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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Rhododendron ‘Juniduft’ ist eine sommergrüne Duftazalee aus der Züchtungsarbeit von Hans Hachmann. Sie entstand 1985 aus einer Kreuzung der nordamerikanischen Sumpfazalee Rhododendron viscosum mit der Sorte ‘Orange Hit’ und kam 2001 in den Handel.
Von der Wildart erbte sie die späte Blüte und den ausgeprägten Duft. ‘Orange Hit’ steuerte die kräftigere Blütenfarbe und die deutlich sichtbare gelbe Zeichnung bei.
Der Sortenname verrät bereits das Zuchtziel: Im Juni soll dieser Strauch nicht nur blühen, sondern sich auch mit der Nase bemerkbar machen. Ausnahmsweise ist ein Pflanzenname also weniger poetische Übertreibung als eine recht brauchbare Gebrauchsanweisung.
Wuchs und Blätter
‘Juniduft’ wächst aufrecht, dicht verzweigt und mit zunehmendem Alter breitbuschig. Nach etwa zehn Jahren erreicht sie gewöhnlich 1,25–1,50 m Höhe und eine ähnliche Breite. Ältere Pflanzen können noch etwas größer werden, bleiben aber gut überschaubar.
Die länglich-elliptischen bis lanzettlichen Blätter treiben häufig bronzefarben aus und nehmen später ein sattes Dunkelgrün an. Im Herbst wird das Laub abgeworfen. Die Färbung kann gelbliche bis orangefarbene Töne annehmen, ist aber nicht das eigentliche Hauptmerkmal dieser Sorte.
Blüte
Die Blütezeit beginnt gewöhnlich Ende Mai und reicht bis Mitte Juni. Damit öffnet ‘Juniduft’ ihre Blüten etwas später als viele klassische Gartenazaleen.
Die trichterförmigen Einzelblüten werden etwa 5–6 cm groß und stehen zu mehreren in dichten, rundlichen Blütenständen. Ihre Grundfarbe ist ein helles Rosa, das zur Mitte und an einzelnen Blütenbereichen fast rosaweiß aufhellen kann. Auf dem oberen Blütenblatt sitzt eine auffällige goldgelbe Fleckzeichnung.
Lange, rosig weiße Staubblätter ragen weit aus den Blüten heraus und verleihen ihnen eine lockere, beinahe beschwingte Erscheinung. Der süßliche Duft ist besonders bei warmer Witterung deutlich wahrnehmbar. An kühlen oder regnerischen Tagen kann er etwas zurückhaltender ausfallen – auch eine Duftazalee hat schließlich keine Lust, ihr Parfüm im Dauerregen zu verschwenden.
Früchte
Nach der Blüte können sich kleine Kapselfrüchte entwickeln. Sie besitzen keinen besonderen Zierwert und dürfen entfernt werden, wenn ein gepflegterer Eindruck gewünscht ist. Notwendig ist das Ausputzen jedoch nicht.
Wie bei anderen Rhododendren sind die Pflanzenteile nicht zum Verzehr geeignet.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Hans Hachmann kreuzte ‘Juniduft’ 1985. Die Sorte wurde anschließend über viele Jahre beobachtet und ausgelesen, bevor sie 2001 in den Handel gelangte. Im selben Jahr wurde auch Pflanzenmaterial als Namensstandard im Herbarium der Royal Horticultural Society hinterlegt.
Die Sorte verbindet Eigenschaften zweier recht unterschiedlicher Eltern: Rhododendron viscosum brachte Duft, Winterhärte und die spätere Blütezeit ein. ‘Orange Hit’ sorgte für eine größere, farblich stärker gezeichnete Blüte.
‘Juniduft’ wird deshalb den Viscosa-Hybriden zugerechnet. Diese Gruppe umfasst sommergrüne Azaleen, bei denen der Duft und die Blüte im Frühsommer besonders im Vordergrund stehen.
Standort und Pflege
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. In sonniger Lage fällt die Blüte meist besonders reich aus, sofern der Boden während des Sommers nicht austrocknet. Heiße Plätze mit trockener Nachmittagssonne sind weniger geeignet.
Der Boden sollte humos, locker und gleichmäßig frisch bis feucht sein. Ein leicht bis deutlich saures Milieu mit einem pH-Wert zwischen etwa 4,5 und 6 ist günstig. Kalkreiche, stark verdichtete oder dauerhaft vernässte Böden werden nicht vertragen.
Eine Mulchschicht aus Laub, Rindenhumus oder Nadelstreu schützt die flach verlaufenden Wurzeln und hält den Boden gleichmäßig feucht. Auf kalkreichen Standorten sollte möglichst mit Regenwasser gegossen werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Müssen einzelne Triebe entfernt oder der Strauch verkleinert werden, erfolgt dies unmittelbar nach der Blüte. Bei einem späteren Schnitt würden bereits angelegte Knospen für das folgende Jahr verloren gehen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 6–8
‘Juniduft’ gilt als gut winterhart und verträgt bei geeigneten Standortbedingungen Temperaturen bis ungefähr −20 °C. Ausgepflanzte, eingewurzelte Sträucher benötigen normalerweise keinen besonderen Winterschutz.
Eine Mulchschicht ist dennoch hilfreich, weil sie den flachen Wurzelbereich nicht nur vor Frost, sondern auch vor starken Feuchtigkeitsschwankungen schützt. Frisch gepflanzte Exemplare und Pflanzen im Kübel benötigen etwas mehr Aufmerksamkeit.
Durch die vergleichsweise späte Blüte werden die geöffneten Blüten nur selten von gewöhnlichen Frühjahrsfrösten geschädigt. Empfindlicher reagiert die Sorte auf lange sommerliche Trockenperioden.
Praxistipp
‘Juniduft’ eignet sich für Moorbeete, lichte Gehölzränder und Pflanzungen mit anderen sommergrünen Azaleen. Besonders schön lässt sie sich mit früher blühenden Sorten kombinieren, deren Blütezeit sie bis in den Juni verlängert.
Ein Platz in der Nähe eines Weges, Hauseingangs oder Sitzplatzes bringt den Duft am besten zur Geltung. Ganz hinten im Gehölzbeet wäre sie zwar ebenso hübsch – nur müsste man zum Schnuppern jedes Mal durch die übrige Bepflanzung robben, und dafür gibt es entschieden bequemere Gartenkonzepte.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rosa
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Duftend
Boden
-
feucht
-
frisch
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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