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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Myrica cerifera, die Wachsmyrte, gehört zur Familie der Gagelstrauchgewächse (Myricaceae) und stammt aus dem östlichen und südöstlichen Nordamerika sowie angrenzenden Regionen Mittelamerikas und der Karibik.
Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich entlang der Atlantik- und Golfküste der Vereinigten Staaten. Dort wächst sie in Küstenwäldern, auf sandigen Dünen, an Gewässerrändern und in feuchten Niederungen.
Der Gattungsname Myrica geht auf eine antike griechische Pflanzenbezeichnung zurück. Der Artname cerifera bedeutet „wachstragend“ und bezieht sich auf die charakteristische Wachsschicht ihrer Früchte.
Daraus leitet sich auch der deutsche Name Wachsmyrte ab. Im Englischen ist die Pflanze als „Southern Wax Myrtle“ oder „Southern Bayberry“ bekannt.
Mit ihrem aromatischen Laub, den silbrig überzogenen Früchten und ihrer interessanten Kulturgeschichte ist die Wachsmyrte ein ungewöhnliches Gehölz für Liebhaber nordamerikanischer Pflanzen.
Wuchs und Blätter
Myrica cerifera entwickelt sich zu einem dicht verzweigten, immergrünen Strauch oder kleinen Baum mit aufrechtem bis breitbuschigem Wuchs.
In ihrer Heimat erreicht sie häufig etwa 3–6 m Höhe, unter besonders günstigen Bedingungen auch mehr. In mitteleuropäischen Gärten bleibt sie aufgrund der klimatischen Bedingungen gewöhnlich kleiner.
Die zahlreichen schlanken Zweige bilden eine dichte, natürlich wirkende Krone.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind schmal elliptisch bis lanzettlich, etwa 3–10 cm lang und besitzen eine leicht ledrige Oberfläche.
Ihre Farbe reicht von frischem Mittelgrün bis zu einem dunkleren, leicht glänzenden Grün. Im oberen Blattbereich können feine Zähnchen auftreten.
Besonders bemerkenswert ist der aromatische Duft des Laubes. Werden die Blätter zwischen den Fingern zerrieben, entfaltet sich ein würzig-harziger Geruch.
In milden Wintern bleibt die Wachsmyrte weitgehend immergrün. Bei stärkeren Frösten kann sie einen Teil ihrer Blätter verlieren.
Blüte und Früchte
Im Frühjahr erscheinen kleine, unscheinbare Blüten in kurzen, kätzchenartigen Blütenständen.
Die Blüten besitzen keine auffälligen Blütenblätter und treten gegenüber dem Laub kaum in Erscheinung.
Myrica cerifera ist überwiegend zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich gewöhnlich auf unterschiedlichen Pflanzen.
Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln weibliche Exemplare kleine, rundliche Steinfrüchte, die dicht an den Zweigen sitzen.
Während der Reife bildet sich auf ihrer Oberfläche eine auffällige, weißlich graue bis blaugraue Wachsschicht.
Dadurch erhalten die Früchte ein silbrig bereiftes Erscheinungsbild, das besonders im Herbst und Winter einen schönen Kontrast zum grünen Laub bildet.
Die Früchte können über einen längeren Zeitraum an den Zweigen verbleiben und verleihen dem Strauch einen zusätzlichen Zierwert.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Wachsmyrte besitzt eine bemerkenswerte Kulturgeschichte, die eng mit ihrer ungewöhnlichen Fruchtschicht verbunden ist.
Bereits in der frühen Kolonialzeit Nordamerikas wurde das Wachs der Früchte zur Herstellung von Kerzen verwendet.
Dazu wurden die Früchte in Wasser erhitzt, sodass sich das Wachs löste und an der Oberfläche gesammelt werden konnte.
Nach dem Abkühlen ließ es sich abschöpfen und weiterverarbeiten.
Die daraus hergestellten Kerzen waren wegen ihres angenehmen Duftes und ihrer besonderen Materialeigenschaften geschätzt.
Allerdings war die Wachsgewinnung aufwendig, da für vergleichsweise kleine Wachsmengen große Mengen an Früchten benötigt wurden.
