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Prunus nipponica 'Ruby' (Prunus kurielensis 'Ruby') - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Prunus nipponica 'Ruby' (Prunus kurielensis 'Ruby') - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Zierkirsche

Prunus nipponica 'Ruby' (Prunus kurielensis 'Ruby')

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Kleiner Baum

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Polygonatum odoratum 'Flore Plena'-Eine gefüllte Form des Salomonssiegel, langsam wachsend und recht selten. Zwischen Mai und Juni erscheinen die weißen, glockenförmigen Blüten. Erreicht bis zu 40cm Höhe und breitet sich dabei auf bis zu 30cm aus.  Standort: Gehölzrand auf trockenem bis frischen Boden im Halbschatten. WHZ 4

Herkunft/Einordnung

Polygonatum odoratum ‘Flore Pleno’ gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die Wildart Polygonatum odoratum ist in Europa und großen Teilen Asiens verbreitet und wächst dort in lichten Laubwäldern, an Waldrändern und auf eher trockenen bis frischen Standorten.

Ein gebräuchlicher deutscher Name ist Duft-Salomonssiegel. Die Sorte ‘Flore Pleno’ (auch ‘Flore Plena’ geschrieben) ist eine seltene, gefüllt blühende Form.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

Polygonatum odoratum ‘Flore Pleno’ ist eine sommergrüne, langsam wachsende Waldstaude. Sie bildet kompakte Horste aus einem unterirdischen Rhizom und erreicht meist etwa 30–40 cm Höhe. Die Ausbreitung erfolgt moderat und liegt häufig bei etwa 30 cm.

Die Triebe sind elegant bogig, das Laub frischgrün und typisch für Polygonatum.

Zwischen Mai und Juni erscheinen die weißen, glockenförmigen Blüten. Bei dieser Sorte sind sie gefüllt, wodurch sie deutlich „plüschiger“ wirken als die einfachen Blüten der Wildart. Die Blüten hängen nickend unter den Trieben.

Früchte spielen bei dieser gefüllten Form meist keine Rolle und werden häufig nur selten ausgebildet.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Gefüllte Formen sind bei Salomonssiegeln deutlich seltener als bei vielen klassischen Zierstauden. ‘Flore Pleno’ gilt daher als Sammlerform und als besondere Variante für feine Waldgartenpflanzungen.

Durch den langsamen Wuchs bleibt die Sorte über Jahre sehr kontrollierbar und eignet sich auch für kleinere Schattenbeete, wo kräftig wachsende Salomonssiegel schnell zu dominant werden können.

Standort & Pflege

Geeignet sind halbschattige Standorte am Gehölzrand, idealerweise auf trockenem bis frischem, humosem Boden. Im Gegensatz zu vielen anderen Polygonatum-Arten kommt Polygonatum odoratum auch mit etwas trockeneren Böden gut zurecht, solange der Standort nicht völlig austrocknet.

Staunässe ist ungünstig. Ein lockerer, durchlässiger Boden ist vorteilhaft.

Die Pflanze zieht im Herbst ein. Das Laub sollte bis dahin stehen bleiben, da darüber Reserven eingelagert werden.

Klimatische Aspekte

Die Sorte gilt als sehr winterhart und wird häufig mit WHZ 4 angegeben. Damit ist sie auch für rauere Regionen gut geeignet.

Spätfröste können den Austrieb schädigen, die Pflanze treibt jedoch meist wieder nach.

Praxistipp

Diese Sorte wirkt am schönsten in kleinen Gruppen im lichten Schatten, wo die gefüllten Blüten gut sichtbar sind. Sehr passende Begleiter sind Farne, Hepatica, Trillium, Mukdenia oder kleinere Hosta. In trockeneren Gehölzrändern ist sie eine der zuverlässigsten Polygonatum-Formen.


Quellen

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Polygonatum odoratum

  • Royal Botanic Garden Edinburgh (UK): Asparagaceae / Polygonatum notes

  • RHS – Royal Horticultural Society (UK): Polygonatum odoratum (garden cultivation)

  • Missouri Botanical Garden (USA): Polygonatum odoratum (species and cultivation background)


Polygonatum odoratum var. maximowizcii-Aus Japan und Korea stammender Salomonssiegel, der ca 60cm hoch wird . die weiß/grünen Blüten im Mai duften leicht. Standort:  Waldstandort, schattig und guter, humusreicher Boden. Winterhart.

Herkunft/Einordnung

Polygonatum odoratum var. maximowiczii gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Diese Varietät stammt aus Ostasien und ist vor allem in Japan und Korea heimisch. Dort wächst sie in lichten Wäldern, an Waldsäumen und in humosen, frischen Gebirgslagen.

Ein gebräuchlicher deutscher Name ist Duft-Salomonssiegel. Für die Varietät maximowiczii ist kein eigener deutscher Name üblich.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

Polygonatum odoratum var. maximowiczii ist eine sommergrüne, ausdauernde Waldstaude, die aus einem unterirdischen Rhizom austreibt und mit der Zeit langsam größere Horste bilden kann.

Die Triebe wachsen bogig überhängend und erreichen etwa 50–70 cm Höhe, häufig um 60 cm.

