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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Rosa ‘Louise Bugnet’ ist eine kanadische Strauchrose aus der Gruppe der Rugosa-Hybriden. In ihrer Abstammung spielt die ostasiatische Kartoffelrose Rosa rugosa eine wichtige Rolle, die Sorte selbst entstand jedoch in Alberta in Kanada.
Als Eltern werden ‘Martha Bugnet’ und ‘Thérèse Bugnet’ angegeben. Damit besitzt ‘Louise Bugnet’ eine komplexere Abstammung und sollte botanisch als Rosa ‘Louise Bugnet’ bezeichnet werden, nicht als Rosa rugosa ‘Louise Bugnet’.
Wuchs und Blätter
‘Louise Bugnet’ entwickelt einen kräftigen, dichtbuschigen und meist breiter werdenden Wuchs. Je nach Standort und Klima erreicht sie etwa 1,2 bis 1,8 Meter Höhe und eine ähnliche Breite. In sehr günstigen Lagen können ältere Pflanzen noch etwas größer werden.
Die Triebe besitzen auffallend wenige Stacheln, was bei einer Rugosa-Hybride durchaus erwähnenswert ist. Vollkommen stachellos ist die Sorte allerdings nicht.
Das mittel- bis dunkelgrüne Laub zeigt die typische, leicht runzelige Oberfläche vieler Rugosa-Rosen. Es gilt als vergleichsweise robust und bleibt bei einem luftigen, sonnigen Standort meist lange ansehnlich. Vollständig immun gegen die üblichen Rosenkrankheiten ist jedoch auch ‘Louise Bugnet’ nicht.
Eigene Wurzeln können mit der Zeit Ausläufer bilden. Die Stärke dieser Ausbreitung hängt von Boden, Standort und Vermehrungsart ab.
Blüte
Aus weißlichen Knospen mit auffälligen purpurroten bis dunkelrosa Streifen öffnen sich etwa 7 bis 9 Zentimeter große, gefüllte Blüten. Die Innenseite der Blütenblätter erscheint überwiegend reinweiß, während an den äußeren Blättern gelegentlich rosa- bis violettrote Streifen oder Flecken erhalten bleiben. Zur Mitte hin kann ein leichter cremefarbener oder grünlicher Schimmer auftreten.
Die Blüten besitzen einen angenehmen, deutlich wahrnehmbaren Rosenduft. Angaben zur Duftstärke reichen je nach Quelle und Standort von mittelstark bis kräftig.
Die Hauptblüte beginnt im Frühsommer und fällt meist sehr reich aus. Anschließend erscheinen bis in den Herbst hinein weitere Blüten. Dabei handelt es sich eher um wiederkehrende Blütenwellen als um eine vollkommen ununterbrochene Blüte von Juni bis Oktober.
Früchte
Nach der Blüte können sich einzelne Hagebutten entwickeln. Der Fruchtansatz ist jedoch gewöhnlich wesentlich geringer als bei der Wildart Rosa rugosa und kann von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen.
Wer möglichst viele neue Blüten wünscht, kann Verblühtes regelmäßig entfernen. Sollen Hagebutten entstehen, bleiben die späteren Blüten des Sommers ungeschnitten.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Georges Charles-Jules Bugnet wurde 1879 in Frankreich geboren und wanderte 1904 mit seiner Frau Julia nach Kanada aus. Auf seiner Farm bei Rich Valley in Alberta beschäftigte er sich mit der Züchtung von Gehölzen, die den strengen Wintern der kanadischen Prärien standhalten konnten.
Bugnet war kein hauptberuflicher Rosenzüchter, sondern Schriftsteller, Journalist und leidenschaftlicher Pflanzenzüchter. Neben Rosen entwickelte er unter anderem Obstgehölze und beschäftigte sich mit winterharten Bäumen und Sträuchern. Sein bekanntestes literarisches Werk ist der 1935 erschienene Roman „La Forêt“.
Viele seiner Rosen benannte Bugnet nach Frauen seiner Familie. Nach Angaben aus der Familie erhielt ‘Louise Bugnet’ ihren Namen nach seiner Tochter Louise. Die Sorte entstand vor 1960 und wurde um 1960 in den Handel eingeführt.
‘Louise Bugnet’ ging aus der Kreuzung ‘Martha Bugnet’ × ‘Thérèse Bugnet’ hervor. Sie verbindet die Winterhärte ihrer Abstammung mit einer für Rugosa-Hybriden ungewöhnlich feinen Blütenzeichnung und vergleichsweise schwach bestachelten Trieben.
Standort und Pflege
Am reichsten blüht ‘Louise Bugnet’ an einem sonnigen Standort. Leichter Halbschatten wird vertragen, kann jedoch zu einem lockereren Wuchs und einer schwächeren Nachblüte führen.
Die Sorte gedeiht in normalem, humosem und gut durchlässigem Gartenboden. Sie kommt auch mit sandigeren und mäßig nährstoffreichen Substraten zurecht. Während der Anwachsphase sollte gleichmäßig gewässert werden. Eingewurzelte Pflanzen überstehen vorübergehende Trockenperioden besser, blühen bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit jedoch gleichmäßiger.
Die ausgeprägte Salzverträglichkeit der reinen Rosa rugosa lässt sich nicht automatisch auf jede ihrer Hybriden übertragen. Da belastbare sortenspezifische Angaben fehlen, sollte ‘Louise Bugnet’ nicht pauschal als salztolerant beworben werden.
Eine maßvolle Kompost- oder Rosendüngergabe im Frühjahr genügt normalerweise. Zu starke Stickstoffdüngung fördert lange, weiche Triebe und kann die Blütenbildung beeinträchtigen.
Geschnitten wird vorzugsweise im ausgehenden Winter oder zeitigen Frühjahr. Dabei werden abgestorbene, beschädigte und sehr alte Triebe entfernt. Ein jährlicher starker Rückschnitt ist nicht notwendig. Unerwünschte Ausläufer lassen sich unmittelbar am Ansatz abtrennen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 3–7
‘Louise Bugnet’ gehört zu den ausgesprochen winterharten Strauchrosen. Einzelne kanadische Quellen führen sie sogar für Zone 2b. Für eine verlässliche Shopangabe ist WHZ 3–7 jedoch ausreichend vorsichtig.
Gut eingewurzelte Pflanzen benötigen ausgepflanzt gewöhnlich keinen Winterschutz. In sehr kalten oder schneearmen Wintern können einzelne Triebspitzen zurückfrieren, ohne dass die Pflanze dauerhaft geschädigt wird. Rosen im Kübel müssen dagegen geschützt werden, weil ihr Wurzelballen wesentlich schneller durchfriert.
Praxistipp
Durch die wenigen Stacheln und den gut wahrnehmbaren Duft eignet sich ‘Louise Bugnet’ besonders für Standorte in der Nähe von Wegen oder Sitzplätzen. Auch als Einzelstrauch oder in einer lockeren Rosenhecke kommt ihr breiter, natürlicher Wuchs gut zur Geltung.
Für eine frei wachsende Hecke kann mit etwa 1,2 bis 1,5 Metern Pflanzabstand gerechnet werden. Etwas Platz sollte sie bekommen – nicht nur wegen ihrer späteren Breite, sondern auch, weil Rugosa-Gene bei Ausläufern gelegentlich ihren eigenen Kopf haben.
Allerdings verhalten sich unsere Ausgepflanzten schon relativ zahm.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
-
Duftend
Boden
-
nahrhaft
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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