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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Pinus palustris gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist eine nordamerikanische Kiefernart aus dem Südosten der USA. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt vor allem in der Küstenebene der Atlantik- und Golfküste und reicht vom südöstlichen Virginia bis in den Osten von Texas. Nach Süden kommt die Art bis in den mittleren Bereich Floridas vor.
Ein gebräuchlicher deutscher Name ist „Sumpf-Kiefer“. Im englischen Sprachraum ist sie als „Longleaf Pine“ bekannt.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Pinus palustris ist ein immergrüner Baum, der in seiner Heimat zu den großen Waldkiefern zählt. In Kultur ist er in Mitteleuropa selten, da er sehr spezielle klimatische Bedingungen bevorzugt.
Die Art besiedelt in Nordamerika Höhenlagen von etwa 0 bis 600 m. Sie ist bekannt für ihre extrem langen Nadeln, die in Büscheln stehen und dem Baum besonders in jungen Jahren ein auffälliges, exotisches Erscheinungsbild geben.
Eine Besonderheit ist das sogenannte Grasstadium: Jungpflanzen wachsen in den ersten Jahren oft nicht in die Höhe, sondern bilden zunächst einen dichten, grasartigen Nadelbüschel. In dieser Phase wirkt die Pflanze wie ein hoher Grasbüschel und ist gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber Feuer und Trockenstress.
Mit zunehmendem Alter entwickelt sich der Baum zu einer klassischen Kiefer mit hohem Stamm. Die Borke verändert sich deutlich: Junge Bäume zeigen eine eher graue, tief rissige Borke. Ältere Exemplare entwickeln eine orangebraune, in Platten aufbrechende Rinde.
Die Blütezeit liegt – je nach Region – zwischen Februar und April. Die Blüten sind länglich, oft rötlich gefärbt und erscheinen vor allem an den Triebspitzen. Die Anlage der Blütenknospen erfolgt bereits im Vorjahr, wodurch die Witterung im Sommer entscheidend für die spätere Blüh- und Zapfenbildung sein kann.
Nach der Bestäubung entwickeln sich Zapfen, die zunächst grünlich sind und im Verlauf der Reife braun werden. Vollständig reife Zapfen erscheinen im Spätsommer bis Herbst.
Besonderheit/Kulturgeschichte
Pinus palustris ist eine der wichtigsten Baumarten der südöstlichen USA. Sie prägte große Waldlandschaften und wurde historisch stark als Holzbaum genutzt. Ihr Holz gilt als besonders hochwertig und wurde unter anderem für Bauholz und langlebige Konstruktionen verwendet.
Die Art ist zudem ein Schlüsselbaum in einem sehr artenreichen Ökosystem, das an Feuer angepasst ist. In Nordamerika wird sie deshalb auch im Naturschutz und in Wiederaufforstungsprogrammen als bedeutende Art betrachtet.
In Mitteleuropa ist sie ein echtes Sammlergehölz. Der Anbau ist anspruchsvoll, weil sie für optimale Entwicklung viel Sommerwärme benötigt, gleichzeitig aber nicht dauerhaft trocken stehen sollte.
Standort & Pflege
Geeignet sind vollsonnige, warme Standorte. Der Boden sollte gleichmäßig frisch bis feucht sein, aber gut drainiert, damit keine Staunässe entsteht.
Die Art braucht im Sommer Wärme und ausreichend Feuchtigkeit, um kräftig zu wachsen. In zu kühlen Regionen bleibt sie oft kümmerlich oder entwickelt sich nur sehr langsam.
Ein windgeschützter Platz ist vorteilhaft, vor allem in der Jugendphase. Staunässe im Winter sollte unbedingt vermieden werden.
Ein Schnitt ist nicht notwendig.
Klimatische Aspekte
Die Winterhärte wird häufig im Bereich WHZ 7 angegeben. Damit ist die Art in Mitteleuropa nur in milden Regionen oder an sehr geschützten Standorten sinnvoll zu kultivieren.
Problematisch ist weniger ein kurzer Frost, sondern die Kombination aus feuchtkalten Wintern und einem insgesamt zu kühlen Sommerklima. Ohne ausreichend warme Sommer reift das Holz schlechter aus, was die Pflanze langfristig schwächt.
Praxistipp
Diese Kiefer ist eine spannende Art für Sammler, sollte aber nur an sehr warmen Standorten ausprobiert werden. Ideal sind sonnige Plätze mit tiefgründigem, gut drainiertem Boden, der im Sommer nicht austrocknet. Besonders attraktiv ist die Art im Jugendstadium mit ihren extrem langen Nadeln. Geduld ist wichtig: Das Grasstadium ist kein Fehler, sondern ein typisches Entwicklungsmerkmal dieser Art.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rot
Blütezeit
-
Februar
Früchte
Besonderes
Boden
-
durchlässig
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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