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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Styrax obassia gehört zur Familie der Storaxbaumgewächse (Styracaceae) und stammt aus Japan, Korea, der Mandschurei sowie dem östlichen China. Dort wächst die Art vor allem in feuchten Bergwäldern.
Im Japanischen heißt der Baum „Hakuunboku“, übersetzt etwa „Weißwolkenbaum“. Der Name bezieht sich auf die zahlreichen weißen Blüten, die in langen Trauben zusammenstehen und aus einiger Entfernung wie kleine helle Wolken zwischen den Blättern wirken.
Auch das Artepitheton obassia hat japanische Wurzeln. Es geht vermutlich auf den älteren Namen „Ōba-jisha“ zurück, der sinngemäß auf die ungewöhnlich großen Blätter verweist.
Wuchs und Blätter
Der sommergrüne Baum wächst in jungen Jahren aufrecht und schlank. Später entwickelt er eine rundliche, leicht ausladende, dabei aber meist ordentlich aufgebaute Krone. In Kultur erreicht er gewöhnlich 6 bis 10 m Höhe; ältere Exemplare können an günstigen Standorten 12 m und mehr erreichen.
Die jungen Zweige sind mit feinen Sternhaaren besetzt und verkahlen später. Das auffälligste Merkmal sind jedoch die großen, breit eiförmigen bis fast rundlichen Blätter. Sie werden meist 10 bis 20 cm lang, besitzen einen unregelmäßig gezähnten Rand und eine dicht graufilzig behaarte Unterseite.
Durch dieses kräftige Laub wirkt Styrax obassia deutlich üppiger als Styrax japonicus. Tropisch ist er natürlich nicht – aber er gibt sich im Sommer alle Mühe, so auszusehen.
Blüte
Von Mai bis Juni erscheinen an den Triebenden lange, herabhängende Blütentrauben. Sie können etwa 10 bis 20 cm lang werden und tragen zahlreiche weiße, glockenförmige Einzelblüten.
Der Duft ist angenehm und deutlich wahrnehmbar. Allerdings werden manche Blütentrauben teilweise von den großen Blättern verdeckt. Am besten betrachtet man sie deshalb von unten oder von einem etwas tiefer gelegenen Weg aus.
Mit zunehmendem Alter blüht der Baum immer reicher. Dann erklärt sich auch der japanische Name „Weißwolkenbaum“ beinahe von selbst.
Früchte
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, eiförmige Früchte. Sie sind etwa 1 cm lang, anfangs gelblich bis graugrün und von feinen Sternhaaren überzogen. Im Inneren befindet sich ein harter brauner Samen.
Die Früchte besitzen nur einen zurückhaltenden Zierwert, passen aber gut zum natürlichen Charakter des Baumes. Aus den Samen wurde in Japan früher Öl gewonnen, das während der Edo-Zeit unter anderem zur Herstellung traditioneller Kerzen verwendet wurde.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Styrax obassia wurde 1839 von Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini wissenschaftlich beschrieben. Nach Europa gelangte die Art zunächst 1859 durch den Pflanzensammler Charles Wilford, der Samen aus Korea nach Kew brachte. Eine weitere Einführung aus Japan folgte 1879 durch Charles Maries.
Trotz dieser frühen Ankunft blieb der Weißwolkenbaum in europäischen Gärten vergleichsweise selten. Der Botaniker Joseph Dalton Hooker zählte ihn allerdings zu den attraktivsten damals neu aus Japan eingeführten Gehölzen.
In Japan wurde das helle, feste und gut zu bearbeitende Holz für Drechselarbeiten verwendet. Daraus entstanden unter anderem Kokeshi-Puppen, Spielsteine für das japanische Brettspiel Shōgi, Regenschirmgriffe, Garnrollen und Rechensteine für den Soroban. Ein Baum also, der nicht nur hübsch herumstand, sondern durchaus einer geregelten Beschäftigung nachging.
Standort und Pflege
Bevorzugt wird ein sonniger bis halbschattiger, geschützter Standort. Besonders gut eignet sich ein lichter Gehölzrand, an dem die Krone etwas Sonne erhält, der Wurzelbereich aber nicht stark austrocknet.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich, frisch und gut durchlässig sein. Leicht saure bis neutrale Substrate sind ideal; stark kalkhaltige Böden eignen sich weniger gut. In sonnigen Lagen muss während längerer Trockenperioden regelmäßig gewässert werden.
Staunässe wird ebenso wenig vertragen wie ein dauerhaft trockener Wurzelbereich. Eine Mulchschicht aus Laubkompost hält den Boden gleichmäßig frisch. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich und würde den natürlichen Kronenaufbau eher stören.
Klimatische Aspekte
WHZ 5–8. Der Baum ist gut winterhart, sollte aber vor kalten, austrocknenden Winden geschützt stehen. Junge Pflanzen profitieren in den ersten Wintern von einer Mulchschicht über dem Wurzelbereich.
Praxistipp
Styrax obassia braucht langfristig mehr Platz als Styrax japonicus und sollte nicht als dauerhaft kleiner Vorgartenbaum eingeplant werden. Besonders schön wirkt er als Solitär am Rand eines Waldgartens oder an einem Weg, von dem aus die hängenden Blütentrauben betrachtet werden können.
Für die Nähe eines Sitzplatzes eignet er sich ebenfalls – allerdings besser mit etwas Abstand. Schließlich soll man später unter seiner weißen Blütenwolke sitzen und nicht ständig gegen eine zunehmend stattliche Baumkrone verhandeln müssen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
humos
-
nahrhaft
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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