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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Oxydendrum arboreum, der Sauerbaum oder Sourwood, stammt aus den östlichen und südöstlichen USA. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Pennsylvania, Ohio und Indiana bis nach Florida, Louisiana und Mississippi. Besonders häufig kommt er in den Appalachen vor, wo er in lichten Wäldern, an Berghängen und auf gut durchlässigen, sauren Böden wächst.
Der Sauerbaum gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist die einzige Art der Gattung Oxydendrum. Der botanische Name setzt sich aus den griechischen Wörtern oxys für „sauer“ und dendron für „Baum“ zusammen. Er bezieht sich ebenso wie der deutsche Name auf den säuerlichen Geschmack der Blätter. Das Artepitheton arboreum bedeutet „baumartig“.
Wuchs und Blätter
In seiner Heimat wächst der Sauerbaum zu einem 10 bis über 20 Meter hohen Baum heran. In europäischen Gärten entwickelt er sich langsam zu einem Großstrauch oder kleinen bis mittelgroßen Baum. Langfristig sind etwa 8 bis 12 Meter Höhe und 4 bis 8 Meter Breite möglich. Aufgrund des langsamen Wachstums bleiben jüngere Exemplare allerdings viele Jahre deutlich kleiner.
Die Krone ist zunächst schmal pyramidenförmig und wird im Alter lockerer und unregelmäßiger. Die Zweigspitzen hängen häufig leicht über. Ältere Stämme entwickeln eine graubraune, tief gefurchte und zunehmend blockige Borke.
Die sommergrünen Blätter sind länglich, elliptisch bis lanzettlich und fein gezähnt. Der junge Austrieb kann bronzefarben überlaufen sein. Im Sommer ist die Oberseite glänzend dunkelgrün, während die Unterseite heller und gelegentlich leicht graugrün bereift erscheint.
Im Herbst verfärbt sich das Laub in kräftige Töne von Orange über Scharlachrot bis Purpur. Die Färbung beginnt häufig schon an einzelnen Zweigen, während andere Teile der Krone noch grün sind. Dadurch entsteht über mehrere Wochen ein besonders abwechslungsreiches Farbspiel.
Blüte
Die weißen Blüten erscheinen je nach Klima und Standort von Juli bis August, in kühleren Regionen gelegentlich noch im September. Sie stehen in langen, lockeren und leicht überhängenden Rispen an den Enden der Triebe.
Die kleinen, wachsartig wirkenden Einzelblüten sind urnen- bis glockenförmig. Sie erinnern an Maiglöckchen und erklären den englischen Namen Lily-of-the-Valley Tree. Die Blüte kann sich mit der beginnenden Herbstfärbung überschneiden, wodurch der Baum gleichzeitig weiße Blüten und rötliches Laub trägt.
Früchte
Aus den Blüten entwickeln sich kleine, fünfklappige Kapselfrüchte. Sie sind zunächst gelblich, reifen im Herbst braun bis silbergrau aus und bleiben teilweise nach dem Laubfall an den verzweigten Blütenständen hängen.
Der Fruchtschmuck ist zurückhaltend, verleiht den Zweigspitzen im Herbst und Winter aber eine feine, strukturierte Wirkung.
Besonderheit und Kulturgeschichte
Der Sauerbaum war spätestens 1752 in englischen Gärten in Kultur. Trotz dieser frühen Einführung blieb er in Europa ein seltenes Gehölz. Ein Grund dafür dürfte sein empfindliches Wurzelsystem sein: Die Art lässt sich zwar gut aus Samen heranziehen, ist in der weiteren Kultur und beim Umpflanzen jedoch anspruchsvoller als viele andere Gartenbäume.
In den südlichen Appalachen ist Sourwood-Honig eine bekannte regionale Spezialität. Er wird während der sommerlichen Blütezeit gewonnen und wegen seines charakteristischen Aromas geschätzt. Der Name Sourwood findet sich außerdem in „Sourwood Mountain“, einem traditionellen Lied und Tanzstück der Appalachen.
Das schwere, harte und feinporige Holz besitzt keine größere wirtschaftliche Bedeutung. Es wurde örtlich für Werkzeugstiele und als Brennholz genutzt sowie zusammen mit anderen Holzarten zu Zellstoff verarbeitet. Die früher genannte Verwendung für Möbel und Holzkohle lässt sich dagegen nicht ausreichend belegen.
Standort und Pflege
Der Sauerbaum benötigt einen sauren, humosen und gut durchlässigen Boden. Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ist günstig, dauerhafte Nässe wird jedoch nicht vertragen. Kalkhaltige Böden führen häufig zu Blattaufhellungen, schwachem Wachstum und langfristig zu einer schlechten Entwicklung.
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger, geschützter Standort. In voller Sonne fallen Blüte und Herbstfärbung meist kräftiger aus, der Boden darf dort im Sommer jedoch nicht austrocknen. Lichter Halbschatten wird gut vertragen.
Die Art besitzt ein empfindliches Wurzelsystem und sollte möglichst als junge Pflanze gesetzt werden. Der Wurzelballen darf beim Pflanzen nicht auseinanderfallen oder beschädigt werden. Einmal eingewachsene Exemplare sollten nicht mehr umgesetzt werden.
Eine Mulchschicht aus Laubkompost, Nadelstreu oder kompostierter Rinde hält den Boden gleichmäßig feucht und schützt die flacheren Wurzeln. Sie kann einen kalkhaltigen Boden jedoch nicht dauerhaft in sauren Boden verwandeln. Entscheidend ist daher bereits die richtige Standortwahl.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Lediglich abgestorbene, beschädigte oder ungünstig stehende Äste werden entfernt.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–9
Der Sauerbaum ist gut winterhart und wird überwiegend den USDA-Zonen 5 bis 9 zugeordnet. Die Royal Horticultural Society bewertet ihn mit H6, entsprechend ungefähr −20 bis −15 °C. Eine Bezeichnung als „absolut winterhart“ wäre dennoch zu weitgehend, da Bodenverhältnisse, Sommerwärme und Wasserversorgung erheblichen Einfluss auf die Entwicklung haben.
Für eine reiche Blüte und eine intensive Herbstfärbung benötigt der Baum ausreichend Licht und sommerliche Wärme. Gleichzeitig reagiert er auf längere Trockenperioden empfindlich. An heißen Standorten ist deshalb eine zuverlässige Wasserversorgung wichtiger als zusätzlicher Winterschutz.
Praxistipp
Der Sauerbaum sollte jung gepflanzt und anschließend möglichst nicht mehr versetzt werden. Rund um den Stamm empfiehlt sich eine dauerhaft bewuchsfreie, gemulchte Fläche, damit Gräser und andere Pflanzen dem empfindlichen Wurzelsystem keine zusätzliche Konkurrenz machen.
Bei der Standortplanung sollte trotz des langsamen Wachstums ausreichend Platz vorgesehen werden: Der Sauerbaum ist langfristig kein Fünf-Meter-Bäumchen. Vor dunklen immergrünen Gehölzen kommen sowohl die weißen Blüten als auch die leuchtende Herbstfärbung besonders gut zur Geltung. Rhododendren, Azaleen, Kalmien und andere Gehölze für saure Böden sind passende Begleiter.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
Boden
-
humos
-
frisch
Standort
-
sonnig bis halbschattig
-
schattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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