Die Blätter sind länglich und frischgrün. Im Vergleich zu vielen europäischen Formen wirkt die Pflanze oft etwas kräftiger und „aufgeräumter“ im Aufbau.

Die Blüte erscheint im Mai. Die glockenförmigen Blüten sind weiß mit grünlicher Spitze und hängen in kleinen Gruppen unter den Trieben. Typisch für Polygonatum odoratum ist ein leichter, angenehmer Duft, der besonders an warmen Tagen wahrnehmbar ist.

Nach der Blüte können sich kleine Beeren entwickeln, die sich im Verlauf der Saison dunkel färben.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Polygonatum odoratum ist eine der bekanntesten Salomonssiegel-Arten in Europa und Asien. In Ostasien wird die Pflanze nicht nur als Zierstaude geschätzt, sondern auch in der traditionellen Pflanzenkunde erwähnt.

Die Varietät maximowiczii ist für Sammler interessant, da sie die elegante Duft-Salomonssiegel-Wirkung mit ostasiatischer Herkunft verbindet und sich in Waldgärten sehr harmonisch einfügt.

Standort & Pflege

Ideal ist ein schattiger bis halbschattiger Waldstandort mit humosem, nährstoffreichem, lockerem Boden. Der Boden sollte gleichmäßig frisch bleiben, ohne Staunässe.

Ein Mulch aus Laub oder Kompost ist sehr günstig, da er den natürlichen Waldboden nachbildet und die Feuchtigkeit hält.

Die Pflanze ist pflegeleicht. Sie zieht im Herbst ein, das Laub sollte bis dahin stehen bleiben.

Klimatische Aspekte

Die Varietät gilt als winterhart und ist in Mitteleuropa in der Regel problemlos zu kultivieren. Spätfröste können junge Austriebe schädigen, die Pflanze treibt jedoch meist erneut aus.

Wichtiger als tiefe Wintertemperaturen ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte während der Vegetationszeit.

Praxistipp

Sehr schön wirkt diese Form in Waldgärten in Kombination mit Farnen, Hosta, Trillium, Mukdenia oder Jeffersonia. Wer den leichten Duft wahrnehmen möchte, pflanzt sie am besten in die Nähe von Wegen oder Sitzplätzen im Halbschatten.


Quellen

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Polygonatum odoratum

  • Royal Botanic Garden Edinburgh (UK): Asparagaceae / Polygonatum notes

  • Flora of China (China / international scientific project): Polygonatum species accounts

  • RHS – Royal Horticultural Society (UK): Polygonatum odoratum (cultivation and shade use)


Polygonatum verticillatum 'Giant One'-Eine robustes Salomonsiegel mit 60-120 cm langen Stielen, manchmal auch bis 1,50m, mit schmalen Blättern. Diese erscheinen violettbraun, wechseln aber bald in ein tiefes Grün. In jeder Achse befinden sich mehrere kleine, hängende weiße Blüten, die innen Purpurrot  sind. Im Oktober folgen leuchtend rote Beeren. Wenig später im Herbst färben sich die Blätter herrlich gelb und bilden mit den Beeren einen herrlichen Herbstakzent. Eine sehr zuverlässige Staude für den Garten, die enge, kompakte Büschel bildet. Ursprünglich von RBG Kew mit diesem Namen eingeführt, unterscheidet sich jedoch sehr von allen anderen Verticillatum- Formen. Standort: halbschattig, normal feucht. WH Zone 

Herkunft/Einordnung

Polygonatum verticillatum ‘Giant One’ gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die Wildart Polygonatum verticillatum ist in Europa und Asien verbreitet und kommt vor allem in frischen Bergwäldern, an Waldrändern und in schattigen Schluchtenlagen vor.

Ein gebräuchlicher deutscher Name für Polygonatum verticillatum ist Quirlblättriges Salomonssiegel. Die Sorte ‘Giant One’ ist eine besonders kräftige Auslese, die ursprünglich vom Royal Botanic Gardens, Kew, unter diesem Namen eingeführt wurde.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

Polygonatum verticillatum ‘Giant One’ ist eine robuste, sommergrüne Staude, die dichte, kompakte Büschel bildet und sich im Garten als sehr zuverlässig erweist.

Die Stiele erreichen meist etwa 60–120 cm Höhe, können unter guten Bedingungen aber auch bis etwa 150 cm lang werden. Die Blätter sind schmal und stehen quirlig (in „Ringen“) um den Stängel, was der Pflanze ein sehr charakteristisches, fast architektonisches Erscheinungsbild gibt.

Der Austrieb zeigt häufig violettbraune Töne, färbt jedoch bald in ein tiefes Grün um.

Die Blüte erscheint im Frühsommer. In jeder Blattachsel sitzen mehrere kleine, hängende Blüten. Diese sind außen weiß und zeigen im Inneren eine purpurrote Färbung, wodurch sie deutlich interessanter wirken als bei vielen anderen Salomonssiegel-Arten.

Im Herbst, meist ab Oktober, folgen leuchtend rote Beeren. Kurz darauf entwickelt das Laub eine attraktive gelbe Herbstfärbung. Die Kombination aus gelbem Laub und roten Früchten ergibt einen sehr auffälligen Herbstaspekt.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Das quirlblättrige Salomonssiegel ist bereits als Wildart eine ungewöhnliche Erscheinung, da es sich deutlich von den „klassischen“ bogig überhängenden Polygonatum-Arten unterscheidet.

