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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Nyssa aquatica, der Wasser-Tupelobaum, stammt aus den zentralen und südöstlichen USA. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Virginia bis Florida und Texas sowie entlang des Mississippi nach Norden bis Illinois. Dort wächst er in sumpfigen Flussniederungen, Überschwemmungswäldern und zeitweise tief überfluteten Senken.
Der Gattungsname Nyssa erinnert an eine Wassernymphe der griechischen Mythologie. Das lateinische aquatica bedeutet „im Wasser lebend“. Auch der Name Tupelo verweist auf den Standort: Er geht auf Wörter der nordamerikanischen Creek-Sprache für „Baum“ und „Sumpf“ zurück.
Wuchs und Blätter
In seiner Heimat entwickelt sich der Wasser-Tupelobaum zu einem großen, langlebigen Baum von meist 20–30 m Höhe. Einzelne alte Exemplare können mehr als 35 m erreichen. In europäischen Gärten bleibt er aufgrund der kürzeren und kühleren Sommer meist deutlich kleiner. Langfristig sind etwa 10–15 m Höhe realistisch.
Die Krone ist in jungen Jahren schmal und locker aufgebaut. Charakteristisch ist der Stammgrund: Auf dauerhaft nassen oder regelmäßig überfluteten Standorten verbreitert er sich mit zunehmendem Alter stark und kann eine auffallend flaschenförmige oder brettartig verstärkte Basis entwickeln.
Die glänzend dunkelgrünen Blätter sind länglich bis verkehrt-eiförmig und etwa 8–18 cm lang. Der Blattrand ist überwiegend glatt, kann im oberen Bereich jedoch einzelne grobe Zähne besitzen. Im Herbst verfärbt sich das Laub meist leuchtend gelb. Je nach Standort und Witterung können zusätzlich orangefarbene bis scharlachrote Töne auftreten, sie sind aber weniger zuverlässig als bei Nyssa sylvatica.
Blüte
Die kleinen, grünlich weißen Blüten erscheinen im Frühjahr kurz vor oder zusammen mit dem Laubaustrieb. In der südöstlichen Heimat beginnt die Blüte bereits im März oder April, in kühleren Regionen entsprechend später.
Nyssa aquatica ist überwiegend zweihäusig: Männliche und weibliche Blüten befinden sich meist auf unterschiedlichen Bäumen. Männliche Blüten stehen in kleinen Gruppen, weibliche Blüten einzeln oder zu zweit. Gelegentlich kommen auch zwittrige Blüten vor.
Früchte
Die Früchte sind längliche, etwa 2–3 cm große Steinfrüchte. Sie reifen vom Spätsommer bis in den Herbst und verfärben sich dunkelblau, violett bis beinahe schwarz. Ihre Oberfläche ist häufig hell gepunktet oder leicht bereift.
Für einen zuverlässigen Fruchtansatz werden gewöhnlich eine weibliche und eine männliche Pflanze benötigt. Da das Geschlecht bei jungen Sämlingen nicht erkennbar ist, lässt sich die spätere Fruchtbildung bei einer einzelnen Pflanze nicht garantieren.
Besonderheit und Kulturgeschichte
Der Wasser-Tupelobaum ist hervorragend an zeitweise sauerstoffarme, überflutete Böden angepasst. In seiner Heimat wächst er häufig gemeinsam mit der Sumpfzypresse, Taxodium distichum. Selbst längere Überflutungen werden vertragen, solange Triebe und Blätter über der Wasseroberfläche bleiben.
Das helle, fein strukturierte Tupeloholz wurde in Nordamerika unter anderem für Möbel, Kisten, Furniere und Holzgegenstände genutzt. Das besonders leichte Holz des verdickten Stammgrundes eignete sich außerdem für Schnitzarbeiten und traditionell auch zur Herstellung schwimmfähiger Entenattrappen.
Mit den Tupelobäumen ist zudem der bekannte amerikanische Tupelo-Honig verbunden. Nyssa aquatica gehört zu den dafür genutzten Arten. Der besonders geschätzte sortenreine Tupelo-Honig aus Florida stammt allerdings überwiegend von Nyssa ogeche.
Bereits 1735 soll ein von John Bartram gesammelter Wasser-Tupelobaum in der Pflanzensammlung des englischen Kaufmanns und Pflanzenliebhabers Peter Collinson gestanden haben. Trotz dieser frühen Einführung ist die Art in europäischen Gärten bis heute eine Seltenheit geblieben.
Standort und Pflege
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort mit humosem, saurem bis neutralem Boden. Die Erde sollte dauerhaft frisch, feucht oder nass sein. Auch schwere Böden, zeitweilige Staunässe und flaches stehendes Wasser werden vertragen.
Eine Pflanzung direkt im Wasser ist nicht zwingend notwendig. Die Art kann auch auf normalem Gartenboden wachsen, wenn dieser während des Sommers nicht austrocknet. Auf kalkreichen, heißen und trockenen Standorten entwickelt sie sich dagegen nur schlecht.
Der Baum bildet früh eine kräftige Pfahlwurzel und lässt sich später nur ungern verpflanzen. Junge Pflanzen sollten deshalb möglichst bald an ihren endgültigen Standort gesetzt werden. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Klimatische Aspekte
WHZ: 6–9
Nyssa aquatica verträgt deutlich stärkere Fröste, als ihre südliche Herkunft zunächst vermuten lässt. Die natürliche Verbreitung reicht in Regionen, in denen winterliche Tiefsttemperaturen unter −20 °C auftreten können.
Entscheidender als die reine Frosthärte ist eine ausreichend lange, warme Vegetationsperiode. In kühlen Sommerregionen wächst der Baum langsamer und bleibt kleiner. Ein sonniger, windgeschützter Standort unterstützt die Ausreifung der Triebe.
Junge Pflanzen benötigen in den ersten Jahren eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Ein Austrocknen des Wurzelballens kann die Entwicklung stärker beeinträchtigen als winterliche Nässe.
Praxistipp
Der Wasser-Tupelobaum eignet sich für Teichränder, breite Uferzonen, Regenwassersenken und dauerhaft feuchte Gartenbereiche. Besonders interessant ist er an Plätzen, an denen viele andere Bäume unter Staunässe leiden.
Für den charakteristischen, stark verbreiterten Stammgrund muss der Baum allerdings über viele Jahre regelmäßig sehr nass stehen. Auf gewöhnlichem Gartenboden wächst er ebenfalls, entwickelt dort aber eher einen normalen Stamm. Wer vor allem eine sichere rote Herbstfärbung sucht, ist mit Nyssa sylvatica besser beraten; wer einen ungewöhnlichen Baum für wirklich nasse Böden benötigt, findet in Nyssa aquatica den deutlich passenderen Spezialisten.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
grün
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
Boden
-
feucht
-
nahrhaft
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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