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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Der Persische Flieder wird je nach botanischer Auffassung als Syringa persica oder Syringa × persica bezeichnet. Ob es sich um eine eigene, sehr formenreiche Art oder um eine bereits vor langer Zeit entstandene Hybride handelt, ist bis heute nicht abschließend geklärt.
Sicher ist, dass dieser Flieder schon seit Jahrhunderten in Persien und Indien kultiviert wurde. Von dort gelangte er vermutlich über die Gärten des Osmanischen Reiches nach Europa, wo er bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts bekannt war. Sein deutscher Name erinnert deshalb weniger an einen genau bestimmbaren Wildstandort als an seinen historischen Weg in unsere Gärten.
Wuchs und Blätter
Der Persische Flieder wächst dichtbuschig und bildet zahlreiche schlanke, elegant überhängende Zweige. Dadurch wirkt er wesentlich feiner und leichter als die kräftigen Sorten des Gewöhnlichen Flieders.
Das Wachstum ist langsam bis mäßig. Nach etwa zehn Jahren erreicht der Strauch häufig rund 1,5 m Höhe. Langfristig sind etwa 2–2,5 m möglich; ältere Pflanzen können sich dabei deutlich stärker in die Breite entwickeln.
Die schmalen, lanzettlichen Blätter sind dunkel- bis mittelgrün. Gelegentlich treten einzelne gelappte oder dreigeteilte Blätter auf. Das feine Laub trägt wesentlich zum lockeren, beinahe transparenten Erscheinungsbild des Strauches bei.
Blüte
Im Mai öffnen sich zahlreiche hellviolette bis blass malvenfarbene Blüten. Sie stehen in kleineren, locker aufgebauten Rispen und bedecken bei älteren Pflanzen große Teile der Zweige.
Der Duft ist deutlich wahrnehmbar, süß und unverkennbar fliederartig, wirkt aber häufig etwas leichter als bei den großblumigen Edelfliedern. Besonders an warmen, windstillen Tagen breitet er sich im Garten weit aus.
Die Blüten werden bereits im Vorjahr angelegt. Ein notwendiger Rückschnitt sollte deshalb unmittelbar nach der Blüte erfolgen – wer erst im Winter zur Schere greift, schneidet sonst die Blüten des kommenden Frühlings gleich mit ab.
Früchte
Gelegentlich entstehen nach der Blüte kleine, braune Kapselfrüchte. Da der Persische Flieder je nach botanischer Einordnung als teilweise steril gilt, fällt der Fruchtansatz oft gering aus. Für die Zierwirkung spielen die Kapseln keine bedeutende Rolle.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Der Persische Flieder gehörte zu den ersten Fliedern, die in europäischen Gärten kultiviert wurden. Während die später entstandenen Edelflieder mit großen, dicht gefüllten Rispen geradezu die Blaskapelle unter den Blütensträuchern darstellen, bleibt Syringa persica eher bei der Kammermusik: feiner, leichter und weniger aufdringlich.
Trotz seiner langen Geschichte ist er heute wesentlich seltener anzutreffen als die bekannten Sorten von Syringa vulgaris. Gerade diese zurückhaltende Erscheinung macht ihn für kleinere Gärten und natürlich wirkende Pflanzungen interessant.
Standort und Pflege
Am reichsten blüht der Persische Flieder an einem sonnigen, warmen Standort. Leichter Halbschatten wird vertragen, kann jedoch zu einem lockereren Wuchs und einer geringeren Blütenfülle führen.
Geeignet ist ein durchlässiger Gartenboden, der neutral bis kalkhaltig sein darf. Sehr saure, dauerhaft nasse oder stark verdichtete Böden sind ungünstig. Junge Pflanzen benötigen während der Anwachszeit eine gleichmäßige Wasserversorgung.
Gut eingewurzelte Sträucher vertragen sommerliche Trockenperioden besser als viele andere Flieder. Bei lang anhaltender Hitze und vollständig ausgetrocknetem Boden sollte dennoch gründlich gewässert werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Soll der Strauch ausgelichtet oder verkleinert werden, entfernt man direkt nach der Blüte einzelne ältere Triebe bodennah. Ein pauschales Einkürzen aller Zweige zerstört dagegen den natürlich lockeren Aufbau.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–7
Der Persische Flieder ist ausreichend winterhart und kann in weiten Teilen Europas dauerhaft ausgepflanzt werden. Junge Pflanzen profitieren in rauen Lagen von einem geschützten Standort. Späte Fröste können bereits entwickelte Blütenknospen oder junge Triebe beschädigen, ohne den gesamten Strauch dauerhaft zu gefährden.
Eine Kübelkultur ist möglich, verlangt jedoch ein ausreichend großes Gefäß und einen geschützten Wurzelballen im Winter. Da ältere Pflanzen deutlich breiter werden können, ist der Persische Flieder auf Dauer im Garten besser aufgehoben als in einem kleinen Terrassentopf.
Praxistipp
Der Persische Flieder eignet sich besonders für kleinere Gärten, sonnige Vorgärten, lockere Blütenhecken und warme Innenhöfe. In der Nähe einer Terrasse oder eines häufig genutzten Weges lässt sich sein Duft besonders gut genießen.
Für einen natürlich wirkenden Aufbau sollte ausreichend seitlicher Platz eingeplant werden. Der Strauch lässt sich zwar schneiden, sieht aber am schönsten aus, wenn seine schlanken Zweige frei wachsen und sich unter der Blütenfülle leicht nach außen neigen dürfen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
lila
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
mäßig feucht
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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