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Prunus incisa 'Kojou - no - mai' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Prunus incisa 'Kojou - no - mai' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Zwergkirsche

Prunus incisa 'Kojou-no-mai'

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
Produktdetails: bitte klicken

Wesentliches Merkmal
    Strauch, kleiner Baum
Vermehrungshinweis
    kein Material

4.8 (50 reviews)

€ 6,50

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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Herkunft und Einordnung

Prunus incisa ‘Kojo-no-mai’ ist eine besondere Auslese der japanischen Fuji-Kirsche aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Die Wildart Prunus incisa ist in Japan heimisch. Kew gibt als natürliches Verbreitungsgebiet die Regionen Kanto und Chubu auf der Hauptinsel Honshu an. Sie wächst dort im gemäßigten Klimabereich und ist eng mit den Berglandschaften Zentraljapans verbunden.

Der englische Name „Fuji Cherry“ verweist auf diese Herkunft. Auch im Deutschen wird die Art als Fuji-Kirsche bezeichnet.

Das Artepitheton incisa bedeutet „eingeschnitten“ und nimmt Bezug auf die auffällig gesägten Blattränder.

Botanisch wird die Art heute von Kew als Prunus incisa Thunb. geführt. Der ebenfalls in botanischer Literatur anzutreffende Name Cerasus incisa gilt dort als Synonym.

‘Kojo-no-mai’ ist eine besonders charakteristische Gartenform, die sich durch ihren kompakten Wuchs und vor allem durch ihre eigenartig gewinkelten, zickzackförmigen Zweige von der Wildart unterscheidet.

Wuchs und Blätter

‘Kojo-no-mai’ wächst langsam als dicht verzweigter, sommergrüner Strauch oder kleiner Baum.

Besonders auffällig sind die dünnen, unregelmäßig geknickten und gewundenen Zweige. Durch die zahlreichen Richtungswechsel entsteht die für diese Sorte charakteristische Zickzackstruktur, die auch während der laublosen Wintermonate deutlich sichtbar bleibt.

Die häufig genannten Endhöhen von lediglich 1 bis 1,5 m sind zu knapp bemessen. Die Royal Horticultural Society gibt für ausgewachsene Pflanzen etwa 1,5 bis 2,5 m Höhe und eine ähnliche Breite an.

Unter sehr guten Standortbedingungen können ältere Exemplare jedoch noch größer werden. In unserer eigenen Kultur hat sich ‘Kojo-no-mai’ wesentlich wüchsiger gezeigt und bereits eine Höhe von gut 3 m erreicht. Bei der Standortwahl sollte deshalb trotz des grundsätzlich kompakten Charakters ausreichend Platz eingeplant werden.

Die kleinen, lanzettlichen bis elliptischen Blätter besitzen einen deutlich gesägten Rand.

Im Frühjahr erscheinen sie frisch- bis mittelgrün. Im Herbst entwickelt sich eine intensive Färbung mit Bronze-, Orange- und Rottönen, die bis zu kräftigem Karminrot reichen kann.

Blüte und Früchte

Die Blüte erscheint im zeitigen Frühjahr vor beziehungsweise mit dem beginnenden Laubaustrieb.

Aus kräftig rosa bis rötlich gefärbten Knospen öffnen sich zahlreiche kleine, einfache Blüten von etwa 1,5 cm Durchmesser.

Die geöffneten Blüten sind sehr hell rosa bis nahezu weiß. Auffällig bleibt die kräftigere rosa bis rötliche Färbung im Bereich der Blütenmitte und des Kelches.

Durch die dunkleren Knospen und die zunehmend heller erscheinenden geöffneten Blüten können gleichzeitig unterschiedliche Farbstufen an den Zweigen sichtbar sein.

Gerade in Verbindung mit den winkelig verlaufenden, noch unbelaubten Trieben entsteht dadurch die charakteristische Erscheinung dieser Sorte.

Nach der Blüte können sich kleine, bei der Reife dunkle bis schwarze Steinfrüchte entwickeln. Sie sind für den Zierwert der Sorte jedoch von untergeordneter Bedeutung.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Hinter ‘Kojo-no-mai’ verbirgt sich eine bemerkenswerte Entdeckungsgeschichte.

Nach Angaben der National Collection of Flowering Cherries an der Keele University wurde die Pflanze von Shiuo Akaike am Yoshida-Weg zum Fuji entdeckt.