Auch die aromatischen Blätter gehören zu den charakteristischen Eigenschaften der Pflanze. Ihr würzig-harziger Duft erinnert an andere Vertreter der Gagelstrauchgewächse.
In nordamerikanischen Gärten wird Myrica cerifera außerdem wegen ihres dichten Wuchses und ihrer vielseitigen Verwendung als frei wachsender Strauch, Heckenpflanze oder kleiner Baum kultiviert.
Standort und Pflege
Die Wachsmyrte bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Sie ist hinsichtlich des Bodens bemerkenswert anpassungsfähig und wächst sowohl auf sandigen als auch auf humosen Substraten.
Besonders günstig sind lockere, gut durchlässige Böden mit mäßiger bis gleichmäßiger Feuchtigkeit.
Die Pflanze verträgt zeitweise Trockenheit ebenso wie vorübergehend nasse Bodenverhältnisse.
Auch sandige, nährstoffarme Standorte werden gut toleriert. Wie andere Vertreter der Gagelstrauchgewächse kann sie mit stickstoffbindenden Mikroorganismen in ihren Wurzeln zusammenleben.
Eine weitere Besonderheit ist ihre vergleichsweise gute Verträglichkeit gegenüber salzhaltiger Luft und windigen Küstenstandorten.
In mitteleuropäischen Gärten empfiehlt sich dennoch ein warmer, möglichst geschützter Platz, da die Winterhärte begrenzt ist.
Myrica cerifera ist gut schnittverträglich und kann bei Bedarf im Frühjahr zurückgeschnitten oder ausgelichtet werden.
Auch eine Erziehung zum kleinen, mehrstämmigen Baum ist möglich.
Klimatische Aspekte
Myrica cerifera wird in der Gartenliteratur gewöhnlich den USDA-Winterhärtezonen 7–10 zugeordnet, teilweise auch Zone 11.
Damit eignet sie sich für die dauerhafte Freilandkultur vor allem in wintermilden Regionen und an geschützten Standorten.
In kälteren Gebieten können stärkere Fröste zu Blattverlust, Triebschäden oder zum Zurückfrieren größerer Pflanzenteile führen.
Besonders ungünstig ist die Kombination aus gefrorenem Boden, intensiver Wintersonne und kaltem, austrocknendem Wind.
Junge Pflanzen sollten während der ersten Winter geschützt werden.
In Regionen mit regelmäßig strengen Frösten bietet sich auch eine Kultur in größeren Kübeln an, die während längerer Frostperioden an einen geschützten, hellen und kühlen Platz gestellt werden können.
Gut eingewachsene Pflanzen vertragen sommerliche Wärme und vorübergehende Trockenperioden, sofern ausreichend Bodenfeuchtigkeit zur Verfügung steht.
Praxistipp
Die Wachsmyrte ist ein außergewöhnliches Gehölz für geschützte Gartenbereiche, wintermilde Küstenlagen und Sammlungen nordamerikanischer Pflanzen.
Besonders schön wirkt sie als frei wachsender Strauch, bei dem sich das aromatische Laub und die silbrig bereiften Früchte gut betrachten lassen.
In milden Regionen kann sie auch als lockere, immergrüne Hecke oder als kleiner Baum verwendet werden.
Eine Kombination mit Ziergräsern und anderen Gehölzen mit feiner Blattstruktur unterstreicht ihren natürlichen Charakter.
Wer die dekorativen Früchte und ihre ungewöhnliche Wachsschicht erleben möchte, sollte auf weibliche Pflanzen und einen geeigneten männlichen Bestäuber in der Nähe achten.
In kälteren Gartenlagen empfiehlt sich ein geschützter Standort oder die Kultur in einem ausreichend großen Kübel.
Mit ihrem würzig duftenden Laub, den silbrigen Früchten und der Geschichte der traditionellen Kerzenherstellung ist Myrica cerifera eine besondere Bereicherung für ungewöhnliche Gehölzsammlungen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Duftend
-
aromatisch
Boden
-
feucht
-
frisch
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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