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Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Rhododendron cinnabarinum subsp. xanthocodon Concatenans Group gehört zu den lepidoten, also beschuppten Rhododendren aus der Familie der Ericaceae. Die Unterart xanthocodon ist im östlichen Himalaya bis nach Tibet heimisch; die Pflanzen der Concatenans Group gehen auf Formen aus Südost-Tibet zurück.
Der etwas ungewöhnliche Gruppenname hat eine botanische Vorgeschichte. Pflanzen dieses Formenkreises wurden früher als eigene Art Rhododendron concatenans geführt. Heute wird dieser Name botanisch zu Rhododendron cinnabarinum subsp. xanthocodon gestellt. Im Gartenbau blieb die Bezeichnung jedoch als Concatenans Group erhalten, um diese charakteristischen Formen innerhalb der sehr variablen Unterart weiterhin unterscheiden zu können.
Auch Rhododendron xanthocodon, das früher als eigenständige Art beschrieben wurde, gehört nach heutiger Einordnung zu dieser Unterart.
Der Name cinnabarinum bedeutet „zinnoberrot“ und nimmt auf die kräftigen Blütenfarben mancher Formen der Art Bezug. Xanthocodon setzt sich aus dem Griechischen für „gelb“ und „Glocke“ zusammen – eine schöne Anspielung auf die gelblichen bis orangefarbenen Glockenblüten dieser Verwandtschaft.
Wuchs und Blätter
Die Concatenans Group wächst als immergrüner, buschiger und aufrechter Strauch. Mit etwa 1–1,5 m Höhe und ähnlicher Breite bleibt sie auch im Alter vergleichsweise kompakt.
Besonders charakteristisch ist das Laub. Die relativ kleinen Blätter besitzen eine gedämpfte blaugrüne bis graugrüne Färbung. Junge Blätter können auf der Unterseite auffällig purpurfarben bis purpurbraun überlaufen sein.
Wie für die Verwandtschaft typisch, tragen die Blätter feine Schuppen. Botanisch werden solche Rhododendren als lepidot bezeichnet.
Die Kombination aus kompakter Wuchsform, blau- bis graugrünem Laub und den dunkleren Tönen des jungen Austriebs gibt der Pflanze auch außerhalb ihrer Blütezeit ein ausgesprochen eigenständiges Erscheinungsbild.
Blüte und Früchte
Im späten Frühjahr, gewöhnlich im Mai und Juni, erscheinen die auffallenden Blüten.
Sie sind lang glockenförmig bis röhrig-glockenförmig und hängen in lockeren Gruppen an den Triebenden. Ihre warme orangefarbene Tönung bildet einen starken Kontrast zum blau- bis graugrünen Laub.
Gerade die schlanken, hängenden Blütenglocken unterscheiden diese Rhododendrongruppe deutlich von den großen, dicht kugeligen Blütenständen vieler klassischer Gartenrhododendren.
Nach der Blüte können sich die für Rhododendren typischen trockenen Samenkapseln entwickeln. Für die Gartenwirkung spielen sie jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Concatenans Group erzählt ein kleines Stück Rhododendron-Geschichte.
1935 beschrieb der britische Botaniker John Hutchinson die betreffenden Pflanzen als eigene Art unter dem Namen Rhododendron concatenans. Grundlage waren Pflanzen aus Südost-Tibet, einer Region, aus der während der großen botanischen Expeditionen des frühen 20. Jahrhunderts zahlreiche Rhododendren nach Großbritannien gelangten.
Besonders eng ist ihre Geschichte mit dem Pflanzenjäger Frank Kingdon-Ward verbunden. Von ihm gesammelte Samen sowie spätere Aufsammlungen von Frank Ludlow und George Sherriff brachten unterschiedliche Formen in europäische Sammlungen.
Dabei zeigte sich allerdings ein Problem: Die aus diesen Samen gezogenen Pflanzen waren keineswegs einheitlich. Blütenfarbe, Laub und weitere Merkmale variierten erheblich.
Mit der späteren Neubearbeitung der Gruppe wurde Rhododendron concatenans deshalb nicht länger als eigenständige Art anerkannt, sondern in die ebenfalls sehr variable Unterart Rhododendron cinnabarinum subsp. xanthocodon einbezogen.
Im Gartenbau wollte man die alten, unter concatenans verbreiteten Pflanzen jedoch nicht einfach namenlos verschwinden lassen. Daraus entstand die heute von der Royal Horticultural Society verwendete Bezeichnung Concatenans Group.
Aus diesem Formenkreis wurden im Laufe der Zeit auch einzelne Sorten ausgelesen. Dazu gehören beispielsweise ‘Amber’ und ‘Copper’. Außerdem wurde die Concatenans Group als Elternteil verschiedener Rhododendron-Hybriden verwendet.
Standort und Pflege
Die Concatenans Group bevorzugt einen geschützten Standort im lichten Halbschatten.
Ideal ist ein humoser, saurer und gleichmäßig frischer Boden mit gutem Wasserabzug. Wie bei anderen Rhododendren sollte der flache Wurzelbereich nicht tief bearbeitet werden.
Eine lockere Auflage aus Laubhumus oder anderem organischem Material unterstützt eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und schafft günstige Bedingungen im Wurzelbereich.
Auch ein sonnigerer Standort ist möglich, wenn der Boden zuverlässig frisch bleibt. Sehr intensive Sonne kann jedoch die Blütenfarben schneller verblassen lassen.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Abgestorbene oder störende Triebe können nach der Blüte entfernt werden.
Klimatische Aspekte
Die Concatenans Group besitzt eine gute Winterhärte und wird von der Royal Horticultural Society mit H5 eingestuft. Dies entspricht einem Temperaturbereich von ungefähr −15 bis −10 °C.
Günstig ist ein geschützter Standort, an dem die immergrünen Blätter im Winter nicht dauerhaft kalten und austrocknenden Winden ausgesetzt sind.
Auch während des Sommers sollte der Wurzelbereich nicht über längere Zeit vollständig austrocknen. Ein humoser Boden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit und gleichzeitig gutem Wasserabzug bietet gute Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung.
Praxistipp
Die Concatenans Group sollte nicht wie ein klassischer großblumiger Gartenrhododendron eingesetzt werden. Ihre Wirkung ist wesentlich feiner: blau- bis graugrünes Laub, purpurne Töne am jungen Blatt und darüber die langen orangefarbenen Blütenglocken.
Ein Platz, an dem die Pflanze aus der Nähe betrachtet werden kann, bringt diese Details besonders gut zur Geltung. Mit etwa 1–1,5 m Endhöhe lässt sie sich außerdem gut in kleinere Rhododendron- und Gehölzpflanzungen integrieren.
Wer verschiedene Vertreter der cinnabarinum-Verwandtschaft sammelt, bekommt mit der Concatenans Group zugleich ein Stück der alten britischen Rhododendron- und Pflanzenjägergeschichte in den Garten.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
dekoratives Laub
Boden
-
humos
-
kalkarm
-
sauer
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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