‘Giant One’ gilt als besonders kräftige, gartenwürdige Auslese. Sie wurde über den botanischen Garten von Kew verbreitet und unterscheidet sich im Habitus deutlich von vielen anderen Polygonatum verticillatum-Formen, vor allem durch die Größe, den kräftigen Aufbau und die zuverlässige Standfestigkeit.

Standort & Pflege

Geeignet sind halbschattige Standorte mit normal feuchtem, humosem Boden. Ideal ist ein Standort am Gehölzrand oder in einem Waldgarten, wo der Boden im Sommer nicht austrocknet.

Staunässe sollte vermieden werden. Ein Mulch aus Laub oder Kompost ist sehr günstig, da er Feuchtigkeit hält und den Waldbodencharakter nachbildet.

Die Pflanze zieht im Herbst ein. Das Laub sollte bis dahin stehen bleiben, da es für die Einlagerung von Reserven wichtig ist.

Klimatische Aspekte

Die Wildart Polygonatum verticillatum gilt als sehr winterhart. Auch ‘Giant One’ ist in Mitteleuropa in der Regel problemlos winterfest, sofern der Boden nicht im Winter vernässt.

Spätfröste können den Austrieb schädigen, die Pflanze treibt jedoch meist erneut aus.

Praxistipp

Diese Sorte eignet sich hervorragend als „Vertikalstruktur“ im Schattenbeet: Sie bringt Höhe, ohne breit zu werden, und bleibt dabei elegant. Besonders schön wirkt sie in Kombination mit Farnen, Hosta, Rodgersia, Aruncus oder großblättrigen Waldstauden. Im Herbst sollte die Pflanze möglichst ungestört stehen bleiben, da die roten Beeren und die gelbe Herbstfärbung dann ihren vollen Zierwert entfalten.


Quellen

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Polygonatum verticillatum

  • Royal Botanic Garden Edinburgh (UK): Asparagaceae / Polygonatum notes

  • RHS – Royal Horticultural Society (UK): Polygonatum (cultivation and shade use)

  • Missouri Botanical Garden (USA): Polygonatum (genus overview and cultivation background)


Polygonatum verticillatum var.rubrum-Dieses Salomonsiegel hat dunkle Stängel an denen sich quirlig schmale, lanzettähnliche, dunkelgrüne Blätter befinden. An den Knoten hängen ab Spätfrühling kleine röhrenförmige, blass purpurrosa Blüten. Später im Herbst erscheinen dann rote, giftige Beeren. Kann durchaus Höhen von ca.1m erreichen. Standort: Waldgarten oder Gehölzrand in sonnigen bis halbschattigen Lagen

Herkunft/Einordnung

Polygonatum verticillatum var. rubrum gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die Wildart Polygonatum verticillatum ist in Europa und Asien verbreitet und wächst dort vor allem in frischen Bergwäldern, an Waldsäumen und in humosen Schluchtenlagen.

Ein gebräuchlicher deutscher Name ist Quirlblättriges Salomonssiegel. Die Varietät rubrum wird im Handel vor allem wegen ihrer dunkleren Stängel und der rötlich getönten Blüten geführt.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

Polygonatum verticillatum var. rubrum ist eine sommergrüne, ausdauernde Waldstaude, die aus einem Rhizom austreibt und mit der Zeit kompakte Horste bildet. Die Pflanze kann je nach Standort etwa 80–100 cm Höhe erreichen.

Charakteristisch sind die dunklen Stängel, an denen schmale, lanzettliche Blätter quirlig um den Trieb angeordnet sind. Das Laub ist dunkelgrün und wirkt insgesamt deutlich „strenger“ und aufrechter als bei den bogig wachsenden Salomonssiegel-Arten.

Die Blüte erscheint ab Spätfrühling. An den Knoten hängen mehrere kleine, röhrenförmige Blüten, die blass purpurrosa gefärbt sind. Damit wirkt diese Form farbiger als die häufigeren weißblühenden Salomonssiegel.

Im Herbst entwickeln sich rote Beeren. Diese sind giftig und sollten nicht verzehrt werden.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Das quirlblättrige Salomonssiegel zählt innerhalb der Gattung zu den auffälligsten Arten, da es nicht die typische „Bogenform“ vieler Polygonatum-Arten zeigt, sondern aufrechter wächst und quirlig beblättert ist.

Die Varietät rubrum wird besonders wegen der dunklen Stängel und der rötlich getönten Blüten geschätzt. Sie eignet sich gut für Waldgärten, in denen neben Blattstruktur auch eine dezente Blütenfarbe gewünscht ist.

Standort & Pflege

Geeignet sind sonnige bis halbschattige Lagen im Waldgarten oder am Gehölzrand. Der Boden sollte humos, locker und gleichmäßig frisch sein.

Im Gegensatz zu vielen klassischen Schattenstauden toleriert Polygonatum verticillatum häufig auch etwas mehr Licht, solange der Boden nicht austrocknet.

Staunässe ist ungünstig, besonders im Winter. Ein Mulch aus Laub oder Komost ist sehr empfehlenswert.

