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Ribes sanguineum 'Broocklebankii' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Goldjohannisbeere

Ribes sanguineum 'Brocklebankii'

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Kleiner Strauch
Vermehrungshinweis
    in Produktion

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Herkunft und Einordnung

Ribes sanguineum ‘Brocklebankii’, die Goldlaubige Blut-Johannisbeere, gehört zur Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Sie ist eine seltene gelblaubige Auslese der Blut-Johannisbeere, die ursprünglich aus dem westlichen Nordamerika stammt. Dort wächst die Art in lichten Wäldern, an Waldrändern, auf Hängen und in offenen Gehölzbeständen.

Der Gattungsname Ribes ist die traditionelle botanische Bezeichnung für Johannisbeeren und Stachelbeeren. Das Artepitheton sanguineum bedeutet „blutrot“ und verweist auf die auffällige Blütenfarbe der Wildart.

Die Sorte ‘Brocklebankii’ besitzt eine interessante englische Entstehungsgeschichte. Sie wurde um 1914 von Thomas Winkworth, dem damaligen Obergärtner von Haughton Hall bei Tarporley in Cheshire, ausgelesen und nach seinem Arbeitgeber R. Brocklebank benannt. Anschließend gelangte sie durch die Baumschule Dickson in Chester in den Handel.

Trotz ihres hohen Zierwertes ist diese historische Sorte in Deutschland bis heute nur selten anzutreffen.

Wuchs und Blätter

Ribes sanguineum ‘Brocklebankii’ entwickelt sich zu einem sommergrünen, aufrecht bis breitbuschig wachsenden Strauch mit kräftiger Verzweigung. Je nach Standort und Pflege erreicht sie gewöhnlich etwa 1,5–2,5 m Höhe und kann unter günstigen Bedingungen auch größer werden.

Das auffälligste Merkmal ist die leuchtend goldgelbe Belaubung. Die drei- bis fünflappigen Blätter besitzen die typische Form der Blut-Johannisbeere, unterscheiden sich jedoch durch ihre außergewöhnliche Farbe deutlich von der grünen Wildart.

Bereits der Austrieb erscheint in einem frischen, intensiven Gelb. Im Laufe des Sommers bleibt die helle Blattfärbung weitgehend erhalten, wobei sie je nach Lichtverhältnissen auch gelbgrüne Nuancen annehmen kann. Besonders im lichten Halbschatten entwickelt sich ein warmer, goldener Farbton, der dunklere Gartenbereiche optisch aufhellt.

Die Blätter sind auf der Unterseite und an den Blattstielen teilweise fein behaart. Beim Zerreiben können sie einen charakteristischen, etwas würzigen Johannisbeerduft verströmen.

Blüte und Früchte

Im Frühjahr, gewöhnlich im April und Mai, erscheinen zahlreiche hellrote bis rosarote Blüten in herabhängenden Trauben. Die einzelnen Blüten besitzen eine röhren- bis glockenförmige Gestalt und stehen dicht an den vorjährigen Zweigen.

Besonders reizvoll ist der ungewöhnliche Farbkontrast: Die rosaroten Blütentrauben heben sich deutlich vom frisch austreibenden, goldgelben Laub ab. Dadurch besitzt die Sorte während der Blütezeit eine ausgesprochen lebhafte und zugleich elegante Wirkung.

Nach erfolgreicher Bestäubung können sich kleine, rundliche Beeren entwickeln, die während der Reife eine dunkelblau bis nahezu schwarze Färbung annehmen und häufig einen hellen, wachsartigen Überzug besitzen.

Die Früchte sind bei dieser Zierform eher eine zusätzliche Besonderheit. Im Vordergrund stehen die auffällige Frühjahrsblüte und die ungewöhnliche Blattfärbung.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

‘Brocklebankii’ gehört zu den historischen Ziergehölzsorten, die durch eine besondere Blattfarbe aus der Wildart hervorgegangen sind. Ihre Entstehung zu Beginn des 20. Jahrhunderts fällt in eine Zeit, in der englische Gärtner und Baumschulen zahlreiche ungewöhnliche Gehölzformen auslasen und verbreiteten.

Während viele gelblaubige Sträucher im Laufe des Sommers zunehmend vergrünen, behält diese Sorte ihre helle Wirkung über einen großen Teil der Vegetationsperiode. Dadurch ist sie nicht nur zur Blütezeit, sondern auch als Blattschmuckgehölz interessant.

