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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Prunus virginiana, die Virginische Traubenkirsche, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst große Teile Nordamerikas und reicht von Kanada über weite Gebiete der Vereinigten Staaten bis in den Norden Mexikos.
Die Art wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern, auf offenen Hängen, in Gebüschen und entlang von Gewässern. Der Name virginiana verweist auf Virginia. Der amerikanische Name „Chokecherry“ beschreibt den stark zusammenziehenden Geschmack der noch nicht vollständig reifen Früchte – beim Probieren zieht sich der Mund tatsächlich ein wenig beleidigt zusammen.
Wuchs und Blätter
Die Virginische Traubenkirsche entwickelt sich zu einem sommergrünen Großstrauch oder kleinen Baum. Gewöhnlich erreicht sie etwa 4 bis 7 Meter Höhe, einzelne Exemplare können jedoch deutlich größer werden. Der Wuchs ist meist mehrstämmig, aufrecht und später breit oval bis rundlich.
Über unterirdische Ausläufer können im Laufe der Zeit zusätzliche Grundtriebe und schließlich breite, dichte Bestände entstehen. Bei der Pflanzung sollte daher genügend Raum eingeplant werden.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind elliptisch bis eiförmig, fein gesägt und auf der Oberseite glänzend dunkelgrün. Im Herbst verfärben sie sich überwiegend gelb, orangegelb oder rötlich. Eine ausgeprägt dunkelrote bis purpurrote Laubfärbung ist vor allem von Sorten wie ‘Schubert’ oder ‘Canada Red’ bekannt und bei der reinen Art nicht verlässlich zu erwarten.
Blüte
Im April und Mai, in kühleren Regionen auch etwas später, erscheinen zahlreiche kleine, weiße bis cremeweiße Blüten. Sie stehen in länglichen, meist 7 bis 15 Zentimeter langen Trauben und öffnen sich kurz nach dem Laubaustrieb.
Die Blüten verströmen einen kräftigen, süßlichen bis leicht mandelartigen Duft. Während der Blütezeit kann der gesamte Strauch von den weißen Trauben überzogen sein.
Früchte
Etwa zehn Wochen nach der Blüte reifen die rundlichen, erbsengroßen Steinfrüchte. Sie sind zunächst rot und verfärben sich bei vollständiger Reife dunkelrot, purpurfarben bis beinahe schwarz.
Das Fruchtfleisch vollreifer Früchte ist essbar, schmeckt jedoch meist herb und deutlich zusammenziehend. Deshalb werden die Früchte gewöhnlich zu Saft, Gelee, Sirup, Marmelade oder Wein verarbeitet und nur selten frisch gegessen.
Die harten Fruchtsteine dürfen dabei nicht zerkleinert oder mitverarbeitet werden. Sie enthalten ebenso wie Blätter und Triebe cyanogene Glycoside, aus denen Blausäure freigesetzt werden kann. Für die Verarbeitung sollten deshalb ausschließlich vollständig reife, einwandfreie Früchte und bewährte Rezepte verwendet werden.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Früchte der Chokecherry wurden von verschiedenen indigenen Gemeinschaften Nordamerikas traditionell gesammelt, getrocknet oder gekocht. Sie fanden unter anderem Verwendung in Fruchtzubereitungen und als Bestandteil von Pemmikan, einer haltbaren Mischung aus getrocknetem Fleisch, Fett und Früchten. Später übernahmen europäische Siedler die Früchte für Gelees, Sirupe und Wein.
In Nordamerika wird Prunus virginiana außerdem als robustes Gehölz für breite Landschaftspflanzungen und Windschutzstreifen verwendet. Durch ihre kräftigen Wurzelausläufer besiedelt sie offene oder gestörte Flächen vergleichsweise schnell. Als wertvoller Forstbaum gilt sie dagegen nicht; dafür bleibt sie meist zu strauchartig und ihr Holz zu schwach.
Standort und Pflege
Die Virginische Traubenkirsche gedeiht in voller Sonne bis Halbschatten. An sonnigen Standorten fällt die Blüte gewöhnlich reicher aus und die Früchte reifen gleichmäßiger.
Hinsichtlich des Bodens ist die Art ausgesprochen anpassungsfähig. Sie wächst auf sandigen, lehmigen und auch steinigeren Substraten sowie in einem breiten pH-Bereich. Am besten entwickelt sie sich auf mäßig nährstoffreichen, frischen und gut durchlässigen Böden.
Gut eingewurzelte Pflanzen vertragen vorübergehende Trockenheit. Eine gleichmäßige Wasserversorgung fördert jedoch Wachstum und Fruchtbildung. Dauerhafte Staunässe und stark verdichtete Böden sind ungünstig.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Soll die Pflanze als kleiner Baum erzogen werden, müssen konkurrierende Grundtriebe frühzeitig entfernt werden. Bei strauchartigen Exemplaren können ältere Triebe im Spätwinter ausgelichtet werden. Unerwünschte Ausläufer sollten möglichst vollständig am Ansatz entfernt werden.
Klimatische Aspekte
WHZ: 2–7
Prunus virginiana zählt zu den ausgesprochen frostharten Gehölzen. Ihr ausgedehntes natürliches Verbreitungsgebiet reicht bis in Regionen mit sehr kalten Wintern. Die bisherige Angabe WHZ 5–7 war daher deutlich zu vorsichtig.
Warme Sommer sind für die Kultur nicht erforderlich. Die Art gedeiht auch in Regionen mit kurzen, kühlen Vegetationsperioden. Spätfröste können geöffnete Blüten schädigen, die Pflanze selbst nimmt dadurch gewöhnlich keinen dauerhaften Schaden.
Praxistipp
Die Virginische Traubenkirsche eignet sich besonders für größere Gärten, breite Gehölzgruppen, Wildobstpflanzungen und Grundstücksbereiche, in denen ihre Ausläufer nicht ständig im Zaum gehalten werden müssen. Für schmale Beete oder kleine Vorgärten ist die Art weniger geeignet – sie akzeptiert Gartenbegrenzungen eher als unverbindliche Empfehlung.
Wer die Früchte verarbeiten möchte, sollte die Pflanze vollsonnig setzen und erst ernten, wenn die Kirschen dunkel ausgefärbt und vollständig reif sind. Wegen der herabfallenden Früchte empfiehlt sich etwas Abstand zu Terrassen und hellen Pflasterflächen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
-
Vogelnahrung
Boden
-
lehmig
-
trocken
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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