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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Nyssa sylvatica, der Tupelobaum, gehört zur Familie der Tupelogewächse (Nyssaceae). Seine Heimat liegt im östlichen Nordamerika. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Ontario und den nordöstlichen Vereinigten Staaten über die Appalachen bis nach Florida und Texas. Einzelne Vorkommen reichen bis nach Mexiko.
Die Art besiedelt sehr unterschiedliche Lebensräume. Sie wächst in feuchten Niederungen, an Bachläufen und auf gut durchlässigen Waldböden ebenso wie an trockeneren Berghängen. Besonders stattliche Exemplare entwickeln sich auf tiefgründigen, ausreichend feuchten Böden.
Der botanische Gattungsname Nyssa geht auf die Nymphe Nyssa aus der griechischen Mythologie zurück. Der Artname sylvatica stammt vom lateinischen silva für Wald und bedeutet sinngemäß „im Wald wachsend“.
In Nordamerika ist der Baum unter verschiedenen Namen bekannt, darunter „Black Tupelo“, „Black Gum“ und „Sour Gum“. Der Name Tupelo geht vermutlich auf eine Bezeichnung aus der Sprache der Muskogee zurück, die mit sumpfigen Lebensräumen in Verbindung gebracht wird.
Die Art wurde 1785 vom amerikanischen Botaniker Humphry Marshall wissenschaftlich beschrieben.
Wuchs und Blätter
Der Tupelobaum entwickelt sich zu einem mittelgroßen bis großen, sommergrünen Baum mit auffallend regelmäßigem Kronenaufbau.
In seiner Heimat erreicht er gewöhnlich etwa 15–25 m Höhe, unter günstigen Bedingungen auch 30 m oder mehr. In europäischen Gärten und Parks bleibt er häufig kleiner, kann im Alter jedoch ebenfalls stattliche Dimensionen erreichen.
Junge Bäume besitzen meist einen aufrechten, durchgehenden Stamm und eine schmal kegelförmige Krone. Mit zunehmendem Alter wird diese breiter und unregelmäßiger.
Besonders charakteristisch ist die Stellung der Äste. Während die oberen Zweige häufig aufwärtsgerichtet wachsen, stehen die mittleren Äste annähernd waagerecht. Die unteren können sich deutlich abwärts neigen.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind elliptisch bis verkehrt eiförmig, etwa 5–15 cm lang und besitzen einen überwiegend glatten Rand. Ihre Oberfläche ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite etwas heller.
Im Herbst zeigt der Tupelobaum eine außergewöhnlich intensive Laubfärbung. Bereits früh können sich einzelne Blätter tiefrot verfärben, während andere noch grün sind.
Später entwickelt sich ein eindrucksvolles Farbenspiel aus Gelb, Orange, Scharlachrot und dunklem Purpurrot. Die Färbung kann innerhalb einer einzigen Krone sehr unterschiedlich ausfallen.
Die Rinde ist an jungen Bäumen zunächst graubraun und relativ glatt. Mit zunehmendem Alter entwickelt sich eine tief gefurchte, in unregelmäßige, blockartige Felder gegliederte Borke.
Blüte und Früchte
Die kleinen, grünlich weißen Blüten erscheinen im Frühjahr, gewöhnlich zwischen April und Juni, etwa gleichzeitig mit dem Laubaustrieb.
Sie sind unscheinbar und stehen einzeln oder in kleinen Gruppen an dünnen Stielen.
Nyssa sylvatica ist überwiegend zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich meist auf unterschiedlichen Bäumen, wobei auch Pflanzen mit gemischten Blütentypen vorkommen können.
Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich an weiblichen Exemplaren kleine, länglich eiförmige Steinfrüchte.
Diese sind zunächst grün und färben sich während der Reife dunkelblau bis nahezu schwarz. Sie werden gewöhnlich etwa 1–1,5 cm lang und enthalten einen harten, länglichen Steinkern.
Die Früchte reifen im Spätsommer und Herbst.
Ein zuverlässiger Fruchtansatz setzt gewöhnlich voraus, dass geeignete männliche und weibliche Blüten in Bestäubungsreichweite vorhanden sind.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Der Tupelobaum gehört zu den charakteristischen Gehölzen der nordamerikanischen Laubwälder. Besonders bekannt ist er für seine intensive Herbstfärbung, die häufig früher einsetzt als bei vielen anderen Laubbäumen.
