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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Ribes laurifolium, die Lorbeerblättrige Johannisbeere, stammt aus dem südwestlichen China und Myanmar. In China wächst sie in den Provinzen Guizhou, Sichuan und Yunnan in Wäldern, an Berghängen und entlang von Flussufern. Die typische Varietät kommt überwiegend in Höhenlagen unterhalb von 2.500 m vor.
Der deutsche Name bezieht sich auf die kräftigen, immergrünen Blätter. Mit ihrer ledrigen Oberfläche und der zugespitzten Form erinnern sie tatsächlich ein wenig an den Echten Lorbeer, Laurus nobilis.
Wuchs und Blätter
Die Lorbeerblättrige Johannisbeere wächst langsam und entwickelt einen niedrigen, breit ausladenden Wuchs. Meist erreicht sie etwa 80–100 cm Höhe und 1–1,5 m Breite. An ausgesprochen günstigen Standorten kann sie höher werden.
Die Triebe sind nicht immer so ordentlich, wie man es von einem kleinen Strauch vielleicht erwartet. Sie wachsen teilweise bogig oder lehnen sich an benachbarte Gehölze an. Berühren die Zweige längere Zeit den Boden, können sie dort Wurzeln bilden. Wer es etwas aufgeräumter mag, darf einzelne Triebe an einer kleinen Stütze oder an einer niedrigen Mauer entlangführen.
Die immergrünen Blätter sind länglich bis eiförmig, zugespitzt und am Rand deutlich gezähnt. Ihre dunkelgrüne Oberseite und die hellere Unterseite verleihen dem Strauch auch außerhalb der Blütezeit eine ruhige, ansprechende Wirkung.
Blüte
Die Blüte beginnt ungewöhnlich früh, häufig bereits im Februar oder März. Aus zunächst kompakten Knospen entwickeln sich cremefarbene bis grünlich gelbe Blütentrauben, die sich im Laufe der Blüte verlängern und schließlich unter den Zweigen hängen.
Ribes laurifolium ist zweihäusig. Das bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf unterschiedlichen Pflanzen erscheinen. Männliche Pflanzen bilden gewöhnlich längere Trauben mit etwas größeren Blüten und wirken während der Blütezeit besonders üppig. Die weiblichen Blütenstände sind kürzer und zunächst eher aufrecht.
Da das Geschlecht bei jungen Pflanzen nicht immer bekannt ist, können weder besonders lange Blütentrauben noch ein späterer Fruchtansatz bei jeder angebotenen Pflanze garantiert werden. Diese Johannisbeere bewahrt sich also bis zur ersten Blüte ein kleines Geheimnis.
Früchte
Nur weibliche Pflanzen können Früchte tragen, und auch das gewöhnlich nur, wenn sich eine männliche Pflanze zur Bestäubung in der Nähe befindet.
Nach erfolgreicher Befruchtung neigen sich die anfangs aufrechten Fruchtstände nach unten. Die länglichen Beeren sind zunächst rötlich bis purpurfarben und reifen später beinahe schwarz aus. Sie gelten als essbar und werden als säuerlich beschrieben, besitzen aber eher den Charakter einer botanischen Zugabe als den einer ertragreichen Obstart.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Der englische Pflanzensammler Ernest Henry Wilson entdeckte die Art in Westchina und führte sie 1908 in die europäische Gartenkultur ein. Bereits 1912 erhielt sie in Großbritannien eine gärtnerische Auszeichnung. Besonders geschätzt wurde ihre damals wie heute ungewöhnliche Verbindung aus immergrünem Laub und sehr früher Blüte.
Trotzdem ist Ribes laurifolium eine ausgesprochene Rarität geblieben. Der Strauch trägt keine knalligen Farben auf, sondern lebt von den kleinen Einzelheiten: den rötlichen Blattstielen, dem festen dunklen Laub und den cremegrünen Blütentrauben mitten im ausgehenden Winter.
Im Herrenkamper Garten steht seit vielen Jahren eine ausgepflanzte Pflanze, die mittlerweile ohne nennenswerten Winterschutz auskommt. Diese Erfahrung zeigt, dass die Art an einem geeigneten Platz robuster sein kann, als ihr Ruf vermuten lässt. Eine einzelne erfolgreiche Pflanze ersetzt zwar keine Winterhärtekarte, macht aber durchaus Mut zum Versuch.
Standort und Pflege
Ideal ist ein halbschattiger bis absonniger, windgeschützter Standort. Auch Sonne wird vertragen, sofern der Boden im Sommer nicht austrocknet. Unter lichten Gehölzen, an einer Mauer oder in einem geschützten Innenhof findet der Strauch meist passende Bedingungen.
Der Boden sollte humos, frisch und gut durchlässig sein. Saure, neutrale und auch leicht kalkhaltige Böden werden vertragen. Problematisch sind vor allem Staunässe und ein im Sommer vollständig austrocknender Wurzelbereich.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Gelegentlich können ältere oder ungünstig liegende Triebe nach der Blüte entfernt werden. Lange, weiche Zweige lassen sich an einer niedrigen Stütze führen oder als lockerer Bewuchs über eine kleine Mauer leiten.
Klimatische Aspekte
WHZ: 7–9
Die Angaben zur Winterhärte fallen unterschiedlich aus. Gut eingewurzelte Pflanzen können an geschützten Standorten durchaus kräftigere Fröste überstehen. Ungünstig ist vor allem die Verbindung aus gefrorenem Boden, Wintersonne und kaltem, trockenem Wind.
Ein Platz im lichten Schatten anderer Gehölze schützt das immergrüne Laub vor starker Wintersonne. Junge Pflanzen sollten in den ersten Wintern mit lockerem Reisig oder einem Vlies geschützt werden. Dauerhaft feuchte Winterböden sind dagegen ebenso zu vermeiden wie vollständige Trockenheit.
Praxistipp
Die Lorbeerblättrige Johannisbeere eignet sich für geschützte Gehölzränder, Innenhöfe, schattige Mauern und ruhige Gartenbereiche, in denen ihre frühe Blüte gut wahrgenommen werden kann.
Wer vor allem Blüten sehen möchte, ist mit einer männlichen Pflanze meist besser bedient. Für den Fruchtschmuck werden dagegen eine weibliche und eine männliche Pflanze benötigt. Bei Sämlingen bleibt bis zur ersten Blüte offen, wer später welche Aufgabe übernimmt – botanisches Überraschungsei inklusive.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Februar
Früchte
Besonderes
Boden
-
feucht
-
frisch
-
durchlässig
Standort
-
halbschattig
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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