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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Parrotia persica ‘Persian Spire’ gehört zur Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae). Die Wildart Parrotia persica besitzt ihr natürliches Verbreitungsgebiet im südöstlichen Aserbaidschan und im Norden Irans. Sie ist ein charakteristisches Gehölz der Hyrcanischen Wälder südlich und südwestlich des Kaspischen Meeres.
Der deutsche Name „Eisenholzbaum“ beziehungsweise „Persischer Eisenholzbaum“ nimmt Bezug auf das ausgesprochen harte und schwere Holz der Art. Das Artepitheton persica bedeutet „persisch“ und verweist auf das natürliche Vorkommen im Iran.
‘Persian Spire’ ist eine moderne, ausgesprochen schmal wachsende Auslese. Der vollständige Sortenname lautet ‘JLPN01’; PERSIAN SPIRE ist die geschützte Handelsbezeichnung. Die Sorte stammt von JLPN Inc. in Salem, Oregon, USA.
Wuchs und Blätter
‘Persian Spire’ unterscheidet sich durch ihren straff aufrechten, säulenförmigen Wuchs deutlich von der Wildart. Während ältere Exemplare von Parrotia persica breite und teilweise mehrstämmige Kronen entwickeln können, bleibt ‘Persian Spire’ wesentlich schmaler.
Nach sieben Jahren wurden für ungeschnittene Pflanzen etwa 2,5 m Höhe bei lediglich 75 cm Breite angegeben. Langfristig nennt die Royal Horticultural Society ungefähr 6 m Höhe und 3 m Breite. Damit bleibt die Sorte deutlich kompakter als die Art.
Auch die Blätter unterscheiden sich etwas von der typischen Wildform. Sie sind vergleichsweise schmal und oval. Besonders auffällig ist ihre wechselnde Färbung: Der junge Austrieb zeigt kräftige Purpurtöne. Im Sommer werden die Blätter dunkelgrün, behalten jedoch einen deutlich purpurfarbenen Rand.
Im Herbst folgt ein weiteres Farbenspiel mit gelben, orangefarbenen, roten und violetten Tönen.
Blüte und Früchte
Die Blüten erscheinen im Spätwinter bis zum zeitigen Frühjahr, noch vor beziehungsweise während des beginnenden Blattaustriebs.
Sie besitzen keine auffälligen Kronblätter. Ihre Wirkung entsteht vor allem durch die deutlich sichtbaren roten Staubbeutel, die in kleinen Büscheln an den noch weitgehend kahlen Zweigen stehen.
Im Vergleich zur späteren Laubfärbung ist die Blüte eher zurückhaltend und fällt besonders bei Betrachtung aus der Nähe auf.
Nach der Blüte können kleine, unscheinbare Kapselfrüchte entstehen. Für den Zierwert der Sorte spielen sie nur eine untergeordnete Rolle.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Parrotia persica wurde 1831 vom deutsch-russischen Botaniker Carl Anton von Meyer als eigene Gattung beschrieben. Der Gattungsname Parrotia erinnert an den deutschbaltischen Naturforscher Friedrich Parrot, der unter anderem durch seine Besteigung des Ararat im Jahr 1829 bekannt wurde.
Eine Besonderheit älterer Eisenholzbäume ist ihre Rinde. Sie löst sich in unregelmäßigen Platten ab und lässt darunter unterschiedlich gefärbte Bereiche erkennen. Dadurch kann mit zunehmendem Alter ein mosaikartiges Muster aus Grau-, Grün-, Braun- und Cremetönen entstehen.
‘Persian Spire’ überträgt viele der charakteristischen Eigenschaften des Persischen Eisenholzbaumes auf eine wesentlich schmaler wachsende Form.
Die Sorte wurde von JLPN Inc. in Oregon selektiert und unter der Sortenbezeichnung ‘JLPN01’ eingeführt. 2015 erhielt PERSIAN SPIRE auf der niederländischen Fachmesse Plantarium eine Bronzemedaille.
Besonders auffällig ist, dass nicht nur die Herbstfärbung, sondern bereits der Austrieb und anschließend der purpurfarbene Blattrand während des Sommers für wechselnde Farbeffekte sorgen.
Standort und Pflege
‘Persian Spire’ bevorzugt einen sonnigen Standort, an dem sich die Blatt- und Herbstfärbung besonders gut entwickeln kann.
Die Sorte ist hinsichtlich des Bodens recht anpassungsfähig. Sandige, lehmige und tonige Böden werden ebenso toleriert wie kalkhaltige Standorte. Auch beim pH-Wert reicht die Toleranz von sauer über neutral bis alkalisch.
Der Boden sollte gut durchlässig sein und kann frisch bis mäßig feucht gehalten werden. Dauerhafte Staunässe ist zu vermeiden.
Ein regelmäßiger Formschnitt ist nicht notwendig. Die charakteristische schmale Wuchsform entsteht von selbst. Schnittmaßnahmen sollten sich deshalb auf beschädigte, störende oder ungünstig stehende Äste beschränken.
Junge Pflanzen profitieren während längerer Trockenperioden von zusätzlicher Wasserversorgung. Mit zunehmender Einwurzelung steigt die Toleranz gegenüber vorübergehend trockeneren Bedingungen.
Klimatische Aspekte
‘Persian Spire’ ist gut winterhart. Die Royal Horticultural Society bewertet die Sorte mit H6, entsprechend etwa –20 bis –15 °C.
Damit ist sie auch für Regionen mit ausgeprägten Winterfrösten geeignet. Wie bei vielen Gehölzen können junge Pflanzen in den ersten Standjahren empfindlicher reagieren als gut etablierte ältere Exemplare.
Die Art stammt aus einer Region mit warmen Sommern und kühlen bis kalten Wintern. Etablierte Eisenholzbäume besitzen daher eine beachtliche Toleranz gegenüber unterschiedlichen Witterungsbedingungen.
Bei längeren sommerlichen Trockenperioden sollte insbesondere bei jungen Pflanzen dennoch auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden.
Praxistipp
‘Persian Spire’ ist vor allem dann interessant, wenn der klassische Eisenholzbaum für den vorhandenen Platz schlicht zu breit werden würde.
Während die Wildart im Alter eine sehr breite Krone entwickeln kann, wächst ‘Persian Spire’ ausgesprochen aufrecht. Dadurch lässt sie sich auch dort einsetzen, wo ein normal wachsender Eisenholzbaum langfristig zu viel Raum beanspruchen würde.
Besonders reizvoll ist die Sorte nicht erst im Herbst: Purpurfarbener Austrieb, dunkelgrüne Sommerblätter mit violettem Rand und schließlich die mehrfarbige Herbstfärbung sorgen dafür, dass sich ihr Erscheinungsbild während der gesamten Vegetationsperiode verändert.
Quellen
Royal Botanic Gardens, Kew – Plants of the World Online: Parrotia persica (DC.) C.A.Mey.
Royal Horticultural Society – Parrotia persica [Persian Spire] (‘JLPN01’).
Plantipp – Parrotia persica PERSIAN SPIRE (‘JLPN01’); Sortenherkunft, Wuchs und Auszeichnung.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rot
Blütezeit
-
März
Früchte
Besonderes
Boden
-
durchlässig
-
nahrhaft
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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