Die Pflanze zieht im Herbst ein. Das Laub sollte bis dahin stehen bleiben.

Klimatische Aspekte

Polygonatum verticillatum gilt als sehr winterhart. Auch var. rubrum ist in Mitteleuropa in der Regel problemlos frostfest.

Spätfröste können den Austrieb schädigen, die Pflanze treibt jedoch meist erneut aus.

Praxistipp

Diese Form eignet sich hervorragend als schlanke Strukturstaude im Waldgarten, besonders zwischen Farnen, Hosta, Rodgersia oder Aruncus. Durch die dunklen Stängel und die purpurrosa Blüten wirkt sie im Beet deutlich „edler“ als viele Standardformen. Die roten Beeren im Herbst sollten als Zieraspekt genutzt werden, dabei ist auf die Giftigkeit hinzuweisen, wenn Kinder im Garten spielen.


Quellen

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Polygonatum verticillatum

  • Royal Botanic Garden Edinburgh (UK): Asparagaceae / Polygonatum notes

  • Flora Europaea (UK/international): Polygonatum verticillatum distribution and taxonomy

  • Missouri Botanical Garden (USA): Polygonatum (genus overview)


Polygonatum yunnanense-Kleiner Salomonsiegel aus China, der nur etwa 20-25cm hoch wird und selten anzutreffen ist. Hat einen eher geringen Ausbreitungsdrang und eigenet sich am besten als Unterpflanzung von Gehölzen zusammen mit anderen niedrigen Arten. Fast runde frisch-grüne Blätter ohne Laubspitzen wachsen wechselständig an gebogenen Stängeln. Den cremeweißen Blüten im Frühjahr folgen dunkle Beeren im Herbst. Standort: frischer Boden am Gehölzrand oder im Waldgarten, WH Zone 6-7

Herkunft/Einordnung

Polygonatum yunnanense gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und stammt aus China. Die Art ist vor allem aus südwestlichen Regionen bekannt und wird in europäischen Gärten nur selten kultiviert.

Ein gebräuchlicher deutscher Name ist nicht fest etabliert. In der Praxis wird sie meist als (chinesisches) Salomonssiegel geführt.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

Polygonatum yunnanense ist eine niedrig bleibende, sommergrüne Waldstaude und erreicht meist nur etwa 20–25 cm Höhe. Sie wächst aus einem unterirdischen Rhizom, zeigt jedoch einen eher geringen Ausbreitungsdrang und bleibt lange kompakt.

Die Stängel sind leicht gebogen. Auffällig sind die fast runden, frischgrünen Blätter, die wechselständig am Trieb sitzen. Im Vergleich zu vielen anderen Polygonatum-Arten wirkt das Laub besonders „weich“ und freundlich, da ausgeprägte Blattspitzen fehlen.

Im Frühjahr erscheinen cremeweiße, glockenförmige Blüten. Sie stehen typisch nickend unter den Trieben.

Im Herbst folgen dunkle Beeren, die einen zusätzlichen Zieraspekt bieten.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Innerhalb der Gattung ist Polygonatum yunnanense eine sehr eigenständige Art, die vor allem durch die runden Blätter und den kompakten Wuchs auffällt. Sie ist in Kultur selten und gilt als interessante Sammlerstaude für Waldgärten.

Durch den geringen Ausbreitungsdrang eignet sie sich besonders gut für fein komponierte Pflanzungen, in denen kräftig wachsende Salomonssiegel schnell zu dominant werden könnten.

Standort & Pflege

Ideal ist ein frischer, humoser Boden am Gehölzrand oder im Waldgarten. Geeignet sind halbschattige bis schattige Standorte, bei gleichmäßiger Bodenfeuchte auch lichter Schatten.

Trockenheit im Sommer sollte vermieden werden. Ein Mulch aus Laub oder feinem Kompost ist sehr empfehlenswert, da er den Waldbodencharakter nachbildet und Feuchtigkeit hält.

Staunässe ist ungünstig, besonders im Winter.

Die Pflanze zieht im Herbst ein. Das Laub sollte bis dahin stehen bleiben.

Klimatische Aspekte

Die Winterhärte wird häufig im Bereich WHZ 6–7 angegeben. Damit ist Polygonatum yunnanense in vielen Regionen Mitteleuropas ausreichend winterhart, besonders an geschützten, humosen Waldstandorten.

In raueren Lagen ist ein geschützter Standort sinnvoll, vor allem bei jungen Pflanzen.

Praxistipp

Diese Art eignet sich ideal für den Vordergrund im Schattenbeet und als Unterpflanzung unter Gehölzen, zusammen mit niedrig bleibenden Waldstauden wie Jeffersonia, Trillium, Hepatica, kleinen Farnen oder Mukdenia. Besonders schön wirkt sie in kleinen Gruppen, damit die ungewöhnlich runden Blätter im Beet wirklich auffallen.


