aufgeblasen und beinahe papierartig, trocknen später hellbraun ein und enthalten glänzend schwarze Samen.
Die Früchte und Samen sind nicht zum Verzehr bestimmt.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Der Honigstrauch gelangte bereits 1673 in die niederländische Gartenkultur. Carl von Linné veröffentlichte den botanischen Namen Melianthus major im Jahr 1753. Damit wird die Art in Europa schon erstaunlich lange kultiviert, auch wenn sie bis heute eher als ungewöhnliche Liebhaberpflanze gilt.
Ältere ethnobotanische Werke berichten, dass der süße Blütennektar gesammelt und gegessen wurde. Die häufig wiederholte Behauptung, er sei in Südafrika regelmäßig als Zuckerersatz verwendet worden, ist dagegen nicht ausreichend belegt.
Blätter und Wurzeln wurden in der traditionellen südafrikanischen Medizin für verschiedene äußerliche und innerliche Zubereitungen verwendet. Gleichzeitig sind insbesondere Blätter und Wurzeln stark giftig; die Wirkung bleibt auch in getrocknetem Pflanzenmaterial erhalten. Diese Überlieferungen sind daher ausschließlich kulturhistorisch zu verstehen.
Die Pflanze sollte nicht verzehrt und außerhalb der Reichweite von Kindern sowie Tieren gepflanzt werden. Auch vom Probieren des Nektars ist abzuraten, da die Angaben zu seiner Unbedenklichkeit widersprüchlich sind.
Standort und Pflege
Ideal ist ein vollsonniger, warmer und vor kalten Winden geschützter Standort. Der Boden sollte humos, nährstoffreich und während der Vegetationszeit gleichmäßig frisch bis feucht sein. Gleichzeitig muss überschüssiges Wasser zuverlässig abziehen können.
Auf trockeneren, mageren Böden überlebt der Honigstrauch zwar, entwickelt jedoch kleinere Blätter und einen weniger üppigen Wuchs. Regelmäßiges Gießen und eine maßvolle Kompostgabe im Frühjahr fördern die Ausbildung des eindrucksvollen Laubes.
Besonders kritisch ist anhaltende Nässe im Winter. Ein leicht erhöhter Pflanzplatz und eine mineralische Drainageschicht können in niederschlagsreichen Regionen hilfreich sein.
Beim Rückschnitt kommt es auf das gewünschte Ergebnis an: Soll vor allem das große blaugrüne Laub wirken, kann die Pflanze im Frühjahr kräftig zurückgenommen werden. Werden Blüten gewünscht, müssen gesunde vorjährige Triebe erhalten bleiben. Frostgeschädigte Pflanzenteile werden erst entfernt, wenn im Frühjahr der neue Austrieb erkennbar ist.
Eine Kübelkultur ist gut möglich. Das Gefäß sollte groß und standfest sein, denn eine ausgewachsene Pflanze entwickelt reichlich Blattmasse und entsprechend viel Durst.
Klimatische Aspekte
WHZ: 8–10, in Zone 8 nur mit Einschränkungen
Die Royal Horticultural Society bewertet Melianthus major mit H3, entsprechend ungefähr −5 bis 1 °C. Andere gärtnerische Quellen führen die Art für USDA-Zone 8 und berichten, dass gut eingewurzelte Pflanzen nach stärkeren Frösten wieder aus der Basis austreiben können.
Diese Regenerationsfähigkeit darf nicht mit vollständiger Winterhärte verwechselt werden. In Zone 8 ist eine Auspflanzung nur an einem sehr geschützten Standort und mit einer dicken, möglichst trockenen Mulchauflage über dem Wurzelbereich zu empfehlen. Ob die Pflanze wieder austreibt, hängt neben der Tiefsttemperatur auch von Frostdauer, Bodenfeuchtigkeit und Alter der Pflanze ab.
In kälteren Regionen ist die Kultur in einem großen Kübel sicherer. Überwintert wird hell, kühl und frostfrei. Dabei wird sparsam gegossen, ohne den Wurzelballen vollständig austrocknen zu lassen.
Praxistipp
Vor der Pflanzung sollte entschieden werden, was wichtiger ist: möglichst großes, frisches Laub oder die ungewöhnlichen rostroten Blütenstände. Für den besten Blattschmuck wird der Honigstrauch im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten. Wer Blüten sehen möchte, muss die vorjährigen Triebe durch den Winter bringen.
Als Solitär oder Hintergrundpflanze bringt das silbergraue Laub einen starken Kontrast zu dunkel belaubten Gehölzen, hohen Gräsern, Dahlien oder kräftig gefärbten Sommerstauden. Ein etwas abgelegener Platz ist sinnvoll: Der Honigstrauch sieht ausgesprochen verlockend aus, ist aber definitiv eine Pflanze zum Anschauen und nicht zum Naschen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
braun
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
-
Duftend
-
dekoratives Laub
Boden
-
lehmig
-
frisch
-
toleriert Trockenheit
-
nährstoffreich
Standort
-
sonnig
-
Kübel
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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