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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Rhododendron atlanticum, die Atlantische oder Küsten-Azalee, stammt aus der atlantischen Küstenebene der östlichen USA. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Pennsylvania und New Jersey bis nach Georgia. Dort wächst sie in lichten Kiefernwäldern, offenen Waldgesellschaften und sandigen Ebenen mit sauren Böden.
Der Artname atlanticum verweist auf dieses küstennahe Verbreitungsgebiet. „Azalee“ ist dabei eine gärtnerische Bezeichnung – botanisch gehören auch die Azaleen zur großen Gattung Rhododendron.
Wuchs und Blätter
Die sommergrüne Art wächst niedrig, locker verzweigt und meist deutlich breiter als hoch. Nach einigen Jahren erreicht sie gewöhnlich etwa 60–100 cm Höhe und 100–150 cm Breite. Einzelne Pflanzen können bis ungefähr 1,5 m hoch werden.
Über unterirdische Ausläufer entstehen mit der Zeit neue Triebe. Auf lockeren, sandigen Böden kann sich daraus eine größere, locker zusammenhängende Gruppe entwickeln. In schwereren Böden bleibt der Ausbreitungsdrang meist deutlich zurückhaltender.
Die kleinen, elliptischen bis verkehrt-eiförmigen Blätter sind graugrün bis blaugrün. Sie verleihen dem Strauch auch nach der Blüte ein angenehm ruhiges Erscheinungsbild.
Blüte
Die Blüten öffnen sich im April und Mai, meist kurz vor oder zusammen mit dem Laubaustrieb. Aus rosafarbenen Knospen entwickeln sich weiße bis zart rosafarbene, trichterförmige Blüten. Die weit herausragenden Staubblätter geben ihnen eine leichte, fast schwebende Wirkung.
Mehrere Blüten stehen zusammen in lockeren Büscheln. Besonders auffällig ist ihr kräftiger, süßlich-würziger Duft, der an warmen Frühlingstagen schon aus einiger Entfernung wahrgenommen werden kann. Für eine so kleine Azalee besitzt sie olfaktorisch erstaunlich wenig Zurückhaltung.
Früchte
Nach der Blüte können sich kleine, trockene Kapselfrüchte bilden. Sie reifen im Spätsommer und Herbst, besitzen aber nur einen geringen Zierwert.
Wie bei anderen Rhododendren sind die Pflanzenteile nicht zum Verzehr geeignet.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Art wurde zunächst unter dem Namen Azalea atlantica beschrieben. Alfred Rehder ordnete sie 1921 in seiner gemeinsam mit Ernest Henry Wilson veröffentlichten Azaleen-Monografie als Rhododendron atlanticum ein. Der alte Gattungsname ist zwar botanisch verschwunden, hält sich in der Gartensprache aber ausgesprochen hartnäckig – Azaleen lassen sich ihren Namen offenbar nicht so leicht wegnehmen.
Wegen ihres niedrigen Wuchses und ihres ungewöhnlich kräftigen Blütenduftes wurde die Art wiederholt in der Azaleenzüchtung verwendet. Dabei sollte sie vor allem Duft und einen überschaubaren Wuchs an ihre Nachkommen weitergeben.
In ihrer Heimat kann Rhododendron atlanticum durch die unterirdischen Ausläufer größere Bestände bilden. Werden ältere Triebe beschädigt, treibt die Pflanze häufig aus dem Wurzelbereich wieder aus.
Standort und Pflege
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. In voller Sonne blüht die Azalee reich, benötigt dann jedoch eine zuverlässige Bodenfeuchtigkeit. Leichter Schatten schützt den flach liegenden Wurzelbereich vor starker sommerlicher Erwärmung.
Der Boden sollte humos, sauer und gut durchlässig sein. Besonders wohl fühlt sich die Art in lockeren, sandig-humosen Substraten. Kalkhaltige, stark verdichtete und dauerhaft vernässte Böden sind ungeeignet.
Eine Mulchschicht aus Laub, Rindenhumus oder Nadelstreu hält den Boden gleichmäßig feucht und unterstützt das saure Bodenmilieu. Da die feinen Wurzeln dicht unter der Oberfläche liegen, sollte rund um die Pflanze nicht tief gehackt werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Müssen einzelne Triebe entfernt oder die Ausbreitung begrenzt werden, erfolgt der Schnitt unmittelbar nach der Blüte. Spätere Eingriffe können bereits angelegte Blütenknospen des folgenden Jahres kosten.
Klimatische Aspekte
WHZ: 6–8
Rhododendron atlanticum ist für eine Azalee aus den südöstlichen USA erstaunlich winterhart. Da sie ihr Laub im Herbst abwirft, ist sie weniger durch winterliche Verdunstung gefährdet als immergrüne Rhododendren.
Empfindlicher reagieren die früh geöffneten Blüten auf späte Fröste. Ein Standort, der sich im Frühjahr nicht zu schnell erwärmt, kann den Austrieb etwas verzögern und damit Frostschäden vermeiden.
Während längerer sommerlicher Trockenperioden sollte gewässert werden. Der Boden darf frisch bleiben, sollte aber trotz des Namens „Küsten-Azalee“ keinesfalls zum dauerhaften Planschbecken werden.
Praxistipp
Die niedrige Azalee eignet sich für Moorbeete, lichte Gehölzränder, Heidegärten und größere Gefäße mit Rhododendronsubstrat. Besonders schön wirkt sie, wenn sie genügend Platz erhält, um sich langsam zu einer breiten Gruppe zu entwickeln.
Ein Standort in der Nähe eines Weges oder Sitzplatzes lohnt sich allein wegen des kräftigen Blütenduftes. Wer sie dagegen ordentlich zwischen zwei andere Gehölze klemmt, wird irgendwann feststellen, dass unterirdische Ausläufer Gartenpläne nur als unverbindliche Empfehlung betrachten.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Duftend
Boden
-
humos
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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