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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Rhododendron ‘Sommerduft’ ist eine sommergrüne Azalee aus der Kreuzung von Rhododendron viscosum und Rhododendron arborescens. Beide Elternarten stammen aus dem östlichen Nordamerika und sind für ihre späte, duftende Blüte bekannt.
Die Sorte wurde von Hans Hachmann in Barmstedt gezüchtet und wird der Viscosa-Gruppe zugerechnet. Im Handel findet man sie deshalb häufig unter der Bezeichnung Rhododendron viscosum ‘Sommerduft’.
Wuchs und Blätter
‘Sommerduft’ entwickelt einen aufrechten, breitbuschigen und gut verzweigten Wuchs. Nach etwa zehn Jahren erreicht der Strauch ungefähr 1,25–1,50 m Höhe und eine ähnliche Breite. Ältere Pflanzen können langsam darüber hinauswachsen.
Die sommergrünen Blätter sind frischgrün, weich wirkend und verkehrt-eiförmig bis länglich. Sie werden etwa 3–5 cm lang. Der natürliche, nicht zu strenge Aufbau passt gut an Gehölzränder und in locker bepflanzte Gartenbereiche.
Blüte
Ihren Namen trägt ‘Sommerduft’ vollkommen zu Recht. Während die meisten Azaleen ihre Blütensaison bereits beendet haben, wartet diese Sorte geduldig bis zum Sommer. Die Hauptblüte beginnt gewöhnlich Ende Juni oder im Juli und kann sich je nach Witterung über mehrere Wochen erstrecken.
Die schmalen, trichterförmigen Blüten sind nahezu reinweiß. Lediglich an den Rändern zeigt sich gelegentlich ein sehr zarter rosafarbener Hauch. Mehrere Einzelblüten stehen zusammen in lockeren Büscheln.
Besonders auffällig ist der kräftige, süßliche Duft. An warmen, windstillen Tagen und in den Abendstunden ist er schon aus einiger Entfernung wahrnehmbar. Die einzelne Blüte wirkt eher zierlich – die Nase bemerkt sie gewöhnlich trotzdem zuerst.
Früchte
Nach der Blüte können sich kleine, trockene Kapselfrüchte bilden. Sie besitzen keinen nennenswerten Zierwert. Verblühte Blütenstände können entfernt werden, müssen es aber nicht.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Hans Hachmann begann bereits in den 1950er-Jahren mit der Rhododendronzüchtung. Auf seinem Versuchsgelände wurden Hunderttausende Sämlinge geprüft, häufig über viele Jahre hinweg. Neben Blütenfarbe und Wuchs spielten Winterhärte, Widerstandsfähigkeit gegenüber Wind sowie eine zuverlässige Gartenentwicklung eine wichtige Rolle.
Bei ‘Sommerduft’ stand weniger eine spektakuläre Blütenfarbe als die Verbindung aus später Blüte, klarem Weiß und ausgeprägtem Duft im Vordergrund. Der Einfluss von Rhododendron viscosum zeigt sich besonders deutlich in der Blütenform, der späten Blütezeit und dem süßen Duft. Rhododendron arborescens steuerte vermutlich zusätzlichen Duft, Wuchskraft und die beinahe reinweiße Blütenfarbe bei.
Gerade diese Zurückhaltung macht die Sorte reizvoll. Sie versucht nicht, die farbenprächtigen Frühlingsazaleen zu übertreffen, sondern übernimmt einfach die nächste Schicht.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. In sonniger Lage wächst die Pflanze meist kompakter und blüht reich, benötigt dort aber eine gleichmäßig frische Erde. Leichter Schatten während der heißen Mittagsstunden verlängert die Blüte und schützt vor sommerlicher Austrocknung.
Der Boden sollte humusreich, locker und sauer bis schwach sauer sein. Ideal ist ein pH-Wert von etwa 4,5–6. Kalkreiche, stark verdichtete oder dauerhaft vernässte Böden sind ungeeignet.
Der Wurzelballen wird nur so tief gesetzt, wie er zuvor im Topf stand. Eine Mulchschicht aus Laubkompost, Rindenhumus oder feiner Pinienrinde hält die flach verlaufenden Wurzeln kühl und vermindert das Austrocknen. Bei kalkhaltigem Leitungswasser wird möglichst Regenwasser verwendet.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Müssen einzelne Triebe eingekürzt oder die Pflanze verjüngt werden, erfolgt der Schnitt am besten unmittelbar nach der Blüte. So bleibt ausreichend Zeit, neue Triebe und Knospen für das folgende Jahr zu bilden.
Klimatische Aspekte
WHZ: 6–8
RHS-Winterhärte: H6
‘Sommerduft’ gilt als gut winterhart und wird von Millais mit einer Frostverträglichkeit bis etwa −20 °C angegeben. Junge Pflanzen profitieren in den ersten Standjahren von einer schützenden Mulchschicht über dem Wurzelbereich.
Durch die sehr späte Blüte sind die Knospen weniger von den üblichen Frühjahrsfrösten bedroht. Kritischer sind heiße, trockene Sommer, besonders wenn der Boden über längere Zeit vollständig austrocknet. Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit unterstützt sowohl den Blütenansatz als auch eine gesunde Entwicklung des Laubes.
Praxistipp
Der Duft kommt am besten in der Nähe einer Terrasse, eines Sitzplatzes oder eines häufig benutzten Gartenweges zur Geltung. Zusammen mit früher blühenden sommergrünen Azaleen lässt sich die Saison bis weit in den Sommer verlängern.
Die nahezu weißen Blüten wirken besonders schön vor dunklen immergrünen Gehölzen. Auch Farne, Funkien und ruhige Blattschmuckstauden passen gut zum natürlichen, breitbuschigen Wuchs.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
humos
-
frisch
-
durchlässig
-
sauer
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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