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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Rhododendron viscosum ist eine sommergrüne Wildazalee aus dem östlichen Nordamerika. Ihr großes Verbreitungsgebiet reicht von Maine und Vermont bis nach Florida, Louisiana und Texas. Dort wächst sie in feuchten Wäldern, Sümpfen, Moorgebieten und an den Rändern von Bächen und Teichen.
Ein fest etablierter deutscher Name fehlt. Gelegentlich wird sie als Sumpfazalee bezeichnet – eine direkte Übertragung des englischen Namens „Swamp Azalea“.
Der Artname viscosum bedeutet „klebrig“. Er verweist auf die feinen Drüsenhaare an Blütenröhre, Kelch und Blütenstiel. Wer eine Blüte genauer untersucht, versteht den Namen meist spätestens an den Fingerspitzen.
Wuchs und Blätter
Die Sumpfazalee wächst langsam bis mäßig stark und entwickelt einen aufrechten, locker verzweigten Aufbau. Nach etwa zehn Jahren erreicht sie meist rund 1,2–1,5 m Höhe. Ältere Pflanzen können etwa 1,5–2,5 m hoch und ähnlich breit werden. Einzelne Wildformen wachsen noch höher.
Die elliptischen bis verkehrt-eiförmigen Blätter sind glänzend bis mattgrün und auf der Unterseite häufig etwas heller oder bläulich bereift. Sie erscheinen vor den Blüten oder sind zur Blütezeit bereits vollständig entwickelt.
Im Herbst verfärbt sich das Laub meist gelb. Je nach Herkunft, Standort und Witterung können Orange-, Rot- oder Purpurtöne hinzukommen. Eine kräftige Herbstfärbung ist möglich, aber nicht bei jeder Pflanze gleichermaßen zuverlässig.
Blüte
Die Blüte beginnt später als bei vielen anderen sommergrünen Azaleen. In mitteleuropäischen Gärten öffnen sich die Blüten gewöhnlich im Juni und Juli. Dadurch schließt die Art recht elegant an die klassischen Frühjahrsazaleen an, wenn diese ihre Vorstellung bereits beendet haben.
Die schmal trichterförmigen Blüten sind überwiegend weiß. Die lange Blütenröhre kann rosa, rötlich oder leicht purpurfarben überhaucht sein. Die weit herausragenden Staubblätter geben den Blüten ein ausgesprochen leichtes Erscheinungsbild.
Mehrere Blüten stehen in lockeren endständigen Büscheln. Ihr süßlicher, häufig an Nelken erinnernder Duft ist besonders an warmen Tagen gut wahrnehmbar. Unaufdringlich ist er nicht unbedingt – diese Azalee weiß durchaus, weshalb sie gepflanzt wurde.
Früchte
Nach der Blüte entstehen längliche, behaarte Kapselfrüchte. Sie reifen im Spätsommer und Herbst und enthalten zahlreiche feine Samen. Für die Zierwirkung spielen sie nur eine untergeordnete Rolle.
Wie bei anderen Rhododendren sind die Pflanzenteile nicht zum Verzehr geeignet.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Rhododendron viscosum gehört zu den ersten nordamerikanischen Azaleen, die in europäischen Gärten kultiviert wurden. Nach historischen Aufzeichnungen brachte bereits Henry Compton, der damalige Bischof von London, die Art 1691 in seinem Garten zur Blüte. Das häufig als Einführungsjahr genannte Jahr 1734 war vermutlich bereits eine erneute Einführung.
Carl von Linné beschrieb die Pflanze 1753 zunächst als Azalea viscosa. John Torrey stellte sie 1824 in die Gattung Rhododendron.
Durch ihre späte Blüte und den kräftigen Duft wurde die Art früh für die Azaleenzüchtung verwendet. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Gartenformen und Hybriden mit ihr in Verbindung gebracht. Nicht bei allen lässt sich die tatsächliche Abstammung heute noch sicher nachvollziehen – die damaligen Gärtner waren bei der Dokumentation offenbar gelegentlich stärker von den Blüten als von der Buchführung begeistert.
Standort und Pflege
Ideal ist ein halbschattiger Standort mit humosem, saurem und gleichmäßig frischem bis feuchtem Boden. Sonne wird vertragen, wenn der Wurzelbereich nicht austrocknet. Heiße Plätze mit intensiver Nachmittagssonne sind weniger geeignet.
Die Art kommt mit zeitweise nassem Boden besser zurecht als viele andere Azaleen. Dauerhaft stehendes, sauerstoffarmes Wasser verträgt sie jedoch ebenfalls nicht. Ein feuchter Teichrand ist etwas anderes als ein eingegrabener Eimer voller Matsch.
Eine Mulchschicht aus Laub, Rindenhumus oder Nadelstreu schützt die flach verlaufenden Wurzeln und hält die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig. Kalkhaltige Böden sollten mit geeignetem Rhododendronsubstrat verbessert werden.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Müssen einzelne Triebe entfernt oder der Strauch verkleinert werden, erfolgt dies unmittelbar nach der Blüte. Spätere Schnitte entfernen einen Teil der bereits für das folgende Jahr angelegten Blütenknospen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–9
Die Sumpfazalee ist trotz ihres Vorkommens in Florida und Texas gut winterhart. Pflanzen aus nördlichen Herkünften können auch noch tiefere Temperaturen vertragen. Ein besonderer Winterschutz ist bei ausgepflanzten, gut eingewurzelten Sträuchern normalerweise nicht erforderlich.
Kritischer als Winterkälte sind trockene, heiße Sommer. Während längerer Trockenperioden sollte gründlich gewässert werden. Durch die späte Blüte werden die geöffneten Blüten nur selten von den üblichen Frühjahrsfrösten überrascht.
Praxistipp
Rhododendron viscosum eignet sich besonders für Moorbeete, feuchte Gehölzränder, Teichufer und jene Gartenecken, die für gewöhnliche Azaleen etwas zu frisch sind. Der Boden darf feucht bleiben, sollte aber weiterhin Luft an die Wurzeln lassen.
Wegen des intensiven Duftes lohnt sich ein Platz in der Nähe eines Weges oder Sitzplatzes. Dort lässt sich im Frühsommer kaum übersehen – beziehungsweise überriechen –, dass die Sumpfazalee gerade blüht.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
humos
-
feucht
-
frisch
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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