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Pinus roxburghii - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Pinus roxburghii - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Emodi-Kiefer

Pinus roxburghii

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Nadelbaum
Vermehrungshinweis
    in Vermehrung

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Herkunft und Einordnung

Pinus roxburghii, die Chir-Kiefer oder Roxburghs Kiefer, gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie ist eine charakteristische Nadelbaumart der südlichen Himalaya-Region und zählt dort zu den bedeutendsten waldbildenden Kiefern.

Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Afghanistan über Pakistan und Nordindien bis nach Nepal, Bhutan und in angrenzende Gebiete des südlichen Tibets.

Die Art wächst vor allem an den südlichen Hängen des Himalaya, gewöhnlich in Höhenlagen zwischen etwa 500 und 2.000 m. Regional kann sie auch darüber hinaus vorkommen.

Typische Standorte sind sonnige Berghänge, trockene Täler und offene montane Wälder. Besonders häufig bildet die Chir-Kiefer ausgedehnte, lichte Bestände an Hängen, die während eines Teils des Jahres ausgeprägter Trockenheit ausgesetzt sind.

Der Gattungsname Pinus ist die klassische lateinische Bezeichnung für Kiefern. Das Artepitheton roxburghii ehrt den schottischen Botaniker William Roxburgh (1751–1815), der als einer der bedeutendsten frühen Erforscher der indischen Pflanzenwelt gilt.

Der englische Name „Chir Pine“ geht auf die in Nordindien gebräuchliche Bezeichnung „Chir“ oder „Cheer“ zurück.

Die Art wurde ursprünglich unter dem Namen Pinus longifolia beschrieben, der sich auf ihre außergewöhnlich langen Nadeln bezog. Dieser Name wird heute als Synonym behandelt.

Wuchs und Blätter

Pinus roxburghii entwickelt sich zu einem großen, immergrünen Baum mit kräftigem Stamm und einer zunächst kegelförmigen, später zunehmend breiten und unregelmäßigen Krone.

In ihrer natürlichen Heimat erreicht sie gewöhnlich Höhen von 25–40 m. Besonders kräftige Exemplare können auch etwa 45–50 m hoch werden.

Junge Bäume besitzen eine aufrechte, verhältnismäßig regelmäßige Wuchsform. Mit zunehmendem Alter werden die Äste kräftiger und stehen häufig waagerecht bis leicht aufsteigend vom Stamm ab.

Die Krone älterer Exemplare ist meist locker aufgebaut und kann eine breite, schirmartige Gestalt entwickeln. Besonders an frei stehenden Bäumen entsteht dadurch eine eindrucksvolle Silhouette.

Ein auffälliges Merkmal ist die kräftige, rotbraune bis graubraune Borke. Sie entwickelt mit zunehmendem Alter tiefe Risse und löst sich in großen, unregelmäßigen Platten ab.

Die Nadeln gehören zu den längsten innerhalb der Gattung Pinus. Sie stehen gewöhnlich zu dritt in einer gemeinsamen Nadelscheide und erreichen meist 20–30 cm Länge, gelegentlich auch darüber hinaus.

Sie sind schlank, biegsam und besitzen eine hell- bis mittelgrüne Färbung. Durch ihre Länge hängen sie häufig leicht über und verleihen den Zweigen ein lockeres, beinahe federartiges Erscheinungsbild.

Besonders an den Enden der kräftigen Triebe bilden die langen Nadeln auffällige Büschel, die sich deutlich von der Benadelung vieler europäischer Kiefernarten unterscheiden.

Im Wind geraten die langen Nadeln leicht in Bewegung und verleihen dem Baum eine lebendige, weich wirkende Struktur.

Blüte und Früchte

Die Blütezeit liegt in der natürlichen Heimat gewöhnlich im Frühjahr.

Wie andere Kiefern ist auch Pinus roxburghii einhäusig. Männliche und weibliche Fortpflanzungsstrukturen befinden sich auf derselben Pflanze.

Die männlichen Pollenzapfen erscheinen in größeren Gruppen an den jungen Trieben. Sie sind zunächst gelblich bis rötlich gefärbt und geben während der Blütezeit große Mengen Pollen ab.

Die weiblichen Zapfenanlagen entwickeln sich an den Triebenden und besitzen zunächst eine grünliche bis rötliche Färbung.

