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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Pinus sibirica gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist eine Zirbelkiefer aus Nordasien. Die Art stammt aus Sibirien und reicht vom Ural über West- und Zentralsibirien bis in den Altai und das Sajangebirge. Sie kommt außerdem in Regionen vor, die durch die großen Flusssysteme von Ob, Jenissei und Lena geprägt sind.
In der Natur wächst Pinus sibirica häufig in Höhenlagen von etwa 1000 bis 2580 m. Ein gebräuchlicher deutscher Name ist „Sibirische Zirbelkiefer“. Im englischen Sprachraum ist sie als „Siberian Pine“ oder „Siberian Stone Pine“ bekannt.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Pinus sibirica ist ein immergrüner Baum, der in der Heimat theoretisch bis etwa 35 bis 40 m Höhe erreichen kann. Das Wachstum ist jedoch langsam. In Kultur sind Endhöhen von etwa 15 bis 25 m deutlich wahrscheinlicher, da der jährliche Zuwachs oft nur wenige Zentimeter beträgt.
Der Baum bildet eine tief ansetzende, breite Krone. Die Äste können im Alter bis nahe an den Boden reichen, was der Pflanze eine sehr majestätische, „urwaldartige“ Wirkung verleiht.
Wie bei Zirbelkiefern typisch ist die Benadelung fünfnadelig. Die Nadeln sind weich, relativ lang und stehen in dichten Büscheln.
Die Blütezeit liegt im Frühjahr. Dabei können violette bis rötliche Blütenstände erscheinen, die für Kiefern überraschend dekorativ sind.
Die Zapfen reifen ab dem Herbst (häufig ab Oktober). Sie sind braun und enthalten große, ölreiche Samen.
Die Samen sind als „Zedernüsse“ bekannt. Sie gelten als begehrte Handelsware und sind in Sibirien eines der wenigen Produkte, die traditionell direkt aus den Wäldern gewonnen werden. Aus ihnen wird auch Zedernussöl hergestellt, das als Speiseöl genutzt wird.
Besonderheit/Kulturgeschichte
Pinus sibirica ist in Russland und Sibirien ein bedeutender Waldbaum und wird seit Jahrhunderten sowohl forstlich als auch kulturell geschätzt. Die Samen spielen in vielen Regionen eine wichtige Rolle als Nahrungsquelle.
Die Art steht zudem sinnbildlich für extreme Winterhärte. Sie gehört zu den Kiefern, die an lange, kalte Winter und kurze Vegetationsperioden angepasst sind.
Im Garten ist sie vor allem als langlebiger Solitärbaum interessant, der mit zunehmendem Alter eine eindrucksvolle, fast „archaische“ Erscheinung entwickelt.
Standort & Pflege
Geeignet sind sonnige Standorte. Der Boden sollte gut drainiert sein, kann aber sehr unterschiedlich ausfallen. Die Art gilt als anpassungsfähig und kommt in der Natur sowohl auf Kiesböden, trockenen Hängen als auch in moorigen Bereichen vor.
In Kultur ist ein normaler, durchlässiger Gartenboden ideal. Staunässe sollte dennoch vermieden werden, besonders in schweren Böden.
Ein Schnitt ist nicht notwendig.
Klimatische Aspekte
Die Winterhärte wird häufig im Bereich WHZ 2 bis 6 angegeben. Damit zählt Pinus sibirica zu den sehr frostharten Kiefern.
In Mitteleuropa ist nicht die Kälte das Problem, sondern eher warme Sommernächte und insgesamt mild-feuchte Bedingungen, die bei manchen Hochgebirgs- und Borealarten langfristig zu Stress führen können. In kühleren Regionen oder in klimatisch etwas kontinentaleren Lagen wächst sie meist besonders zuverlässig.
Praxistipp
Diese Art eignet sich ideal als langfristiger Solitärbaum in größeren Gärten oder Arboreten. Aufgrund des langsamen Wachstums bleibt sie viele Jahre gut kontrollierbar, entwickelt aber später eine sehr eindrucksvolle Krone. Für eine gute Entwicklung sind ein sonniger Standort und ein nicht verdichteter, gut drainierter Boden entscheidend. Wer Zedernüsse ernten möchte, braucht Geduld – und am besten mehrere Pflanzen, da die Zapfenbildung erst im Alter zuverlässig einsetzt.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
lila
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
Boden
-
durchlässig
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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