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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Quercus alba, die Amerikanische Weiß-Eiche, ist eine der bedeutendsten Eichenarten Nordamerikas und dort ein wichtiger Forstbaum. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen Kanada über weite Teile der zentralen und östlichen USA bis nach Nordflorida und Texas.
In ihren natürlichen Wäldern wächst sie häufig gemeinsam mit anderen Eichen, Hickory-Arten und Liriodendron tulipifera, dem Tulpenbaum. Die Weiß-Eiche erreicht gewöhnlich etwa 24 bis 30 Meter Höhe und wächst vergleichsweise langsam. Einzelne alte Bäume können wesentlich größer und mehrere Jahrhunderte alt werden.
Der Name White Oak beziehungsweise Weiß-Eiche bezieht sich auf die insgesamt helle Erscheinung von Borke und Holz. Die Borke ist allerdings nicht rein weiß, sondern meist hellgrau bis graubraun.
Wuchs und Blätter
Die Weiß-Eiche entwickelt sich zu einem kräftigen, langlebigen Baum mit breiter, rundlicher Krone und weit ausladenden Ästen. Im geschlossenen Wald bildet sie einen höheren, geraderen Stamm; als frei stehender Baum wächst sie breiter und gedrungener.
Charakteristisch ist die hellgraue bis weißgraue Borke. Sie löst sich im Alter in flachen, teilweise übereinanderliegenden Platten und Schuppen.
Die Blätter werden etwa 12 bis 22 Zentimeter lang und besitzen meist fünf bis neun abgerundete Lappen ohne Grannenspitzen. Im Sommer sind sie oberseits dunkel- bis frischgrün und unterseits heller bis bläulich grün.
Im Herbst kann sich das Laub weinrot, dunkelrot bis purpurrot verfärben. Die Färbung ist jedoch nicht bei jedem Baum und in jedem Jahr gleich ausgeprägt. Abhängig von Herkunft, Standort und Witterung reicht sie von wenig auffälligem Braun bis zu kräftigem Dunkelrot oder Violettpurpur.
Blüte
Die Blüte erscheint im Frühjahr ungefähr gleichzeitig mit dem Laubaustrieb. Die männlichen Blüten stehen in fünf bis acht Zentimeter langen, gelblich grünen und herabhängenden Kätzchen. Die kleinen rötlichen weiblichen Blüten sitzen einzeln oder paarweise an kurzen Stielen.
Männliche und weibliche Blüten befinden sich am selben Baum. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.
Früchte
Die Eicheln reifen noch im Jahr der Blüte. Sie werden meist etwa zwei bis zweieinhalb Zentimeter lang und stehen einzeln oder zu zweit. Der flache, warzig-schuppige Fruchtbecher umschließt gewöhnlich nur etwa ein Viertel der Eichel.
Die Früchte reifen im Herbst hell- bis mittelbraun. Wie bei vielen Eichen schwankt die Menge von Jahr zu Jahr deutlich; auf einzelne Jahre mit zahlreichen Eicheln können Jahre mit nur geringem Fruchtansatz folgen.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
In Nordamerika gilt Quercus alba als eine der wirtschaftlich bedeutendsten Laubbaumarten. Ihr hartes, dauerhaftes Holz wird traditionell für Möbel, Fußböden, Bauholz, Schiffbau und Fässer verwendet.
Für den Fassbau ist das Holz besonders geeignet, weil die Gefäße des Kernholzes durch sogenannte Thyllen weitgehend verschlossen sind. Dadurch können Fässer aus Weiß-Eichenholz Flüssigkeiten halten. Amerikanische Weiß-Eiche wird bis heute für die Reifung von Wein und Whiskey verwendet.
Die Art besitzt in Nordamerika auch kulturelle Bedeutung. Sie wurde zum offiziellen Staatsbaum von Illinois, Connecticut und Maryland gewählt. Bekannte alte Exemplare wie die Charter Oak in Connecticut oder die Wye Oak in Maryland waren über ihre botanische Bedeutung hinaus regionale Wahrzeichen.
Standort und Pflege
Am besten wächst Quercus alba an einem sonnigen Standort auf tiefgründigen, frischen bis mäßig feuchten und gut durchlässigen Böden. Ideal sind humose, lehmige und schwach saure Substrate.
Die Art kommt auch auf trockeneren Hängen und weniger nährstoffreichen Böden vor. Einmal eingewurzelte Bäume vertragen zeitweise Trockenheit, wachsen auf sehr trockenen und flachgründigen Standorten jedoch deutlich schwächer. Verdichtete, dauerhaft vernässte oder schlecht durchlüftete Böden sind ungeeignet.
Junge Pflanzen entwickeln zunächst eine kräftige Pfahlwurzel und sollten deshalb möglichst früh an ihren endgültigen Standort gesetzt werden. In den ersten Jahren ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich; bei jungen Bäumen kann ein maßvoller Erziehungsschnitt den Aufbau einer günstigen Kronenstruktur unterstützen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 3
Nordamerikanische Gartenquellen führen Quercus alba überwiegend für die USDA-Zonen 3 bis 9. Die Art ist damit ausgesprochen frosthart und kommt innerhalb ihres großen Verbreitungsgebietes sowohl mit kalten Wintern als auch mit warmen Sommern zurecht.
Die Winterhärte kann von der Herkunft des Saatguts beeinflusst werden. Für Pflanzen ohne bekannte besonders nördliche Herkunft ist WHZ 3 eine geeignete Shopangabe.
Bei frisch gepflanzten Bäumen ist weniger die Winterkälte als eine ausreichende Wasserversorgung während der Einwurzelung entscheidend. Staunässe und Bodenverdichtung können die Entwicklung stärker beeinträchtigen als niedrige Temperaturen.
Praxistipp
Wer eine Eiche mit einer möglichen dunkelroten bis purpurfarbenen Herbstfärbung sucht, sollte Quercus alba auf dem Zettel haben. Eine bestimmte Herbstfarbe lässt sich allerdings nicht garantieren – manche Pflanzen zeigen lediglich gelbbraune bis braunrote Töne.
Besonders schön wirkt die Weiß-Eiche in Kombination mit anderen nordamerikanischen Gehölzen wie Liriodendron tulipifera oder robusten Magnolienarten. Aufgrund der späteren Größe eignet sie sich vor allem für große Gärten, Parkanlagen und weitläufige Grundstücke. Da ältere Pflanzen nur schwer verpflanzt werden können, sollte der endgültige Standort bereits bei der Pflanzung sorgfältig gewählt werden.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
Boden
-
feucht
-
frisch
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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