Quellen

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Polygonatum yunnanense

  • Royal Botanic Garden Edinburgh (UK): Asparagaceae / Polygonatum notes

  • Flora of China (China / international scientific project): Polygonatum species accounts

  • Missouri Botanical Garden (USA): Polygonatum (genus overview)


Prosartes trachycarpa-Prosartes trachycarpa.  Synonym: Disporum trachycarpum Bis 80cm hoch werdende Waldstaude aus den Bergen Nord Amerika - British Columbia bis N.E. Oregon .Die grünen Blätter sind breit, fast herzförmig. Im späten Frühjahr erscheinen meist 4-6 Blüten pro Stiel. Diese sind glockig, creme-weiß, mit gelben Staubgefäßen. Im Herbst dann rote, auffällige Beeren. Standort: lichter Schatten, Waldgarten, feuchte, humose Böden

Herkunft/Einordnung

Prosartes trachycarpa (syn.: Disporum trachycarpum) gehört zur Familie der Zeitlosengewächse (Colchicaceae). Die Art stammt aus dem westlichen Nordamerika und ist dort von British Columbia bis in den Nordosten Oregons verbreitet. Sie wächst vor allem in Bergwäldern, an Waldrändern und in humosen, frischen Schluchtlagen.

Ein gebräuchlicher deutscher Name ist nicht fest etabliert. In der Gartenpraxis wird sie häufig als nordamerikanisches Wald-Disporum bezeichnet, auch wenn sie botanisch heute meist in Prosartes geführt wird.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

Prosartes trachycarpa ist eine sommergrüne Waldstaude, die je nach Standort etwa 50–80 cm Höhe erreicht. Sie wächst aus einem Rhizom und bildet mit der Zeit lockere, stabile Horste.

Die Blätter sind grün, relativ breit und oft leicht herzförmig. Dadurch wirkt die Pflanze im Beet sehr „waldig“ und harmoniert besonders gut mit anderen klassischen Schattenstauden.

Im späten Frühjahr erscheinen meist 4–6 Blüten pro Stiel. Diese sind glockenförmig, cremeweiß und zeigen gelbe Staubgefäße. Die Blüten wirken dezent, sind aber bei näherem Hinsehen sehr elegant.

Im Herbst folgen auffällige, rote Beeren, die einen deutlichen Zieraspekt bieten.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Die Gattung Prosartes ist in Europa deutlich weniger bekannt als viele andere Waldstauden, obwohl sie in Nordamerika zu den typischen Begleitern naturnaher Wälder gehört.

Prosartes trachycarpa ist besonders attraktiv, weil sie eine gelungene Kombination aus Blattwirkung, Blüte und sehr dekorativen Herbstfrüchten bietet. Gleichzeitig bleibt sie im Garten gut kontrollierbar und eignet sich auch für kleinere Waldgartenbereiche.

Standort & Pflege

Ideal ist lichter Schatten im Waldgarten oder am Gehölzrand. Der Boden sollte humos, locker und gleichmäßig feucht sein, ohne Staunässe.

Trockenheit im Sommer führt zu schwächerem Wuchs. Ein Mulch aus Laub oder Kompost ist sehr empfehlenswert, da er die Bodenfeuchte hält und den natürlichen Waldboden nachbildet.

Die Pflanze ist pflegeleicht und zieht im Herbst ein.

Klimatische Aspekte

Als Gebirgspflanze aus dem westlichen Nordamerika ist Prosartes trachycarpa an winterliche Kälte angepasst und gilt in Mitteleuropa in der Regel als ausreichend winterhart, sofern der Standort nicht im Winter vernässt.

Wichtiger als extreme Kälte ist ein humoser, frischer Boden und ein geschützter, waldartiger Standort.

Praxistipp

Sehr schön wirkt Prosartes trachycarpa in Kombination mit Farnen, Trillium, Polygonatum, Jeffersonia oder Mukdenia. Besonders lohnend ist eine Pflanzung in Wegnähe, da die roten Beeren im Herbst erst aus der Nähe ihre volle Wirkung entfalten.


Quellen

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Prosartes trachycarpa

  • Flora of North America (USA/Canada): Prosartes (genus accounts)

  • Royal Botanic Garden Edinburgh (UK): Colchicaceae / Prosartes notes

  • Missouri Botanical Garden (USA): Prosartes (genus overview)


Prunus brigantina-Prunus brigantina ist eine wilde Baumart, die in Frankreich und Italien beheimatet ist. Wächst als sehr buschiger Baum zwischen 3 und 6m Höhe heran. Ab Mai blühen die weiß-rosa Blüten auf, danach reifen die essbaren Früchte, die der kommerziellen Aprikose ähneln, heran.Sie schmecken ähnlich einer Aprikose, haben aber eine glatte Haut. In Frankreich wird aus den Samen "huile des marmottes" ein Speiseöl hergestellt.  Standort: sonnig, moderate Feuchtigkeit. WHZ 6

Herkunft/Einordnung

Prunus brigantina gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine seltene Wildart aus den Alpenregionen Frankreichs und Italiens. Sie wird oft als „Alpenaprikose“ bezeichnet, ist botanisch jedoch eine Prunus-Art und steht der Aprikose nahe.

Ein gebräuchlicher deutscher Name ist Alpen-Abrikose, regional auch Alpenaprikose.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

Prunus brigantina wächst als kleiner, oft sehr buschiger Baum oder Großstrauch und erreicht meist etwa 3 bis 6 m Höhe. Der Aufbau ist dicht verzweigt, wodurch die Art auch ohne Blüte und Frucht einen naturnahen, robusten Charakter besitzt.