Die Kombination aus goldgelbem Laub und rosaroten Blüten ist innerhalb der Gattung Ribes ungewöhnlich. Gerade für Liebhaber historischer Sorten und seltener Ziergehölze besitzt ‘Brocklebankii’ deshalb einen besonderen Reiz.

Im Garten lässt sich die Sorte sowohl als einzelner Blickfang als auch in lockeren Gehölzgruppen verwenden. Vor dunklem Laub oder immergrünen Gehölzen kommt ihre goldene Färbung besonders schön zur Geltung.

Standort und Pflege

Ribes sanguineum ‘Brocklebankii’ bevorzugt einen hellen, halbschattigen Standort. Hier bleibt das Laub attraktiv gefärbt, ohne während heißer Sommerperioden zu stark belastet zu werden. Auch sonnige Plätze sind möglich, sofern der Boden ausreichend Feuchtigkeit speichert.

Auf sehr heißen, trockenen Standorten können die hellen Blattpartien empfindlich auf intensive Sonneneinstrahlung reagieren. Ein Platz mit Morgen- oder Abendsonne und etwas Schutz während der heißesten Mittagsstunden ist deshalb besonders günstig.

Die Sorte wächst auf normalen, gut durchlässigen Gartenböden und bevorzugt humose, mäßig nährstoffreiche Substrate. Nach dem Anwachsen verträgt sie vorübergehende Trockenperioden, sollte bei länger anhaltender Trockenheit jedoch gewässert werden.

Ein regelmäßiger kräftiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Da die Blut-Johannisbeere überwiegend am vorjährigen Holz blüht, sollte ein notwendiger Auslichtungs- oder Verjüngungsschnitt möglichst direkt nach der Blüte erfolgen. Dabei können ältere Triebe bodennah entfernt werden, um Platz für junge, kräftige Zweige zu schaffen.

Klimatische Aspekte

Ribes sanguineum ‘Brocklebankii’ besitzt eine gute Winterhärte und eignet sich für viele mitteleuropäische Gartenlagen. Für die Art werden häufig die USDA-Winterhärtezonen 6–8 angegeben, wobei einzelne Herkünfte auch tiefere Temperaturen vertragen können.

Die Sorte übersteht gewöhnliche Winterfröste in geeigneten Gartenlagen ohne besondere Schutzmaßnahmen. Junge Pflanzen profitieren während der ersten Standjahre von einem geschützten Standort und einer Mulchschicht, die den Wurzelbereich vor starken Temperaturschwankungen bewahrt.

Weniger günstig sind längere sommerliche Hitzeperioden in Verbindung mit trockenen Böden und intensiver Mittagssonne. Besonders das goldgelbe Laub kann unter solchen Bedingungen Blattverbrennungen entwickeln.

Ein heller, nicht zu heißer Standort mit gleichmäßiger Bodenfeuchtigkeit bietet deshalb die besten Voraussetzungen, damit die Sorte ihre außergewöhnliche Blattfärbung möglichst lange behält.

Praxistipp

Die Goldlaubige Blut-Johannisbeere ist ein wunderschöner Blickfang für halbschattige Gartenbereiche, lockere Gehölzgruppen und den Vordergrund größerer Strauchpflanzungen. Besonders reizvoll wirkt sie vor dunkelgrünen Nadelgehölzen, immergrünen Sträuchern oder Gehölzen mit purpurfarbenem Laub.

Im Frühjahr entsteht durch die rosaroten Blütentrauben und das frisch austreibende goldgelbe Laub ein ungewöhnlicher Farbkontrast. Während des Sommers übernimmt die helle Belaubung die Hauptrolle und sorgt auch ohne Blüten für eine lebendige Wirkung.

Wer die Pflanze kompakt halten möchte, kann unmittelbar nach der Blüte einzelne ältere Triebe entfernen. So wird die Bildung junger Zweige gefördert, ohne die nächste Frühjahrsblüte unnötig zu beeinträchtigen.

Für Liebhaber seltener und historischer Gehölzsorten ist Ribes sanguineum ‘Brocklebankii’ eine besondere Entdeckung: ein pflegeleichter Zierstrauch, der mit seinem goldgelben Laub und den rosaroten Blüten einen außergewöhnlichen Farbakzent im Garten setzt.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    rosa

Blütezeit

Blütezeit
    April

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide

Boden

Boden 1
    anspruchslos

Standort

Standort 1
    sonnig bis halbschattig
Ribes sanguineum 'Broocklebankii' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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Pflanzenmarkt

Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

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Abholung

.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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