Eine interessante Besonderheit zeigt sich in seinen natürlichen Lebensräumen.
Während Nyssa sylvatica auf gut durchlässigen Waldböden und an Berghängen wächst, findet man in den südöstlichen Vereinigten Staaten auch eng verwandte Tupelobäume in dauerhaft nassen Niederungen und Sümpfen.
Lange Zeit wurde der Sumpf-Tupelobaum als Nyssa sylvatica var. biflora eingeordnet. Heute erkennt Kew ihn als eigenständige Art Nyssa biflora an.
Diese Unterscheidung ist auch für die Gartenkultur wichtig, da die beiden Arten unterschiedliche Standortschwerpunkte besitzen.
Das Holz des Tupelobaums wurde in Nordamerika traditionell für zahlreiche Gebrauchsgegenstände verwendet. Es besitzt eine feine, gleichmäßige Struktur und ist besonders schwer zu spalten.
Diese Eigenschaft machte es unter anderem für Rollen, Holzräder, Werkzeugteile und Gegenstände interessant, bei denen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Spalten erwünscht war.
Auch für Möbelbestandteile, Kisten und andere Holzprodukte fand es Verwendung.
Eine weitere Besonderheit ist die ungewöhnliche Lebensdauer der Art. Unter günstigen Bedingungen können Tupelobäume mehrere Jahrhunderte alt werden.
Im Alter entwickeln sie nicht nur eine eindrucksvolle, oft breit ausladende Krone, sondern auch die charakteristische tief gefurchte Borke, die an ein unregelmäßiges Schachbrettmuster erinnern kann.
Standort und Pflege
Nyssa sylvatica bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte mit tiefgründigen, humosen und ausreichend feuchten Böden.
Besonders günstig sind leicht saure bis saure Böden mit guter Durchlüftung und ausreichender Wasserspeicherung.
Auf kalkreichen Böden kann es zu Wachstumsstörungen und Blattaufhellungen kommen. Sehr hohe pH-Werte sollten deshalb vermieden werden.
Die Art verträgt zeitweise feuchte Bodenverhältnisse und kann auf geeigneten Standorten auch kurzzeitige Überflutungen überstehen.
Gleichzeitig wachsen natürliche Bestände auf gut durchlässigen, zeitweise trockeneren Böden. Für die Gartenkultur ist dennoch eine möglichst gleichmäßige Wasserversorgung empfehlenswert, insbesondere während der ersten Standjahre.
Ein wichtiger Punkt ist das Wurzelsystem.
Junge Tupelobäume entwickeln eine kräftige, tiefreichende Hauptwurzel mit empfindlichen Seitenwurzeln. Deshalb lassen sich ältere Exemplare nur schwer verpflanzen.
Der endgültige Standort sollte möglichst frühzeitig festgelegt werden.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Die natürliche Kronenform entwickelt sich weitgehend ohne Eingriffe.
Klimatische Aspekte
Der Tupelobaum besitzt eine gute Winterhärte und wird gewöhnlich den USDA-Winterhärtezonen 4–9 zugeordnet.
Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Regionen mit kalten Wintern ebenso wie Gebiete mit warmen, feuchten Sommern.
Für die Kultur in Mitteleuropa sind tiefgründige, ausreichend frische und vorzugsweise saure Böden besonders günstig.
Gut eingewachsene Exemplare können zeitweilige Trockenperioden überstehen. Auf flachgründigen oder stark austrocknenden Böden können jedoch Wachstumsstörungen auftreten.
Die intensive Herbstfärbung entwickelt sich besonders eindrucksvoll an ausreichend hellen Standorten. Auch die Bodenreaktion kann Einfluss auf die Farbintensität nehmen.
Praxistipp
Der Tupelobaum eignet sich besonders als Solitär für größere Gärten, Parkanlagen und weitläufige Gehölzpflanzungen.
Seine regelmäßig aufgebaute Krone und die außergewöhnliche Herbstfärbung kommen am besten zur Geltung, wenn er ausreichend Platz erhält.
Bei der Pflanzung empfiehlt es sich, möglichst junge, gut durchwurzelte Containerpflanzen zu verwenden. Diese wachsen gewöhnlich zuverlässiger an als ältere, bereits stark entwickelte Exemplare.
Besonders reizvoll wirkt Nyssa sylvatica vor einem Hintergrund immergrüner Gehölze, der die leuchtend roten Herbstfarben zusätzlich hervorhebt.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
sandig
-
lehmig
-
frisch
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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