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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Shepherdia canadensis, die Kanadische Büffelbeere, gehört zur Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). Sie besitzt ein außergewöhnlich großes natürliches Verbreitungsgebiet in Nordamerika. Es reicht von Alaska und den subarktischen Gebieten Kanadas über weite Teile des westlichen und nördlichen Nordamerikas bis nach Kalifornien, Arizona und New Mexico.
Die Art besiedelt sehr unterschiedliche Lebensräume. Sie wächst in lichten Wäldern, an felsigen Hängen, auf sandigen und kiesigen Ufern sowie in Gebirgsregionen. Flora of North America dokumentiert Vorkommen vom Tiefland bis in Höhen von etwa 3.300 m.
Der Gattungsname Shepherdia erinnert an John Shepherd (1764–1836), den langjährigen Kurator des Liverpool Botanic Garden. Das Artepitheton canadensis bedeutet „kanadisch“.
Im Englischen sind mehrere Namen gebräuchlich, darunter „Canadian Buffaloberry“, „Russet Buffaloberry“ und „Soapberry“. Letzterer führt direkt zu einer besonderen Nutzungsgeschichte der Früchte.
Wuchs und Blätter
Die Kanadische Büffelbeere wächst sommergrün als locker bis dicht verzweigter Strauch. Sie erreicht gewöhnlich etwa 1 bis 3 m Höhe, unter günstigen Bedingungen auch etwas mehr.
Im Gegensatz zur nahe verwandten Silber-Büffelbeere (Shepherdia argentea) besitzt sie keine ausgeprägte Neigung zur Bildung klonaler Bestände über Wurzelausläufer.
Die Blätter stehen gegenständig an den Trieben und sind elliptisch bis eiförmig, gelegentlich auch etwas herzförmig. Sie werden meist etwa 3 bis 5 cm lang.
Ihre Oberseite ist grün. Auf der Unterseite befinden sich silbrige Sternhaare, zwischen denen auffällige rostbraune Schuppen sitzen. Diese rostfarbene Zeichnung erklärt den englischen Namen „Russet Buffaloberry“.
Die Triebe sind unbewehrt – anders als bei Shepherdia argentea, deren Zweige teilweise dornig ausgebildet sein können.
Blüte und Früchte
Shepherdia canadensis ist überwiegend zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich normalerweise auf unterschiedlichen Pflanzen. Wer Früchte ernten möchte, benötigt daher männliche und weibliche Exemplare.
Die sehr kleinen gelblichen Blüten erscheinen im Frühjahr. Je nach Region und Klima liegt die Blütezeit ungefähr zwischen April und Juni.
Männliche und weibliche Blüten unterscheiden sich in ihrem Aufbau. Die männlichen Blüten besitzen acht Staubblätter, während die weiblichen Blüten den Fruchtknoten und Griffel tragen.
Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich bei erfolgreicher Bestäubung kleine, etwa 6 bis 9 mm große Früchte. Sie sind meist leuchtend rot bis gelblich-rot; daneben ist auch eine gelbfrüchtige Form bekannt.
Botanisch handelt es sich nicht um echte Beeren. Der eigentliche Fruchtkörper ist von einem fleischig werdenden Blütenbecher umgeben, wodurch die Früchte äußerlich beerenartig erscheinen.
Die Früchte sind essbar, besitzen roh jedoch einen ausgeprägt bitteren bis herben Geschmack.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Eine der interessantesten Geschichten von Shepherdia canadensis verbirgt sich hinter dem englischen Namen „Soapberry“.
Verschiedene indigene Bevölkerungsgruppen im westlichen Nordamerika nutzten die Früchte traditionell als Nahrungsmittel. Besonders bekannt ist eine Zubereitungsweise, bei der die Früchte mit Wasser aufgeschlagen wurden. Die darin enthaltenen Saponine ermöglichen die Bildung eines stabilen Schaums.
Das Ergebnis wurde als schaumige Speise verzehrt und ist in englischsprachiger Literatur unter Bezeichnungen wie „Indian ice cream“ überliefert. Die traditionelle Zubereitung und ihre Bezeichnungen unterschieden sich zwischen den verschiedenen indigenen Kulturen.