Nach der Bestäubung benötigen die Samenzapfen etwa zwei Jahre bis zur vollständigen Reife.

Die reifen Zapfen sind kräftig, eiförmig bis länglich eiförmig und erreichen gewöhnlich 10–20 cm Länge. Sie besitzen dicke, verholzte Zapfenschuppen mit deutlich ausgeprägten Schuppenschildern.

Während der Entwicklung sind die Zapfen zunächst grünlich, später färben sie sich gelblich braun bis kastanienbraun.

Die Zapfen stehen einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigen. Nach der Reife öffnen sich die Schuppen und geben die geflügelten Samen frei, die durch den Wind verbreitet werden.

Einzelne Zapfen können auch nach der Samenfreisetzung noch längere Zeit am Baum verbleiben.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Pinus roxburghii gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Kiefernarten des Himalaya.

Besonders in Indien, Nepal und Pakistan bildet sie ausgedehnte Waldbestände und wird seit Jahrhunderten für unterschiedliche Zwecke genutzt.

Das Holz ist vergleichsweise harzreich und wird unter anderem als Bauholz, für einfache Konstruktionen, Verpackungsmaterial und als Brennholz verwendet.

Eine besondere wirtschaftliche Bedeutung besitzt die Gewinnung von Harz.

Durch gezieltes Anritzen der Rinde wird der austretende Harzbalsam gesammelt und anschließend weiterverarbeitet. Bei der Destillation entstehen unter anderem Terpentinöl und Kolophonium.

Terpentinöl wird traditionell als Lösungsmittel und als Ausgangsstoff für verschiedene chemische Produkte genutzt. Kolophonium findet beispielsweise bei der Herstellung von Lacken, Klebstoffen und weiteren technischen Erzeugnissen Verwendung.

Die Harzgewinnung ist in Teilen des Himalaya bis heute ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Auch die außergewöhnlich langen Nadeln werden regional genutzt, beispielsweise als Einstreu, Mulchmaterial oder zur Herstellung einfacher Gebrauchsgegenstände.

Ökologisch ist die Chir-Kiefer besonders interessant, weil sie häufig in Landschaften wächst, in denen sommerliche Trockenperioden und wiederkehrende Vegetationsbrände auftreten.

Ältere Bäume entwickeln eine dicke, schützende Borke, die ihnen bei weniger intensiven Bodenfeuern einen gewissen Schutz bieten kann.

Gleichzeitig können die langen, harzreichen Nadeln am Boden eine leicht entzündliche Streuschicht bilden. Dadurch spielen Chir-Kiefernwälder eine besondere Rolle in der Feuerökologie des Himalaya.

Anders als bei einigen nordamerikanischen Kiefernarten beruht ihre Feueranpassung nicht auf dauerhaft geschlossen bleibenden Zapfen, sondern unter anderem auf der Schutzwirkung der Borke und der Fähigkeit, offene Standorte rasch zu besiedeln.

In europäischen Gärten ist Pinus roxburghii bislang selten anzutreffen. Ihre begrenzte Frostverträglichkeit schränkt die Freilandkultur deutlich ein.

Für botanische Sammlungen ist sie dennoch eine bemerkenswerte Art, insbesondere wegen ihrer ungewöhnlich langen Nadeln, der eindrucksvollen Borke und ihrer großen wirtschaftlichen Bedeutung im Himalaya.

Standort und Pflege

Pinus roxburghii bevorzugt einen vollsonnigen, warmen Standort mit gut durchlässigem Boden.

In ihrer Heimat wächst sie häufig auf steinigen, sandigen oder kiesigen Berghängen, deren Böden während der Trockenzeit stark austrocknen können.

Die Art ist daher nicht auf besonders nährstoffreiche oder dauerhaft feuchte Böden angewiesen.

Geeignet sind lockere, mineralisch geprägte Substrate, die überschüssiges Wasser rasch ableiten. Auch tiefgründige, gut drainierte Lehmböden können bei ausreichender Sommerwärme geeignet sein.

Schwere, verdichtete und dauerhaft nasse Böden sollten vermieden werden.

Besonders problematisch ist winterliche Staunässe, da die Wurzeln während kühler Witterungsperioden empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren können.

