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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Ribes speciosum, die Fuchsienblütige Stachelbeere, stammt aus dem mittleren und südlichen Kalifornien sowie aus dem Norden der mexikanischen Halbinsel Baja California. Dort wächst sie im Küstenbusch und in den Hartlaubgebüschen des Chaparrals.
Die Art gehört zu den Stachelbeergewächsen (Grossulariaceae). Der Name speciosum bedeutet „ansehnlich“ oder „prächtig“ – bei dieser ungewöhnlichen Blüte ausnahmsweise kein botanisches Eigenlob, sondern eine ziemlich passende Beschreibung.
Wuchs und Blätter
Der Strauch wächst breitbuschig bis ausladend und erreicht gewöhnlich etwa 1,5 bis 2,5 m Höhe. Unter besonders günstigen Bedingungen kann er annähernd 3 m hoch werden.
Seine Zweige sind ausgesprochen wehrhaft: An den Knoten sitzen jeweils drei kräftige Stacheln, zusätzlich tragen die Triebe zahlreiche kleinere Borsten. Damit empfiehlt sich die Pflanze nicht unbedingt für die unmittelbare Nähe viel genutzter Wege.
Die kleinen, ledrigen Blätter sind rundlich bis oval, nur schwach gelappt und auf der Oberseite glänzend dunkelgrün. In Mitteleuropa verhält sich die Pflanze gewöhnlich sommergrün. In ihrem milden Herkunftsgebiet bleibt sie häufig länger belaubt, kann während ausgeprägter Sommertrockenheit jedoch vorzeitig ihre Blätter abwerfen und eine Ruhephase einlegen.
Blüte
Die leuchtend scharlachroten Blüten hängen einzeln oder in kleinen Gruppen unter den Zweigen. Ihre röhrenförmige Gestalt und die weit herausragenden roten Staubfäden erinnern verblüffend an kleine Fuchsienblüten. Daher stammt auch der englische Name Fuchsia-flowered gooseberry.
In Kalifornien kann die Blüte bereits im Winter beginnen und bis in das Frühjahr reichen. In mitteleuropäischen Gärten öffnen sich die Blüten gewöhnlich im April und Mai. An einem warmen, geschützten Platz fällt die Blüte meist reicher aus. Spätfröste können bereits geöffnete Blüten und den jungen Austrieb beschädigen, ohne den gesamten Strauch dauerhaft zu gefährden.
Früchte
Nach der Blüte können sich etwa einen Zentimeter große, eiförmige Beeren entwickeln. Sie sind orange- bis rötlich gefärbt und dicht mit auffälligen Drüsenborsten besetzt. Als Fruchtschmuck bleiben sie gegenüber der spektakulären Blüte eher Nebendarsteller. Verlässliche Angaben zur kulinarischen Eignung liegen nicht vor, weshalb die Früchte nicht zum Verzehr empfohlen werden sollten.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Ribes speciosum wurde 1813 vom deutsch-amerikanischen Botaniker Frederick Traugott Pursh wissenschaftlich beschrieben. Innerhalb der Gattung gehört die Art zu den ungewöhnlichsten Blütengehölzen: Der Strauch sieht eindeutig nach Stachelbeere aus, hängt sich zur Blüte aber kurzerhand ein Fuchsienkostüm um.
Die Royal Horticultural Society hat der Art den Award of Garden Merit verliehen. In europäischen Gärten bleibt sie dennoch eine Rarität, da sie einen milderen und geschützteren Standort benötigt als die meisten verbreiteten Zierjohannisbeeren.
Standort und Pflege
Ideal ist ein warmer, sonniger bis licht halbschattiger und vor kalten Winden geschützter Standort. In kühleren Regionen ist ein sonniger Platz an einer Süd- oder Ostwand vorteilhaft. In ausgesprochen heißen Sommerlagen wird leichter Schatten während der heißesten Nachmittagsstunden vertragen.
Der Boden sollte vor allem gut durchlässig sein. Geeignet sind lockere, humose, frische bis mäßig trockene Substrate. Die Art kommt mit unterschiedlichen Bodenreaktionen zurecht und muss nicht zwingend in saure Erde gepflanzt werden. Schwere, verdichtete und im Winter dauerhaft nasse Böden sind dagegen problematisch.
Frisch gepflanzte Exemplare benötigen während trockener Perioden eine gleichmäßige Wasserversorgung. Eingewachsene Pflanzen vertragen zeitweilige Sommertrockenheit, sollten in Kultur jedoch nicht dauerhaft völlig austrocknen.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Zu lange, beschädigte oder ungünstig stehende Triebe können unmittelbar nach der Blüte entfernt werden. Wegen der zahlreichen Stacheln sind dabei feste Handschuhe dringend zu empfehlen – die Pflanze diskutiert Schnittmaßnahmen gern mit Nachdruck.
Klimatische Aspekte
WHZ: 8–10
Ribes speciosum ist nur eingeschränkt winterhart. An einem geschützten Standort werden kurze Frostperioden bis ungefähr −8 bis −10 °C vertragen. Langanhaltender Frost, kalter Wind und winterliche Bodennässe können dagegen erhebliche Schäden verursachen.
In wintermilden Regionen ist eine dauerhafte Freilandkultur an einer geschützten Hauswand möglich. In kälteren Gegenden empfiehlt sich die Haltung im Kübel. Das Gefäß sollte kühl und geschützt überwintert werden, wobei der Wurzelballen weder vollständig durchfrieren noch dauerhaft nass bleiben darf.
Praxistipp
Für die Freilandkultur ist ein warmer Platz vor einer schützenden Mauer ideal. Entscheidend ist weniger „maximal trocken“ als vielmehr eine zuverlässige Drainage, besonders während des Winters.
Als Kübelpflanze lässt sich Ribes speciosum flexibler vor strengem Frost und ungünstiger Winterwitterung schützen. Zur Blüte sollte das Gefäß dort stehen, wo die langen roten Blüten unter den bogigen Zweigen gut sichtbar sind – nur bitte nicht unmittelbar neben dem Gartenstuhl. Die Stacheln haben einen ausgesprochen großzügigen Begriff von persönlichem Raum.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rot
Blütezeit
-
März, April
Früchte
Besonderes
-
Kübelpflanze
Boden
-
trocken, durchlässig
-
durchlässig
Standort
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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