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Prunus tomentosa - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Japanische Mandelkirsche

Prunus tomentosa

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    kleiner Baum

4.8 (50 reviews)

€ 8,50

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Herkunft und Einordnung

Prunus tomentosa, die Filzkirsche, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht nach heutiger taxonomischer Einordnung von Tibet über weite Teile Chinas bis nach Sachalin. In Korea und weiteren Regionen Ostasiens wird die Art seit Langem kultiviert und kommt dort auch außerhalb ihres ursprünglichen Areals vor.

In China wächst sie in Gebirgswäldern, an Waldrändern, in Gebüschen und auf Wiesen in Höhenlagen von etwa 100 bis 3.700 m.

In älterer botanischer Literatur findet man die Art auch unter dem Namen Cerasus tomentosa. Der heute von Kew akzeptierte Name ist Prunus tomentosa Thunb.

Der deutsche Name „Filzkirsche“ und das Artepitheton tomentosa beziehen sich auf die auffällige Behaarung der Pflanze. Besonders die jungen Triebe und die Unterseiten der Blätter sind dicht behaart. Das lateinische „tomentosus“ bedeutet entsprechend „filzig“ oder „mit dichter Behaarung versehen“.

Wuchs und Blätter

Die Filzkirsche wächst sommergrün als dicht verzweigter, breit aufrechter bis ausladender Strauch. Meist erreicht sie etwa 1,5 bis 2,5 m Höhe, ältere Exemplare können unter günstigen Bedingungen auch ungefähr 3 m erreichen und ähnlich breit werden.

Die Blätter sind wechselständig angeordnet, elliptisch bis verkehrt-eiförmig und besitzen einen deutlich gesägten Rand. Ihre Oberseite ist etwas rau, während die Unterseite durch die dichte Behaarung heller und weich-filzig erscheint.

Auch die jungen Zweige sind behaart. Mit zunehmendem Alter entwickelt sich eine glänzend rötlich- bis dunkelbraune Rinde, die sich teilweise in dünnen Streifen ablösen kann.

Blüte und Früchte

Bereits im zeitigen Frühjahr, meist vor oder gleichzeitig mit dem Austrieb der Blätter, erscheinen zahlreiche Blüten dicht an den Zweigen.

Die Knospen sind häufig rosa gefärbt. Beim Öffnen werden die Blüten blassrosa bis nahezu weiß. Sie sitzen einzeln oder zu zweit beziehungsweise wenigen dicht am vorjährigen Holz.

Aus den Blüten entwickeln sich kleine, rundliche rote Steinfrüchte. Botanisch handelt es sich wie bei anderen Kirschen um Steinfrüchte und nicht um Beeren.

Die Früchte erreichen etwa 5 bis 12 mm Durchmesser und reifen je nach Klima und Standort im Sommer. Das Fruchtfleisch ist saftig und besitzt einen süß-säuerlichen bis deutlich säuerlichen Geschmack. Die Früchte können frisch gegessen oder beispielsweise zu Konfitüre, Gelee, Saft oder Kompott verarbeitet werden.

Für einen guten Fruchtansatz ist es empfehlenswert, mindestens zwei genetisch unterschiedliche Pflanzen gemeinsam zu kultivieren. Untersuchungen zur Selbstkompatibilität von Prunus tomentosa kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen; Kreuzbestäubung verbessert jedoch in der Regel den Fruchtansatz.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die Filzkirsche besitzt in Ostasien eine wesentlich längere Geschichte als ihre bei uns noch vergleichsweise geringe Bekanntheit vermuten lässt.

Eine aktuelle Untersuchung zur genetischen Geschichte der Art beschreibt ihre Nutzung als Nahrungspflanze in China bereits seit mehr als 2.000 Jahren. Die große natürliche Verbreitung innerhalb Chinas hat gleichzeitig zu einer erheblichen genetischen Vielfalt geführt.

Im 19. Jahrhundert gelangte die Filzkirsche auch nach Nordamerika. Dort wurde sie als „Nanking Cherry“ bekannt und vor allem wegen ihrer außergewöhnlichen Winterhärte, ihrer Früchte und ihrer Eignung für kontinentale Klimaregionen weiterverbreitet.

Bemerkenswert ist außerdem ihre große Variabilität. Natürliche und kultivierte Populationen unterscheiden sich unter anderem in Blüten- und Fruchtfarbe, Fruchtgröße und weiteren Merkmalen. Diese genetische Vielfalt macht die Art auch für die Obstzüchtung interessant.

Standort und Pflege

Prunus tomentosa entwickelt sich am besten an einem sonnigen Standort. Leichter Halbschatten wird toleriert, für eine reiche Blüte und einen guten Fruchtansatz ist jedoch ausreichend Licht günstig.

Die Art ist hinsichtlich des Bodens ausgesprochen anpassungsfähig. Gut geeignet sind sandige bis lehmige Gartenböden, sofern überschüssiges Wasser abziehen kann.

Nach dem Einwurzeln verträgt die Filzkirsche auch zeitweilige Trockenperioden. Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden.

Ein regelmäßiger Formschnitt ist nicht erforderlich. Bei älteren, sehr dichten Sträuchern können einzelne alte Triebe bodennah entfernt werden. Dadurch wird die Pflanze ausgelichtet und die Bildung jüngerer Triebe gefördert.

Wer die Filzkirsche hauptsächlich wegen ihrer Früchte kultiviert, sollte auf einen lockeren Aufbau des Strauches achten, bei dem ausreichend Licht in das Innere der Pflanze gelangt.

Klimatische Aspekte

Die Filzkirsche stammt aus Regionen mit teilweise ausgesprochen kalten Wintern und gehört zu den frosthärteren Vertretern der Gattung Prunus.

Nordamerikanische Kulturangaben führen Prunus tomentosa je nach Quelle bis USDA-Winterhärtezone 2 beziehungsweise 3. Auch Untersuchungen chinesischer Herkünfte beschreiben eine sehr hohe Kältetoleranz, wobei zwischen verschiedenen Populationen deutliche Unterschiede bestehen können.

Eine Einordnung ab etwa WHZ 4 ist für die Gartenkultur daher eher vorsichtig als optimistisch.

Neben Winterkälte verträgt die Art auch warme Sommer und zeitweilige Trockenheit. Diese Kombination erklärt, weshalb sie sich besonders in Regionen mit ausgeprägtem kontinentalem Klima bewährt hat.

Praxistipp

Wer die Filzkirsche wegen ihrer Früchte pflanzt, sollte besser nicht nur ein einzelnes Exemplar setzen. Zwei genetisch unterschiedliche Pflanzen erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines guten Fruchtansatzes deutlich.

Dabei sollte man ihr etwas mehr Platz zugestehen, als die Bezeichnung „kleiner Strauch“ zunächst vermuten lässt. Ein älteres Exemplar kann ebenso breit wie hoch werden.

Die Früchte sind weich und vergleichsweise klein und daher kein Ersatz für eine klassische Süßkirsche. Gerade frisch vom Strauch oder für die Verarbeitung besitzen sie aber ihren ganz eigenen Reiz.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    März

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Duftend
Besonderes
    Vogelnahrung

Boden

Boden 1
    sandig
Boden 2
    lehmig
Boden 3
    feucht
Boden 4
    frisch
Boden 5
    toleriert Trockenheit

Standort

Standort 1
    sonnig
Standort 2
    Kübel
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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Pflanzenmarkt

Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

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Abholung

.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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