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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Rhododendron oreotrephes ist eine immergrüne Wildart aus dem südwestlichen China und angrenzenden Regionen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Tibet sowie die Provinzen Sichuan und Yunnan. Dort wächst sie in Gebüschen und lichten Strauchgesellschaften der Hochlagen, meist zwischen 3000 und 4000 m. Damit gehört sie zu den Arten, die zwar aus alpinen Regionen stammen, aber nicht zwingend als reine „Zwergform“ auftreten, sondern je nach Standort deutlich variieren können.
Deutsche Namensherkunft: Ein fester deutscher Trivialname ist nicht etabliert. Gelegentlich wird sie als „Hochgebirgs-Rhododendron“ bezeichnet, was aber eher eine Beschreibung als ein echter Name ist.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Die Art wächst aufrecht, entwickelt sich aber mit zunehmendem Alter häufig breiter als hoch. In Kultur ist nach 10 Jahren meist mit etwa 1,0 bis 1,5 m Höhe zu rechnen. Das passt gut zu deiner Einschätzung: Sie bleibt bei uns eher moderat, kann in der Heimat unter optimalen Bedingungen jedoch deutlich größer werden.
Der große Star dieser Art ist das Laub. Die Neuaustriebe und auch die Blätter zeigen eine auffällige graublaue Bereifung. Dieses „bereifte“ Aussehen entsteht durch eine wachsartige Schicht auf der Blattoberfläche, die Licht reflektiert und der Pflanze diesen kühlen, fast metallischen Ton verleiht. Gerade in Kombination mit dunkleren Nachbarpflanzen wirkt das extrem edel.
Die Blüte erscheint im Frühjahr. Die Einzelblüten sind lilarot gefärbt und wirken zur Mitte hin deutlich heller bis fast weiß. Dadurch entsteht ein zweifarbiger Eindruck, der bei Wildarten nicht selbstverständlich ist und Rhododendron oreotrephes im Garten sehr attraktiv macht. Die Blüten sitzen meist in kleineren Gruppen und wirken, je nach Witterung, überraschend leuchtend.
Früchte sind die typischen Rhododendron-Kapseln, spielen gärtnerisch aber selten eine Rolle.
Besonderheit/Kulturgeschichte
Rhododendron oreotrephes ist eine dieser Wildarten, die im Garten oft nicht wegen „spektakulär riesiger Blüten“ gepflanzt wird, sondern wegen der Gesamtwirkung. Das graublaue Laub macht sie über viele Monate interessant, selbst wenn sie nicht blüht.
In Sammlungen wird sie oft als Laubschönheit geschätzt, ähnlich wie manche Arten aus der Lapponicum- oder Taliensia-Nähe, nur eben in einer deutlich größeren, strauchigeren Form. Sie passt hervorragend in Gärten, die nicht nur auf Blüten, sondern auf Blattfarben, Texturen und Kontraste setzen.
Und ja: Das ist genau die Art, bei der man im Frühjahr kurz denkt „hübsch“, und den Rest des Jahres „wow, was ist das für ein blaues Ding?!“.
Standort & Pflege
Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Mehr Sonne fördert in der Regel die kompakte Wuchsform und oft auch die Ausprägung der Bereifung. Gleichzeitig darf der Boden dabei nicht austrocknen.
Der Boden sollte sauer, humos und gleichmäßig frisch sein. Deine Ergänzung „torfhaltig“ passt sehr gut, denn diese Art reagiert meist deutlich sensibler auf zu hohe pH-Werte als robuste Standardsorten.
Wichtig ist eine gute Drainage, weil Hochlagenarten zwar Feuchtigkeit mögen, aber in der Natur selten in dauerhaft nassen, luftarmen Böden stehen. Ein lockerer, strukturreicher Oberboden mit Laubhumus und groberen Anteilen ist ideal.
In jungen Jahren ist Winterschutz ratsam. Das betrifft weniger die absolute Frosthärte als die Kombination aus Wintersonne, Wind und gefrorenem Boden. Gerade immergrüne Rhododendren können in solchen Situationen austrocknen, weil sie Wasser verdunsten, aber keins nachziehen können. Ein geschützter Standort (z.B. am Gehölzrand) ist daher oft der beste „Winterschutz“, ganz ohne Bastmatte.
Klimatische Aspekte
Da die Art aus Hochlagen stammt, ist sie grundsätzlich kälteverträglich. In Mitteleuropa ist aber die Winterdynamik oft schwieriger als in der Heimat: wechselnde Frost-Tau-Phasen, Wintersonne und trockener Ostwind sind klassische Stressfaktoren.
Die graublaue Bereifung ist dabei nicht nur Zierde, sondern wahrscheinlich auch eine Anpassung: Wachsschichten können die Verdunstung reduzieren und UV-Strahlung reflektieren. Trotzdem sind junge Pflanzen bei uns empfindlicher, weil sie noch nicht so tief verwurzelt sind und weniger Reserven besitzen.
Wer ihr einen sauren, gleichmäßig frischen Boden und einen windgeschützten Platz gibt, bekommt eine sehr charaktervolle Wildart, die sich langfristig als erstaunlich stabil erweisen kann.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
lila
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
humos
-
feucht
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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