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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Ptelea trifoliata, die Kleeulme, gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und ist damit unter anderem mit Zitruspflanzen verwandt. Ihr großes natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen Kanada über weite Teile der Vereinigten Staaten bis nach Mexiko.
In ihrer Heimat wächst sie in offenen Wäldern, an Waldrändern, auf felsigen Hängen, in Gebüschen und an Flussufern. Dabei besiedelt sie sowohl frische als auch zeitweise trockene Standorte und kommt häufig auf kalkhaltigen oder steinigen Böden vor.
Der Name Kleeulme bezieht sich auf die dreiteiligen, entfernt an Klee erinnernden Blätter und die rundlichen Flügelfrüchte, die den Früchten einer Ulme ähneln. Auch der botanische Gattungsname Ptelea ist vom griechischen Wort für Ulme abgeleitet. Das Artepitheton trifoliata bedeutet „dreiblättrig“.
Wuchs und Blätter
Die Kleeulme wächst als sommergrüner Großstrauch oder kleiner, häufig mehrstämmiger Baum. Sie erreicht gewöhnlich etwa 3 bis 6 Meter Höhe und entwickelt eine breit rundliche, im Alter oft etwas unregelmäßige Krone. Unter günstigen Bedingungen können alte Exemplare auch höher werden.
Die wechselständig angeordneten Blätter bestehen aus drei eiförmigen bis länglich elliptischen Teilblättern. Sie sind im Sommer mittel- bis dunkelgrün und verfärben sich im Herbst gelb bis goldgelb.
Hält man ein Blatt gegen das Licht, werden zahlreiche kleine Öldrüsen sichtbar. Beim Zerreiben setzen Blätter und junge Zweige einen kräftigen, zitrusartig-würzigen Geruch frei. Je nach Nase wirkt dieser angenehm aromatisch oder ziemlich durchsetzungsfreudig.
Blüte
Im Mai und Juni erscheinen kleine, sternförmige, grünlich weiße Blüten in lockeren, endständigen Blütenständen. Sie sind zwar nicht groß, können durch ihre Vielzahl aber dennoch einen auffälligen Schleier über der Pflanze bilden.
Auch der Blütenduft ist deutlich wahrnehmbar, wird jedoch sehr unterschiedlich beschrieben. Einige empfinden ihn als süßlich und aromatisch, andere als streng oder unangenehm. „Charaktervoll“ dürfte hier die diplomatischste und zugleich ehrlichste Beschreibung sein.
Die Art ist überwiegend funktionell zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich meist auf verschiedenen Pflanzen, auch wenn gelegentlich einzelne zwittrige Blüten auftreten können.
Früchte
Die Fruchtstände gehören zu den auffälligsten Merkmalen der Kleeulme. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich flache, nahezu kreisrunde Flügelfrüchte mit einem Durchmesser von etwa 2 bis 3 Zentimetern. Sie sind zunächst grün und reifen später strohgelb bis hellbraun aus.
Die papierartigen Früchte hängen in dichten Büscheln an den Zweigenden und bleiben häufig nach dem Laubfall bis in den Winter erhalten. Ihr deutlich sichtbares Adernetz verleiht ihnen ein beinahe filigranes Aussehen.
Da die Art überwiegend zweihäusig ist, bildet nicht jede Pflanze Früchte. Für einen möglichst sicheren Fruchtansatz empfiehlt es sich, mehrere genetisch unterschiedliche Pflanzen zusammenzusetzen.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die bitteren Früchte beziehungsweise Samen wurden in Nordamerika zeitweise als Ersatz für Hopfen beim Bierbrauen verwendet. Besonders bekannt ist diese Nutzung von deutschen Einwanderern im Texas des 19. Jahrhunderts. Daraus entstand der englische Name Hoptree, also Hopfenbaum.
Die Art gelangte vermutlich bereits 1704 nach England. Eine größere Menge Samen wurde 1724 vom englischen Naturforscher Mark Catesby aus den Carolinas geschickt, wodurch sich die Kleeulme dauerhaft in europäischen Gärten etablieren konnte.
Auch ihre Verwandtschaft mit Zitruspflanzen zeigt sich in den zahlreichen Öldrüsen und dem ausgeprägten Aroma von Blättern, Rinde und jungen Früchten. Orangen liefert sie zwar keine – dafür aber einen Fruchtschmuck, den wirklich nicht jeder Garten hat.
Standort und Pflege
Die Kleeulme wächst in voller Sonne ebenso wie im Halbschatten. Ein heller Standort fördert einen dichteren Aufbau und einen kräftigen Fruchtansatz. Auch lichter Schatten wird vertragen, dort kann der Wuchs jedoch lockerer ausfallen.
Die Art ist hinsichtlich des Bodens ausgesprochen anpassungsfähig. Sie gedeiht in sandigen, lehmigen, steinigen und kalkhaltigen Gartenböden, sofern überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Gleichmäßig frische, nährstoffreiche Böden fördern einen kräftigen Wuchs; auf trockeneren Standorten bleibt die Pflanze meist kompakter.
Während der Anwachsphase sollte regelmäßig gewässert werden. Später verträgt die Kleeulme auch längere Trockenperioden. Dauerhafte Staunässe ist ungünstiger als ein zeitweise trockener Boden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Soll ein kleiner Baum entstehen, werden frühzeitig ein oder mehrere Haupttriebe ausgewählt und konkurrierende Bodentriebe entfernt. Als Großstrauch darf die Pflanze weitgehend frei wachsen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 4–9
Ptelea trifoliata ist sehr winterhart und verträgt sowohl strenge Fröste als auch sommerliche Wärme. Gut eingewurzelte Pflanzen kommen mit Trockenheit, Wind und unterschiedlichen Bodenverhältnissen zurecht.
Kritisch sind vor allem dauerhaft nasse, schlecht durchlüftete Böden. Junge Pflanzen profitieren in den ersten Standjahren von einer Mulchauflage, benötigen später jedoch gewöhnlich keinen besonderen Winterschutz.
Praxistipp
Die Kleeulme eignet sich als frei wachsender Solitär, als kleiner Hausbaum oder für lockere Gehölzgruppen. Damit die ungewöhnlichen Fruchtstände sicher entstehen, sollten nach Möglichkeit mehrere Sämlingspflanzen zusammengesetzt werden.
Wer den Strauch unmittelbar neben einer Terrasse oder einem Sitzplatz pflanzen möchte, sollte den Blütenduft vorher kennenlernen. Die einen werden begeistert tief einatmen, die anderen womöglich den Liegestuhl einen Meter weiter nach links rücken.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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