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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Quercus coccifera ist eine immergrüne Eichenart aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie ist im Mittelmeerraum heimisch und gehört zu den typischen Gehölzen der Macchie- und Garrigue-Vegetation. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von der Iberischen Halbinsel über Südfrankreich, Italien und den Balkan bis in Teile der Ägäis und nach Westasien.
Der deutsche Name „Kermeseiche“ geht auf die historische Nutzung der Pflanze zurück: Auf ihr lebt die Kermes-Schildlaus (Kermes vermilio), aus der früher ein wertvoller roter Farbstoff (Kermes) gewonnen wurde. Der botanische Artname coccifera bedeutet sinngemäß „kermestragend“ bzw. „mit Scharlachlaus verbunden“ (lateinisch coccum = Scharlach/roter Farbstoff).
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Quercus coccifera gilt als eine der kleinsten immergrünen Eichenarten. In Mitteleuropa wächst sie meist strauchförmig und erreicht häufig nur etwa 1–3 m Höhe. In ihrer Heimat, insbesondere in wärmeren, längeren Vegetationsperioden, kann sie deutlich höher werden und auch baumartige Formen ausbilden.
Die Blätter sind klein, ledrig, dunkelgrün und leicht gewellt. Typisch sind die kleinen, stacheligen Zähnchen am Blattrand, wodurch die Pflanze eine deutliche „Stech-Eichen“-Optik besitzt. Die Unterseite ist meist heller als die Oberseite.
Die Rinde ist hellgrau und bleibt bei jüngeren Pflanzen relativ glatt, kann mit zunehmendem Alter aber stärker strukturiert werden.
Die Blüte erfolgt im Frühjahr. Wie bei Eichen üblich, erscheinen männliche Blüten in Kätzchen, während die weiblichen Blüten klein und unscheinbar sind. Die Bestäubung erfolgt durch Wind.
Im Herbst reifen die Eicheln. Bei Quercus coccifera sitzen sie häufig in relativ kleinen, schuppigen Fruchtbechern. Je nach Klima reifen sie nicht in jedem Jahr vollständig aus.
Besonderheit/Kulturgeschichte
Die Kermeseiche ist kulturgeschichtlich eng mit der Gewinnung des roten Farbstoffs „Kermes“ verbunden. Vor der Verbreitung von Cochenille und später synthetischen Farbstoffen war Kermes einer der wichtigsten natürlichen Rotfarbstoffe im Mittelmeerraum und wurde für Textilien und Färberei genutzt.
Botanisch und ökologisch ist die Art ein typisches Hartlaubgehölz (sclerophyll), angepasst an sommerliche Trockenheit, hohe Lichtintensität und karge Standorte. In mediterranen Landschaften bildet sie oft dichte, undurchdringliche Strauchbestände.
In Gärten ist Quercus coccifera vor allem als seltenes, immergrünes Strukturgehölz interessant, das mediterranen Charakter vermittelt und zugleich eine hohe Robustheit besitzt.
Standort & Pflege
Ein sonniger Standort ist wichtig, damit die Pflanze kompakt bleibt und gesund wächst. Der Boden sollte lehmig-humos und gut drainiert sein. Obwohl die Art trockenheitstolerant ist, ist in mitteleuropäischer Kultur häufig entscheidend, dass der Boden nicht vollständig austrocknet, insbesondere in den ersten Standjahren und in sehr sandigen Substraten.
Staunässe wird schlecht vertragen, besonders im Winter. Ein Standort mit guter Drainage ist daher wichtiger als extreme Nährstoffversorgung. In schweren Böden ist eine Strukturverbesserung durch mineralische Zuschläge sinnvoll.
Ein Schnitt ist nicht notwendig, kann aber zur Formkorrektur durchgeführt werden. Die Pflanze regeneriert gut aus dem Holz und verträgt auch stärkere Rückschnitte, wenn sie etabliert ist.
Klimatische Aspekte
Die Winterhärte wird häufig im Bereich USDA Zone 6–8 angegeben. Damit ist Quercus coccifera in vielen milden bis gemäßigten Regionen grundsätzlich kultivierbar. In rauen Lagen sind jedoch Winterschäden möglich, besonders bei:
-
Kahlfrost
-
kalten Ostwinden
-
Wintersonne auf gefrorenem Boden
Junge Pflanzen profitieren in den ersten Jahren von einem geschützten Standort und einem leichten Winterschutz im Wurzelbereich. In sehr exponierten Lagen kann zusätzlich ein Windschutz sinnvoll sein.
Die Herkunft aus Höhenlagen (z. B. Saatgut aus höher gelegenen Regionen wie Korfu) kann die Frosttoleranz in der Praxis verbessern, garantiert aber keine vollständige Sicherheit in strengen Wintern.
Praxistipp
Für eine erfolgreiche Kultur in Mitteleuropa ist eine Kombination aus Sonne, Drainage und Winterschutz in den ersten Jahren besonders wichtig. Ideal ist ein warmer, geschützter Platz (z. B. an einer Mauer oder im Windschatten anderer Gehölze). In sehr trockenen Sommern ist ergänzendes Wässern sinnvoll, damit die Pflanze nicht zu früh Stress zeigt und langfristig stabil einwurzelt.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
Blütezeit
Früchte
Besonderes
Boden
-
humos
-
lehmig
-
mäßig feucht
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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