Die Blüte erscheint ab Mai. Die Blüten sind weiß bis zart rosa überhaucht und stehen typisch für Prunus sehr dekorativ am Holz.

Nach der Blüte reifen essbare Früchte, die optisch an kleine Aprikosen erinnern. Im Unterschied zur handelsüblichen Aprikose besitzen sie jedoch eine glattere Haut. Der Geschmack wird häufig als aprikosenähnlich beschrieben.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Prunus brigantina ist kulturgeschichtlich besonders interessant, da sie in Teilen Frankreichs traditionell genutzt wurde. Aus den Samen wird ein Öl gewonnen, das unter dem Namen „huile des marmottes“ bekannt ist.

Als Wildart aus alpinen Regionen ist sie zudem für Sammler und Liebhaber ungewöhnlicher Obstgehölze spannend, da sie eine seltene Verbindung aus Zierwert (Blüte), Fruchtwert und botanischer Rarität bietet.

Standort & Pflege

Geeignet ist ein sonniger Standort mit moderat feuchtem, gut durchlässigem Boden. Staunässe sollte vermieden werden.

Ein normaler, guter Gartenboden ist meist ausreichend. In sehr schweren Böden ist eine Verbesserung der Drainage sinnvoll.

Ein Schnitt ist nicht zwingend notwendig, kann aber zur Kronenformung oder zur Förderung eines stabilen Aufbaus nach der Blüte erfolgen.

Klimatische Aspekte

Die Winterhärte wird häufig mit WHZ 6 angegeben. Damit ist Prunus brigantina in vielen Regionen Mitteleuropas ausreichend winterhart.

Spätfröste können – wie bei vielen Prunus-Arten – die Blüte beeinträchtigen. Ein geschützter, warmer Standort erhöht die Fruchtsicherheit.

Praxistipp

Diese Art eignet sich besonders für naturnahe Obstgärten, Sammlerpflanzungen und als seltenes Solitärgehölz. Für Fruchtansatz ist ein warmer, sonniger Platz wichtig. Sehr schön wirkt Prunus brigantina auch als blühender Kleinbaum am Gehölzrand, wo sie im Frühjahr auffällt und im Sommer eine ungewöhnliche Frucht liefert.


Quellen

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Prunus brigantina

  • Conservatoire Botanique National Alpin (France): species notes on alpine flora

  • Muséum national d’Histoire naturelle (France): taxonomic and distribution references

  • Royal Botanic Gardens, Kew – Seed Information Database (UK): Prunus (seed and species background)


Prunus cerasifera 'Trailblazer'-Sorte der heimischen Wildpflaume mit rotem Laub und großen, roten Früchten. Ab März erscheinen viele kleine, weiße Blüten, die sehr gern von Insekten beflogen werden. Die Früchte sind sehr saftig und hervorragend geeignet für Marmeladen und Gelees, aber auch zum sofortigen Verzehr. Standort: toleriert jeden Gartenboden in Sonne und Halbschatten, regelmäßiger Schnitt fördert den Ertrag, gut winterhart

Herkunft/Einordnung

Prunus cerasifera ist die Wildpflaume bzw. Kirschpflaume und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens heimisch bzw. seit sehr langer Zeit eingebürgert und zählt zu den wichtigsten Ausgangsarten vieler Zier- und Nutzformen.

Die Sorte Prunus cerasifera ‘Trailblazer’ ist eine Auslese mit auffälligem rotem Laub und gleichzeitig gut nutzbaren, größeren roten Früchten.

Der deutsche Name Kirschpflaume bezieht sich auf die kirschähnliche Größe vieler Früchte und die sehr frühe Blüte.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

‘Trailblazer’ wächst als kleiner Baum oder Großstrauch und bildet mit der Zeit eine gut verzweigte Krone. Der Wuchs ist vital und – typisch für Kirschpflaumen – eher zügig.

Das Laub treibt rötlich aus und bleibt über die Saison in intensiven Rot- bis Purpurtönen. Dadurch wirkt die Pflanze schon vor der Blüte und lange nach der Fruchtreife als deutlicher Farbakzent.

Ab März erscheinen sehr viele kleine, weiße Blüten. Sie sitzen dicht am Holz und werden stark von Insekten besucht, da Kirschpflaumen zu den frühen Nahrungsquellen im Jahr gehören.

Im Sommer reifen große, rote Früchte. Sie sind sehr saftig und sowohl frisch essbar als auch hervorragend zur Verarbeitung geeignet, besonders für Marmeladen, Gelees oder auch Kompott.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Kirschpflaumen sind in Europa seit Jahrhunderten verbreitet – teils als verwilderte Obstgehölze, teils als Heckenpflanzen oder robuste Unterlagen für Pflaumenveredelungen.

‘Trailblazer’ ist besonders interessant, weil sie Zierwert (rotes Laub + frühe Blüte) und Nutzwert (gut verwertbare Früchte) in einer Sorte kombiniert. Damit ist sie so etwas wie ein „Naschbaum mit Designer-Outfit“.

Standort & Pflege

Die Sorte ist sehr anpassungsfähig und toleriert fast jeden Gartenboden, solange keine dauerhafte Staunässe vorliegt. Ideal sind sonnige bis halbschattige Standorte.

