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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Quercus infectoria ist eine laubabwerfende Eichenart aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und reicht in ihrer natürlichen Verbreitung von der Türkei über den Kaukasus bis in den Bereich des Kaspischen Meeres; südlich kommt sie bis in den nördlichen Bereich Israels vor.
Im Deutschen wird sie meist als „Aleppoeiche“ bezeichnet. Der Artname infectoria bezieht sich auf die historische Nutzung der Pflanze im Färbe- und Gerbstoffbereich. Die Art ist eng mit den berühmten „Eichengallen“ verbunden, die seit Jahrhunderten medizinisch und handwerklich genutzt werden.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Quercus infectoria wächst häufig strauchförmig oder als kleiner Baum. Der Habitus ist oft rundlich, mit dichter Verzweigung und eher kompakter Krone. Unter günstigen Bedingungen kann sie eine deutliche Baumform entwickeln, bleibt aber insgesamt meist kleiner als klassische Parkeichen.
Die Blätter sind derb, schmal und tief gebuchtet. Sie wirken häufig gräulich überhaucht, besonders durch die Blattunterseite und die insgesamt matte Oberfläche. Im Jahresverlauf bleibt das Laub relativ „trockenheitsangepasst“ und zeigt typische Merkmale mediterraner Eichenarten, obwohl die Art laubabwerfend ist.
Die Blüte erfolgt im Frühjahr. Wie bei Eichen üblich erscheinen männliche Blüten in Kätzchen, weibliche Blüten sind klein und unscheinbar. Die Bestäubung erfolgt durch Wind.
Im Herbst reifen die Eicheln. Sie sind für Wildtiere eine Nahrungsquelle, stehen im Gartenbild aber meist nicht im Vordergrund.
Besonderheit/Kulturgeschichte
Die Aleppoeiche ist kulturgeschichtlich außergewöhnlich, weil sie eng mit der Bildung von großen Eichengallen verbunden ist. Diese entstehen durch Befall mit Gallwespen (klassisch Cynips quercusfolii bzw. nahe verwandte Arten). Die Pflanze reagiert darauf mit sehr großen, kugeligen Gallen, häufig an der Blattunterseite.
Diese Gallen sind extrem tanninreich. Sie wurden über Jahrhunderte:
-
als entzündungshemmendes Mittel in der Volksmedizin genutzt
-
als Gerb- und Färbemittel verwendet
-
als Rohstoff für historische Tinten (Eisengallustinte) eingesetzt
Damit gehört Quercus infectoria zu den Eichenarten mit der deutlichsten kulturhistorischen Nutzung außerhalb von Holz und Eicheln.
Standort & Pflege
Quercus infectoria gilt als anspruchslos und trockenheitstolerant. Sie bevorzugt sonnige Standorte und kommt mit mageren, gut drainierten Böden sehr gut zurecht. Lehmige Böden werden toleriert, solange keine Staunässe entsteht.
In Kultur ist Drainage wichtiger als Nährstoffreichtum. Auf schweren, nassen Winterböden ist die Art deutlich gefährdeter als auf trockeneren, gut durchlässigen Substraten.
Ein Schnitt ist in der Regel nicht erforderlich. Durch den oft strauchigen Wuchs kann sie bei Bedarf ausgelichtet oder in eine baumartige Form erzogen werden.
Klimatische Aspekte
Die Winterhärte wird häufig im Bereich USDA Zone 7–8 angegeben. Damit ist die Art in Mitteleuropa vor allem in geschützten Lagen winterhart, beispielsweise in Weinbauklima oder in warmen, windgeschützten Standorten.
Kritisch sind vor allem:
-
starke Kahlfröste
-
kalte Ostwinde
-
winterliche Nässe in schweren Böden
In rauen Lagen ist Winterschutz in den ersten Jahren sinnvoll, bis die Pflanze gut etabliert ist.
Praxistipp
Für eine zuverlässige Kultur empfiehlt sich ein warmer, sonniger Standort mit sehr guter Drainage. Besonders geeignet sind geschützte Plätze, etwa an Mauern oder in trockenen, mediterranen Pflanzungen. Wer die kulturhistorisch typischen Eichengallen beobachten möchte, sollte wissen, dass diese nicht „krankhaft“ im klassischen Sinn sind, sondern eine natürliche Reaktion auf Gallwespen darstellen – und zugleich eines der spannendsten botanischen Merkmale dieser Art.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
unscheinbar
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
dekoratives Laub
Boden
-
sandig
-
lehmig
-
trocken
-
anspruchslos
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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