Auf schweren Gartenböden empfiehlt sich deshalb eine erhöhte Pflanzstelle mit gut durchlässigem Substrat.

Während der ersten Standjahre sollte auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden, damit sich ein kräftiges Wurzelsystem entwickeln kann.

Ältere, gut eingewachsene Pflanzen besitzen eine gute Verträglichkeit gegenüber längeren sommerlichen Trockenperioden.

Die Art ist ausgesprochen lichtbedürftig. Stark beschattete Standorte sind für eine dauerhafte Kultur ungeeignet.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die natürliche, locker aufgebaute Krone entwickelt sich am schönsten, wenn der Baum ausreichend Platz erhält.

Klimatische Aspekte

Pinus roxburghii stammt aus Regionen mit ausgeprägten jahreszeitlichen Klimaschwankungen.

In weiten Teilen ihres natürlichen Verbreitungsgebiets fallen die Hauptniederschläge während des sommerlichen Monsuns, während die Winter vergleichsweise trocken sein können.

Die Art ist an warme Sommer und zeitweise ausgeprägte Trockenperioden angepasst.

Ihre Frostverträglichkeit ist jedoch deutlich geringer als die vieler Kiefern aus den höheren Himalaya-Lagen.

Für die Kultur in Mitteleuropa werden häufig Winterhärtezonen um USDA 8 genannt. Solche Angaben sollten jedoch nur als grobe Orientierung verstanden werden, da die tatsächliche Frostverträglichkeit stark von der Herkunft und den Kulturbedingungen abhängen kann.

Besonders junge Pflanzen reagieren empfindlich auf längere Frostperioden und starke Temperaturwechsel.

Neben niedrigen Temperaturen können auch winterliche Nässe und fehlende Sommerwärme die Entwicklung beeinträchtigen.

Für eine dauerhafte Freilandkultur kommen deshalb vor allem sehr wintermilde Regionen mit warmen Sommern infrage.

Ein geschützter Standort, beispielsweise in der Nähe einer südlich ausgerichteten Mauer, kann die Kulturbedingungen verbessern. Ein solcher Platz ersetzt jedoch keine ausreichende natürliche Frosthärte.

In Regionen mit regelmäßig strengem Frost ist die Art eher als Kübelpflanze mit heller, kühler und frostfreier Überwinterung geeignet.

Praxistipp

Pinus roxburghii ist eine außergewöhnliche Kiefer für Liebhaber seltener Nadelgehölze und botanische Sammlungen.

Besonders eindrucksvoll wirkt sie als frei stehender Solitär, wo sich ihre langen, leicht überhängenden Nadeln und die zunehmend lockere Kronenform ungehindert entwickeln können.

Für eine Freilandpflanzung sollte ein möglichst warmer, sonniger und windgeschützter Standort mit sehr guter Drainage gewählt werden.

Auf schweren Böden ist eine erhöhte Pflanzung sinnvoll, damit überschüssiges Wasser auch während der Wintermonate zuverlässig ablaufen kann.

In kälteren Regionen empfiehlt es sich, junge Pflanzen zunächst mehrere Jahre in ausreichend großen Gefäßen zu kultivieren und frostfrei zu überwintern.

Besonders reizvoll ist die Kombination mit anderen wärmeliebenden Gehölzen, die ähnliche Ansprüche an Licht und Bodenverhältnisse besitzen.

Mit ihren außergewöhnlich langen Nadeln, der markanten Borke und ihrer eindrucksvollen Silhouette vermittelt Pinus roxburghii einen besonderen Eindruck der sonnigen, trockenen Gebirgswälder des Himalaya.

Zusätzliche Quellen:
FAO – Veröffentlichungen zur Harzgewinnung aus Kiefern im Himalaya. Wirtschaftliche Nutzung von
Pinus roxburghii.

Indian Council of Forestry Research and Education – Fachpublikationen zu Chir-Pine-Wäldern, Harzgewinnung und forstwirtschaftlicher Bedeutung.

USDA Forest Service – Veröffentlichungen zur Ökologie und Feueranpassung von Kiefernarten.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütezeit

Früchte

Besonderes

Boden

Boden 1
    anspruchslos

Standort

Standort 1
    anspruchslos
Pinus roxburghii - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Pinus roxburghii - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

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