In voller Sonne fällt die Laubfärbung meist am intensivsten aus und die Fruchtreife wird sicherer.

Ein regelmäßiger Schnitt (am besten nach der Blüte oder nach der Ernte) fördert einen kompakten Aufbau, verjüngt das Fruchtholz und kann den Ertrag deutlich verbessern.

Klimatische Aspekte

Prunus cerasifera gilt als sehr winterhart und robust. Spätfröste können – wie bei allen sehr früh blühenden Prunus-Arten – einzelne Blüten schädigen, die Pflanze selbst bleibt davon jedoch unbeeindruckt.

Durch die frühe Blüte ist sie in kalten Senken etwas weniger fruchtsicher, an warmen, luftigen Standorten dagegen sehr zuverlässig.

Praxistipp

‘Trailblazer’ ist ideal für alle, die einen Baum möchten, der im Frühjahr Insekten füttert, im Sommer den Menschen, und dazwischen auch noch dekorativ aussieht. Besonders schön ist ein Standort nahe Terrasse oder Weg, damit Blüte, Laubfarbe und später die Früchte wirklich „mitgenommen“ werden.


Quellen

  • Royal Horticultural Society (UK): Prunus cerasifera (species profile)

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Prunus cerasifera

  • University of Florida IFAS Extension (USA): Prunus in landscapes / pollinator value of early flowering trees

  • Missouri Botanical Garden (USA): Prunus cerasifera (general cultivation notes)


Prunus incisa 'Kojou-no-mai'-Sehr langsam wachsende aparte Zwergform der Fuji-Kirsche mit auffällig zick.zack-förmigen Trieben. Standort: Anspruchslos an Boden und Standort. Wird etwa 1,5m hoch, die rosa Blüten erscheinen im zeitigen Frühjahr. WH-Zone: 5-9

Herkunft/Einordnung

Prunus incisa ist die Fuji-Kirsche und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Art stammt aus Japan, wo sie vor allem in Bergregionen vorkommt. Sie ist eine der wichtigsten Wildkirschen für kleinbleibende, zierliche Gartenformen.

Die Sorte Prunus incisa ‘Kojou-no-mai’ ist eine besonders langsam wachsende Zwergform, die sich durch ihren charakteristischen, zickzackförmigen Austrieb deutlich von vielen anderen Zierkirschen unterscheidet.

Der deutsche Name Fuji-Kirsche bezieht sich auf die Herkunft aus dem Umfeld des Fuji-Gebiets und die typische Nutzung als Ziergehölz.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

‘Kojou-no-mai’ wächst sehr langsam und bildet einen kleinen, dicht verzweigten Strauch. Meist erreicht sie etwa 1 bis 1,5 m Höhe, bleibt dabei aber kompakt und wirkt durch die bizarr gewinkelten, zickzackartigen Triebe auch im Winter sehr dekorativ.

Die Blätter sind klein, frischgrün und fein gesägt. Im Herbst kann eine gelbliche bis orange Färbung auftreten.

Die Blüte erscheint im zeitigen Frühjahr, oft bereits sehr früh in der Saison. Die zahlreichen Blüten sind zartrosa bis hellrosa und sitzen dicht an den Trieben. Gerade an noch unbelaubten Zweigen wirkt die Blüte besonders elegant und fein.

Nach der Blüte können sich kleine Kirschen bilden, die jedoch im Garten meist eine untergeordnete Rolle spielen.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Die Sorte ist in Japan und in der Bonsai- sowie Gartenkultur seit längerem geschätzt, weil sie auch ohne Blätter einen hohen Zierwert besitzt. Der ungewöhnliche Triebverlauf wirkt wie „gezeichnet“ und macht die Pflanze zu einem echten Strukturgehölz für den Wintergarten.

Durch das langsame Wachstum eignet sich ‘Kojou-no-mai’ außerdem sehr gut für kleine Gärten, Kübel, Tröge und für die Gestaltung im japanisch inspirierten Stil.

Standort & Pflege

Die Sorte gilt als robust und anspruchslos. Sie wächst in Sonne bis Halbschatten und kommt mit den meisten Gartenböden zurecht, solange keine dauerhafte Staunässe besteht.

In sonnigen Lagen blüht sie meist am reichsten und bleibt besonders kompakt. Halbschatten wird gut toleriert, die Blüte kann dort aber etwas schwächer ausfallen.

Ein Schnitt ist nicht zwingend notwendig. Wer die Form betonen oder dichteres Wachstum fördern möchte, schneidet am besten direkt nach der Blüte leicht zurück.

Klimatische Aspekte

Prunus incisa gilt als gut winterhart. ‘Kojou-no-mai’ wird häufig mit Winterhärtezone 5 angegeben und ist damit in weiten Teilen Mitteleuropas zuverlässig frostfest.

Wie bei vielen sehr früh blühenden Gehölzen können Spätfröste einzelne Blüten schädigen. Die Pflanze selbst nimmt dadurch jedoch keinen dauerhaften Schaden.

Praxistipp

‘Kojou-no-mai’ wirkt am schönsten, wenn sie so platziert wird, dass die zickzackförmigen Triebe auch im Winter sichtbar sind – zum Beispiel am Weg, am Eingang oder in einem Kübel auf der Terrasse. In Kombination mit immergrünen Gehölzen oder dunklem Hintergrund kommt die feine Blüte im Frühjahr besonders gut zur Geltung.


