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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Phellodendron amurense, der Amur-Korkbaum, stammt aus den gemäßigten Regionen Nordostasiens. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom russischen Fernen Osten über Nord- und Ostchina sowie Korea bis nach Japan und angrenzende Inselgebiete. Dort wächst er in artenreichen Mischwäldern, an Berghängen und in Flusstälern.
Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern phellos für „Kork“ und dendron für „Baum“ zusammen. Das Artepitheton amurense verweist auf die Amurregion zwischen Russland und China.
Wuchs und Blätter
Der sommergrüne Baum entwickelt einen kurzen, kräftigen Stamm und eine breite, locker aufgebaute Krone mit starken, häufig weit ausladenden Ästen. Im Garten erreicht er langfristig etwa 10–15 m Höhe und 8–12 m Breite. Für kleinere Grundstücke ist er damit weniger geeignet.
Besonders charakteristisch ist die Rinde. Sie wird im Alter hellgrau bis graubraun, tief gefurcht und auffallend korkig. Junge Bäume lassen davon zunächst noch wenig erkennen – der eindrucksvolle „Korkmantel“ entsteht erst mit den Jahren.
Die bis etwa 40 cm langen Blätter bestehen aus fünf bis elf, gelegentlich bis zu dreizehn glänzend grünen Fiederblättchen. Beim Zerreiben verströmen sie einen kräftigen, harzig-aromatischen Duft. Im Herbst färbt sich das Laub klar gelb bis goldgelb. Die Färbung kann sehr leuchtend ausfallen, hält jedoch häufig nur bis zum ersten stärkeren Frost.
Blüte
Im Mai und Juni erscheinen kleine grünlich gelbe Blüten in aufrechten, etwa 8–12 cm langen Rispen. Sie sind aus der Entfernung eher unauffällig.
Der Amur-Korkbaum ist überwiegend zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich also gewöhnlich auf unterschiedlichen Bäumen.
Früchte
An weiblichen Bäumen entwickeln sich nach erfolgreicher Bestäubung rundliche, etwa einen Zentimeter große Steinfrüchte. Sie verfärben sich von rötlich schwarz zu glänzend schwarz und können bis in den Winter an den Zweigen bleiben.
Beim Zerdrücken verströmen die Früchte einen intensiven harzigen bis terpentinartigen Geruch. Sie sind kein Speiseobst und sollten nicht verzehrt werden. Die pauschale Bezeichnung des gesamten Baumes als stark giftig ist jedoch nicht gerechtfertigt.
Da das Geschlecht junger Sämlinge nicht erkennbar ist, kann bei einer einzelnen Pflanze kein späterer Fruchtansatz garantiert werden.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Trotz seines Namens ist der Amur-Korkbaum nicht näher mit der mediterranen Korkeiche verwandt. Seine Borke wurde in Ostasien gelegentlich als Korkersatz verwendet, ist jedoch nicht die Quelle des handelsüblichen Flaschenkorks. Den liefert weiterhin zuverlässig die Korkeiche – der Amur-Korkbaum darf sich ganz auf sein gutes Aussehen konzentrieren.
Die auffallend gelbe innere Rinde ist in der ostasiatischen Pflanzenkunde als „Huang Bai“ beziehungsweise „Guan Huang Bai“ bekannt und wurde traditionell für unterschiedliche Zubereitungen verwendet. Sie enthält unter anderem Berberin und weitere stark wirksame Alkaloide. Diese Nutzung ist ausschließlich kulturgeschichtlich zu verstehen; Rinde und Früchte eignen sich nicht zur eigenständigen medizinischen Anwendung.
Auch das widerstandsfähige Holz wurde in seiner Heimat für Möbel, Geräte und andere Gebrauchsgegenstände verwendet.
Standort und Pflege
Ideal ist ein sonniger, warmer Standort mit reichlich Platz für Krone und Wurzeln. Lichter Halbschatten wird vertragen, in voller Sonne entwickelt sich jedoch gewöhnlich eine gleichmäßigere Krone und eine kräftigere Herbstfärbung.
Der Boden sollte tiefgründig, humos, nährstoffreich und gut durchlässig sein. Unterschiedliche Bodenarten sowie schwach saure bis kalkhaltige Standorte werden toleriert. Dauerhafte Staunässe und stark verdichtete Böden sind ungeeignet.
Junge Bäume benötigen während längerer Trockenperioden regelmäßig Wasser. Gut eingewurzelte Exemplare kommen später auch mit vorübergehender Trockenheit zurecht. Wegen der breiten Krone und des ausgedehnten Wurzelsystems sollte ausreichend Abstand zu Gebäuden, Wegen und befestigten Flächen eingeplant werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Bei jungen Bäumen kann ein vorsichtiger Erziehungsschnitt helfen, eine stabile Krone aufzubauen. Ältere Exemplare wirken am schönsten, wenn sie weitgehend ungeschnitten bleiben.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–7
Der Amur-Korkbaum ist sehr frosthart. Kritischer als winterliche Tiefsttemperaturen sind Spätfröste, die den jungen Austrieb beschädigen können. Besonders junge Pflanzen reagieren außerdem empfindlich auf sehr frühe Herbstfröste, wenn ihre Triebe noch nicht vollständig ausgereift sind.
Ein sonniger Standort mit warmen Sommern unterstützt die Ausreifung des Holzes. Leichte Frostschäden an jungen Triebspitzen werden gewöhnlich durch den nachfolgenden Austrieb ausgeglichen.
Praxistipp
Der Amur-Korkbaum benötigt einen Platz, an dem sich seine breite, unregelmäßig aufgebaute Krone frei entwickeln kann. Besonders schön wirkt er als Solitär auf einer größeren Rasenfläche oder am Rand weitläufiger Gehölzpflanzungen.
Wer sich hauptsächlich für die korkige Rinde begeistert, braucht etwas Geduld: Junge Stämme sind zunächst noch vergleichsweise glatt. Mit zunehmendem Alter wird der Baum jedoch jedes Jahr charaktervoller
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
durchlässig
-
nahrhaft
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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