Der ursprüngliche Baum wurde ausgegraben und verpflanzt, überlebte diese Maßnahme jedoch nicht. Glücklicherweise waren zuvor Stecklinge genommen worden. Durch diese vegetative Vermehrung blieb die außergewöhnliche Form erhalten und konnte später als Sorte weiterkultiviert werden.

Auch der japanische Sortenname nimmt Bezug auf ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild. „Kojo-no-mai“ wird mit „flight of the butterflies“, sinngemäß also „Flug“ oder „Tanz der Schmetterlinge“, übersetzt.

Betrachtet man die vielen kleinen hellen Blüten entlang der unregelmäßig gewinkelten Zweige, wird die Namensgebung besonders anschaulich.

Die Sorte erhielt außerdem den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society.

Die gelegentlich zu lesende Aussage, ‘Kojo-no-mai’ sei eine alte japanische Bonsai-Sorte, lässt sich mit den verwendeten Quellen dagegen nicht ausreichend belegen. Aufgrund ihres langsamen Wachstums und ihrer ungewöhnlichen Verzweigung eignet sie sich zwar für die Kultur in Gefäßen, daraus sollte jedoch keine historische Bonsai-Tradition abgeleitet werden.

Standort und Pflege

‘Kojo-no-mai’ eignet sich für sonnige bis halbschattige Standorte. Für eine gute Blütenentwicklung und eine ausgeprägte Herbstfärbung ist ein heller Standort günstig.

Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht und gut durchlässig sein.

Die Sorte ist hinsichtlich der Bodenart ausgesprochen anpassungsfähig. Die Royal Horticultural Society nennt sandige, lehmige und tonige Böden sowie saure, neutrale und alkalische Bodenreaktionen.

Ein normaler, gut durchlässiger Gartenboden ist deshalb in der Regel ausreichend.

Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden. Junge Pflanzen profitieren während längerer Trockenperioden von zusätzlicher Bewässerung.

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Gerade die natürlich entstehende, unregelmäßig gewinkelte Verzweigung ist ein wesentliches Merkmal der Sorte und sollte nicht durch unnötigen Formschnitt verloren gehen.

Falls einzelne störende oder beschädigte Triebe entfernt werden müssen, sollte möglichst zurückhaltend geschnitten werden.

Klimatische Aspekte

Prunus incisa stammt aus den gemäßigten Regionen Zentraljapans und besitzt eine gute Winterhärte.

Für ‘Kojo-no-mai’ gibt die Royal Horticultural Society die Winterhärtestufe H6 an. Diese entspricht ungefähr einem Temperaturbereich von –20 bis –15 °C.

Die häufig genannte USDA-Winterhärtezone 5 liegt damit in einem grundsätzlich plausiblen Bereich, eine zusätzliche Zoneneinteilung ist für die Beschreibung jedoch nicht erforderlich.

Die frühe Blüte kann stärker auf Spätfröste reagieren als das Gehölz selbst. Bereits geöffnete Blüten können bei stärkeren Nachtfrösten geschädigt werden, ohne dass dies auf eine mangelnde Winterhärte der gesamten Pflanze schließen lässt.

Auch in klimatisch günstigen Lagen sollte bei der Standortwahl berücksichtigt werden, dass ‘Kojo-no-mai’ langfristig größer werden kann als die häufig angegebenen 1 bis 1,5 m.

Praxistipp

Bei ‘Kojo-no-mai’ lohnt es sich, der Pflanze etwas mehr Platz zu geben, als ihre häufige Bezeichnung als Zwergkirsche vermuten lässt.

Die Royal Horticultural Society nennt bis etwa 2,5 m Höhe. Unsere eigene Pflanze zeigt jedoch, dass auf einem guten Standort auch gut 3 m erreicht werden können. Wer dies bereits bei der Pflanzung berücksichtigt, muss ein älteres Exemplar später nicht durch regelmäßigen Schnitt begrenzen.

Besonders reizvoll ist ‘Kojo-no-mai’ an einer Stelle, an der sie auch im Winter gut sichtbar bleibt. Dann zeigen die eigenwillig geknickten Zweige ihren besonderen Charakter, bevor im zeitigen Frühjahr die rosa Knospen und fast weißen Blüten erscheinen.

Im Herbst folgt mit der bronze-, orange- bis karminroten Laubfärbung ein zweiter auffälliger Höhepunkt.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    April

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Duftend

Boden

Boden 1
    anspruchslos

Standort

Standort 1
    sonnig bis halbschattig
Prunus incisa 'Kojou - no - mai' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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Pflanzenmarkt

Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

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Abholung

.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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