Quellen

  • Kew Science – Plants of the World Online (UK): Prunus incisa

  • Royal Horticultural Society (UK): Prunus incisa (species notes & cultivation)

  • Missouri Botanical Garden (USA): Prunus incisa (general habit and garden use)

  • RHS Plant Finder (UK): Prunus incisa ‘Kojou-no-mai’ (cultivar listing)


Prunus nipponica 'Ruby' (Prunus kurielensis 'Ruby')-Langsam wachsender kleiner Strauch oder Baum mit säulenförmigen, schlanken Wuchs. Ein Zierstrauch von besonderer Eleganz. Seine Heimat liegt auf den Kurilen (Inselkette vor Japan). Seinen ganz besonderen Charme zeigt der Baum zur Frühlingszeit. Er blüht im März und April mit unzähligen, einfachen, mandelrosa Blüten, die im Verblühen heller werden. Im Herbst färbt sich das helle Grün der Blätter wunderbar karminrot. Der Wuchs ist feinverzweigt und der Baum wächst bis zu einer Höhe von 1,5 m. Standort: nährstoffreich, neutral bis stark alkalisch, gedeiht auch auf normalem Boden, sonnig bis halbschattig, WH Zone 5-6

Herkunft/Einordnung

Prunus nipponica ‘Ruby’ (syn.: Prunus kurilensis ‘Ruby’) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Art stammt aus Ostasien, genauer von den Kurilen, einer Inselkette zwischen Japan und Russland. Dort wächst sie in kühlen, montanen Wäldern und an Waldrändern.

Ein deutscher Name ist nicht weit verbreitet. Im Gartenbau wird sie meist als rosa Zierkirsche geführt.

Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte

Prunus nipponica ‘Ruby’ ist ein langsam wachsender Strauch oder Kleinbaum mit säulenförmig-schlankem Wuchs. Die Verzweigung ist fein und elegant, wodurch die Pflanze sehr filigran wirkt.

Im Frühjahr (März bis April) erscheint eine Fülle einfacher, mandelrosa Blüten. Diese öffnen sich zahlreich und wirken trotz der eher zierlichen Gestalt der Pflanze sehr eindrucksvoll. Beim Verblühen werden die Blüten heller, wodurch ein sanfter Farbübergang entsteht.

Das Laub ist im Austrieb frischgrün und entwickelt sich im Herbst zu einer intensiven karminroten Herbstfärbung, die den Zierwert der Art nochmals deutlich erhöht.

Die Wuchshöhe beträgt meist bis etwa 1,5 m, wodurch sich ‘Ruby’ gut für kleinere Gärten, Terrassen und strukturierte Gehölzgruppen eignet.

Besonderheit/Kulturgeschichte

Die Sorte ‘Ruby’ ist wegen der Kombination aus feiner Wuchsform, intensiver Frühlingsblüte und spektakulärer Herbstfärbung besonders beliebt. Sie wirkt überall dort attraktiv, wo eine kompakte, aber trotzdem ausdrucksstarke Zierkirsche gefragt ist.

Zierkirschen aus dem nordöstasiatischen Raum, wie P. nipponica, sind im Allgemeinen kühlerem Klima angepasst und zeigen häufig eine sehr natürliche, „waldartige“ Wirkung im Garten.

Standort & Pflege

Geeignet sind sonnige bis halbschattige Standorte. Die Pflanze kommt mit normalen Gartenböden gut zurecht und nimmt auch leicht alkalische, neutrale und mäßig nährstoffreiche Bedingungen an.

Staunässe sollte vermieden werden. Junge Pflanzen profitieren in den ersten Jahren von einer gleichmäßigen Bodenfeuchte.

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich, kann aber nach der Blüte eingesetzt werden, um den schlanken Wuchs zu betonen oder Zuwächse zu lenken.

Klimatische Aspekte

Prunus nipponica ‘Ruby’ wird häufig mit Winterhärtezone 5–6 angegeben, was sie für viele mitteleuropäische Regionen geeignet macht, besonders dort, wo milde Winter und kühle Sommer vorherrschen.

Wie bei vielen früh blühenden Prunus-Arten können Spätfröste einzelne Blüten beeinträchtigen, die Pflanze selbst bleibt davon jedoch anderweitig unbeschadet.

Praxistipp

Diese Sorte eignet sich hervorragend für kleine Ziergehölzgruppen, Terrassen oder Vorgärten, wo sie ihre feine Silhouette präsentieren kann. Sie fällt im Frühjahr durch die frühe Blüte auf und wirkt im Herbst durch die leuchtende Blattfärbung. Besonders schön kommt sie zur Geltung, wenn sie vor dunkleren Sträuchern oder immergrünen Gehölzen steht, die ihr Kontrast bieten.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    rosa

Blütezeit

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide

Boden

Boden 1
    nahrhaft
Boden 2
    normal

Standort

Standort 1
    sonnig bis halbschattig
Prunus nipponica 'Ruby' (Prunus kurielensis 'Ruby') - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Prunus nipponica 'Ruby' (Prunus kurielensis 'Ruby') - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

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