Der Gattungsname „Buffaloberry“ wurde ebenfalls mit historischen Nutzungen der Früchte in Verbindung gebracht. Solche englischen Volksnamen besitzen allerdings keine so eindeutig dokumentierte sprachliche Herleitung wie der botanische Name und sollten deshalb nicht zu wörtlich interpretiert werden.
Botanisch bemerkenswert ist eine weitere Eigenschaft: Shepherdia canadensis gehört zu den sogenannten actinorhizalen Gehölzen. An ihren Wurzeln kann sie Knöllchen mit stickstofffixierenden Bakterien der Gattung Frankia bilden.
Dadurch kann atmosphärischer Stickstoff für die Pflanze verfügbar gemacht werden. Diese Fähigkeit trägt dazu bei, dass die Art auch nährstoffarme Standorte besiedeln kann.
Standort und Pflege
Die Kanadische Büffelbeere ist hinsichtlich ihrer Standortbedingungen ausgesprochen anpassungsfähig. Geeignet sind sonnige bis halbschattige Plätze.
In der Natur wächst sie sowohl auf trockenen, felsigen und kiesigen Standorten als auch an Flussufern und auf frischeren Böden. Entscheidend ist deshalb weniger ein bestimmter Bodentyp als die Anpassungsfähigkeit der Art an unterschiedliche Standortbedingungen.
Auch nährstoffarme und alkalische beziehungsweise kalkhaltige Böden werden vertragen.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Bei älteren Exemplaren können störende oder überalterte Triebe entfernt werden.
Für eine Fruchtbildung sollte bei der Pflanzung berücksichtigt werden, dass männliche und weibliche Pflanzen benötigt werden. Ohne ein männliches Exemplar in ausreichender Nähe bleiben weibliche Pflanzen in der Regel ohne Früchte.
Klimatische Aspekte
Shepherdia canadensis gehört zu den ausgesprochen kälteverträglichen nordamerikanischen Sträuchern.
Schon ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht weit in subarktische Regionen hinein. Die Art kommt unter anderem in Alaska, Yukon, den Northwest Territories und Nunavut vor und erreicht damit Gebiete innerhalb beziehungsweise nahe des Polarkreises.
Gleichzeitig erstreckt sich ihr Areal weit nach Süden und umfasst Gebirgsregionen in Arizona und New Mexico. Diese enorme Nord-Süd-Ausdehnung zeigt eine erhebliche klimatische Anpassungsfähigkeit.
Die häufig angegebene Einordnung in sehr niedrige Winterhärtezonen ist daher grundsätzlich plausibel. Wichtiger als eine einzelne Zonenzahl ist jedoch die große natürliche Variationsbreite: Pflanzen unterschiedlicher Herkunft können sich in ihrer Anpassung an Winterkälte und Sommerwärme unterscheiden.
Für die Gartenkultur ist Shepherdia canadensis daher besonders für Regionen interessant, in denen ausgeprägte Winterkälte für weniger frostharte Gehölze zum Problem wird.
Praxistipp
Wer Shepherdia canadensis wegen ihrer Früchte pflanzen möchte, sollte von Anfang an mindestens eine männliche und eine weibliche Pflanze einplanen.
Da sich junge Pflanzen vor der ersten Blüte nicht ohne Weiteres nach ihrem Geschlecht unterscheiden lassen, ist bei Sämlingspflanzen allerdings nicht garantiert, welches Geschlecht ein einzelnes Exemplar besitzt.
Für die Kultur als botanische Besonderheit genügt dagegen selbstverständlich eine einzelne Pflanze.
Ein genauer Blick auf die Blätter lohnt sich ebenfalls: Erst aus der Nähe erkennt man die Mischung aus silbriger Behaarung und rostbraunen Schuppen auf der Blattunterseite – ein kleines Detail, das diese ansonsten eher zurückhaltende nordamerikanische Strauchart unverwechselbar macht.
Quelle zur Stickstoffbelegung
USDA Forest Service – Fire Effects Information System: Shepherdia canadensis, Russet Buffaloberry.
USDA Forest Service – Literatur zur Stickstofffixierung actinorhizaler Gehölze und Shepherdia canadensis.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Vogelnahrung
Boden
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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