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Styrax japonicus - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Styrax japonicus - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Japanisches Schneeglöckchen

Styrax japonicus

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Baum oder Großstrauch

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Der Japanische Schneeglöckchenbaum (Styrax japonicus) gehört zur Familie der Storaxbaumgewächse (Styracaceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist wesentlich größer, als der Name vermuten lässt: Es reicht vom Himalaja über China und Korea bis nach Japan, Taiwan und in Teile Südostasiens.

Dort wächst die Art in lichten Wäldern, an Waldrändern und auf bewaldeten Berghängen. Der deutsche Name bezieht sich auf die zahlreichen weißen Glockenblüten, die unter den Zweigen hängen und tatsächlich ein wenig an Schneeglöckchen erinnern.

Wuchs und Blätter

Styrax japonicus wächst als hoher Strauch oder kleiner, häufig mehrstämmiger Baum. In Kultur erreicht er meist 6 bis 8 m Höhe; alte Exemplare können an günstigen Standorten etwa 10 m oder etwas mehr erreichen.

Die Krone ist in jungen Jahren eher trichterförmig und wird später breit gerundet. Die Äste entwickeln sich häufig waagerecht, wodurch die darunter hängenden Blüten besonders schön zur Geltung kommen.

Die elliptischen bis eiförmigen Blätter sind frisch- bis dunkelgrün und auf der Unterseite etwas heller. Im Herbst verfärben sie sich gelb, gelegentlich auch gelborange. Ältere Bäume besitzen zudem eine interessante graubraune Rinde mit orangebraunen, feinen Rissen.

Blüte

Von Ende Mai bis in den Juni erscheinen entlang der Zweige zahlreiche reinweiße, glockenförmige Blüten. Sie hängen an langen, feinen Stielen meist zu zwei bis fünf zusammen und öffnen sich unterhalb des Laubes.

Die gelben Staubgefäße bilden einen kleinen Kontrast zur weißen Blütenkrone. Der Duft ist zart und kann je nach Pflanze unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Mit zunehmendem Alter wird die Blüte gewöhnlich immer üppiger – junge Bäume sind zunächst noch etwas zurückhaltend, ältere werfen sich dann umso entschlossener in ihre weiße Sommergarderobe.

Früchte

Nach der Blüte entstehen etwa 1 cm große, eiförmige, graugrüne Früchte. Bei der Reife öffnet sich die Fruchthülle und gibt einen einzelnen harten, braunen Samen frei.

Die Fruchthülle enthält Saponine, schmeckt stark bitter und reizend und ist nicht zum Verzehr geeignet. In Japan wurden zerstoßene junge Früchte früher wegen ihrer schäumenden Wirkung als eine Art Waschmittel verwendet.

Der japanische Name „Egonoki“ soll sich ebenfalls auf den scharf-herben, den Hals reizenden Geschmack der Fruchthülle beziehen. Besonders freundlich klingt der Name damit nicht – aber der Baum gleicht das mit seinen Blüten mehr als aus.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Das weiße, gleichmäßig strukturierte und zähe Holz wurde in Japan für Drechselarbeiten, Werkzeuge, Spielzeug, Spazierstöcke und Teile von Regenschirmen verwendet.

Eine besonders schöne Spur findet sich im Shōsō-in in Nara, dem historischen Schatzhaus des Tōdai-ji-Tempels. Dort sind alte geflochtene Behälter erhalten, deren Ränder mit biegsamen Streifen aus Styrax-Holz eingefasst wurden.

Nach Europa gelangte die Art im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1862 erhielt der Botanische Garten Kew Pflanzen aus japanischer und koreanischer Herkunft. Seitdem hat sich der Schneeglöckchenbaum zu einem geschätzten kleinen Blütenbaum für Waldgärten und geschützte Hausgärten entwickelt.

Das bekannte Benzoe- oder Storaxharz wird übrigens überwiegend von anderen Arten der Gattung gewonnen. Styrax japonicus spielt für die traditionelle Räucherharzgewinnung keine bedeutende Rolle.

Standort und Pflege

Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger, vor kalten und austrocknenden Winden geschützter Standort. Der Boden sollte humos, nährstoffreich, frisch und gut durchlässig sein. Leicht saure bis neutrale Substrate werden bevorzugt; stark kalkhaltige Böden können zu gelblichen Blättern und schwachem Wachstum führen.

In voller Sonne ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig. Längere Trockenperioden werden schlecht vertragen, ebenso dauerhaft vernässte Böden. Eine Mulchschicht aus Laubkompost hält den Wurzelbereich kühl und gleichmäßig feucht.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Falls einzelne Äste entfernt oder die Krone leicht korrigiert werden sollen, geschieht dies am besten nach der Blüte.

Klimatische Aspekte

WHZ 5–8. Ein geschützter Platz verbessert die Winterhärte, besonders bei jungen Pflanzen. Kritischer als gewöhnlicher Winterfrost sind kalte, trockene Winde und sommerliche Trockenheit.

Praxistipp

Der Japanische Schneeglöckchenbaum sollte so gepflanzt werden, dass man seine Blüten auch von unten betrachten kann – etwa neben einem Weg, an einer Terrasse oder leicht erhöht an einer Böschung. Vor einem dunklen Gehölzhintergrund wirken die weißen Glocken besonders deutlich.

Für einen Platz unmittelbar über einem Sitzplatz ist etwas Abstand sinnvoll: Die Blüte schaut zwar ausgesprochen reizend von oben herab, später lässt der Baum dort aber auch Blüten und Früchte fallen. In Kombination mit Rhododendren, Farnen oder Azaleen entfaltet er eine besonders harmonische, fernöstliche Wirkung.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    Juni

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Duftend

Boden

Boden 1
    humos
Boden 2
    frisch
Boden 3
    durchlässig

Standort

Standort 1
    sonnig bis halbschattig
Styrax japonicus - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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