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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Parthenocissus henryana, der Chinesische Wilde Wein, stammt aus Mittel- und Südchina sowie angrenzenden Bereichen des östlichen Himalaya. Dort wächst er in Wäldern, an Berghängen und auf feuchten Felsen in Höhenlagen bis etwa 1.500 m.
Der Artname erinnert an den irischen Pflanzenkundler Augustine Henry, der die Pflanze um 1885 in China entdeckte. Botanisch gehört sie zu den Weinrebengewächsen und ist mit dem bekannteren Fünfblättrigen Wilden Wein verwandt.
Wuchs und Blätter
Die sommergrüne Kletterpflanze hält sich mithilfe verzweigter Ranken und kleiner Haftscheiben selbstständig an geeigneten Oberflächen fest. Auf rauem, tragfähigem Mauerwerk ist deshalb normalerweise keine Rankhilfe erforderlich. An sehr glatten Wänden oder Zäunen müssen junge Triebe zunächst geführt werden.
Im Garten erreicht die Pflanze meist 5–8 m Höhe. Alte Exemplare können an günstigen Standorten bis etwa 12 m emporklettern. Sie wächst weniger wuchtig als Parthenocissus quinquefolia, benötigt aber dennoch ausreichend Platz und regelmäßige Kontrolle.
Die Blätter bestehen gewöhnlich aus fünf schmalen Einzelblättchen. Ihre samtig dunkelgrüne Oberfläche wird von silbrig weißen bis leicht rosafarbenen Adern durchzogen. Im Herbst wechselt die Färbung zu Bronze, Scharlachrot oder dunklem Purpur. Welche Töne überwiegen, hängt von Standort und Witterung ab.
Blüte
Von Mai bis Juli erscheinen kleine grünliche Blüten in locker verzweigten Rispen. Zwischen dem auffälligen Laub fallen sie kaum auf und besitzen nur einen geringen eigenen Zierwert.
Früchte
Im Spätsommer und Herbst können etwa 8–10 mm große, dunkelblaue bis blauschwarze Beeren heranreifen. Sie bilden einen hübschen Kontrast zur roten Herbstfärbung.
Die Früchte sind nicht zum Verzehr geeignet. Sie können beim Menschen und bei Haustieren Reizungen im Mund sowie Magenbeschwerden hervorrufen. Empfindliche Personen sollten beim Schneiden Handschuhe tragen.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Augustine Henry entdeckte die Art während seiner Tätigkeit im chinesischen Zolldienst. Lebende Pflanzen gelangten jedoch erst 1900 durch den Pflanzenjäger Ernest Henry Wilson nach Europa. Vereinfacht gesagt: Henry fand sie, Wilson brachte sie lebend in die westlichen Gärten.
Ihre besondere Wirkung verdankt die Art nicht allein der Herbstfärbung. Die silbrige Blattzeichnung sorgt bereits während des Sommers für einen eleganten, beinahe gemalten Eindruck. Im lichten Halbschatten oder an einer Nordwestwand tritt diese Zeichnung häufig deutlicher hervor als in praller Sonne.
Standort und Pflege
Geeignet sind sonnige bis schattige Standorte. Im Halbschatten entwickelt sich die silbrige Blattzeichnung besonders schön. Mehr Sonne kann die Herbstfärbung verstärken, sofern der Boden nicht austrocknet.
Der Boden sollte humos, frisch und gut durchlässig sein. Unterschiedliche Bodenarten und auch kalkhaltige Gartenböden werden vertragen. Dauerhafte Staunässe und längere Trockenperioden sind ungünstig. An Hauswänden wird etwa 30–40 cm von der Fassade entfernt gepflanzt, damit die Wurzeln außerhalb des trockenen Dachüberstandes liegen.
Die Haftscheiben sollten nur an festem, unbeschädigtem Mauerwerk zugelassen werden. In Risse, unter lockeren Putz oder zwischen Dachziegeln dürfen die Triebe nicht gelangen. Fenster, Regenrinnen und Rollläden sollten regelmäßig freigeschnitten werden.
Ein kräftiger Rückschnitt ist problemlos möglich. Der Hauptschnitt erfolgt im Spätwinter; während des Sommers können störende Triebe jederzeit eingekürzt werden.
Die versandten Pflanzen können aus Platz- und Transportsicherheitsgründen bereits zurückgeschnitten sein. Das beeinträchtigt das Anwachsen nicht – die Pflanze verzweigt sich anschließend rasch neu.
Klimatische Aspekte
WHZ: 7–8
An einer geschützten Wand ist der Chinesische Wilde Wein in vielen mitteleuropäischen Regionen ausreichend winterhart. Junge Pflanzen profitieren in den ersten Wintern von einer Mulchschicht über dem Wurzelbereich.
In rauen, windoffenen Lagen können einzelne Triebspitzen zurückfrieren. Sie werden im Frühjahr bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Ein warmer, vor kaltem Ostwind geschützter Standort erhöht die Zuverlässigkeit deutlich.
Praxistipp
Parthenocissus henryana ist eine ausgezeichnete Wahl für Mauern, Pergolen und größere Zäune, wenn eine Kletterpflanze mit auffälligem Sommerlaub und intensiver Herbstfärbung gesucht wird. Besonders reizvoll wirkt sie vor dunklem Mauerwerk oder an einer hell beschatteten Nordwestwand.
Wer keine bleibenden Haftspuren auf der Fassade möchte, lässt die Pflanze an einem stabilen, mit etwas Abstand montierten Rankgerüst wachsen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
Blütezeit
Früchte
Besonderes
Boden
-
normal
Standort
-
sonnig bis halbschattig
-
schattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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